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Begriffe von A-Z

Sterbehilfe

bedeutet allgemein Sterbebegleitung und steht im Speziellen für alle Handlungen, die bei Menschen mit unheilbaren Erkrankungen und unabwendbarem tödlichen Verlauf oder in hohem Alter zu einer Herbeiführung, Verkürzung oder Erleichterung des Sterbens führen. Unterlässt es der/die Helfer/in Maßnahmen zu setzen, die das Leben und damit das Sterben verlängern, spricht man von passiver Sterbehilfe.

Passive Sterbehilfe bedeutet einvernehmlich mit dem Sterbenden dem Sterbeprozess seinen Lauf zu lassen, also keine lebensverlängernden Maßnahmen zu setzen, nur solche, die die Lebensqualität verbessern (Palliativmedizin). Greift der/die Helfende aktiv ein, um den Tod herbeizuführen, spricht man von aktiver Sterbehilfe.

Indirekte aktive Sterbehilfe bedeutet, dass der/die Helfende mit einer palliativen Maßnahme die Lebensverkürzung nicht bezweckt aber gegebenenfalls billigend in Kauf nimmt. Die indirekte aktive Sterbehilfe ist gegeben, wenn beispielsweise bei bestehenden starken Schmerzen eine Schmerztherapie angezeigt ist, die das Leben verkürzen kann, ohne dass dies die primäre Absicht dieser Schmerztherapie ist.

Aktive Sterbehilfe heißt dem/der Patienten/in zu helfen, sich zu töten (Beihilfe zum Suizid) oder selbst diese Tötung auf Verlangen vorzunehmen. Aktive Sterbehilfe steht in Österreich unter Strafe.

Eine Diskussion über eine gesetzliche Regelung, wie sie bereits in den Niederlanden und Belgien existiert, hat auch in Österreich begonnen. Einige Befürworter/innen der aktiven Sterbehilfe argumentieren mit der persönlichen Freiheit, die ein Recht auf Tötung auf Verlangen miteinbeziehen soll. Der freie Mensch wünsche sich ein Recht auf einen freigewählten Tod, will auch selbst Vorsorge treffen, die Kontrolle behalten beim eigenen Tod, notfalls aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Andere Befürworter/innen weisen darauf hin, wie unmenschlich, wie einsam, wie ängstlich, wie qualvoll gestorben wird und fordern Euthanasie, damit das nicht mehr Ertragbare beendet werden kann. Hier kommt die Angst vor dem Sterben zum Ausdruck, sie ist immer auch ein Stück Lebensangst.

Zuerst sind also im Sinne der Hospizbewegung Strukturen und Möglichkeiten für ein würdevolles Sterben zu schaffen und auszubauen. Vom Wunsch aktiver Sterbehilfe werden dann einige Menschen Abstand nehmen. Andere werden trotzdem eine gesetzliche Verankerung der aktiven Sterbehilfe nicht aus den Augen verlieren. Eine Diskussion darüber hilft allen.

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