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Begriffe von A-Z

Inklusion

Der Begriff “Integration” ist im deutschen Sprachgebrauch nach wie vor wesentlich geläufiger als der Ausdruck “Inklusion”, wie er im angloamerikanischen Raum geprägt wurde.

Bisher wurde im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen davon gesprochen, diese zu “integrieren” in die Gesellschaft, die Schule, den Arbeitsprozess, etc. Dieser Terminus sollte aber durch den Begriff der “Inklusion” ersetzt werden. Denn: Integration meint nach sozialpolitischem Verständnis den Prozess, durch den bisher außen stehende Personen oder Gruppen in eine größere soziale Gruppe oder auch in die Gesellschaft hinein genommen werden sollen. Die Integration geht von der Überzeugung aus, es gäbe zwei Typen von Menschen “solche” mit Behinderung(en) und “andere” ohne Behinderung(en). IntegrationsbefürworterInnen verursachen damit ungewollt die Entstehung dieses Zwei-Gruppen-Bildes: Menschen, die innerhalb des Systems vollberechtigt etabliert sind und andere, die draußen stehen und zu integrieren sind bzw. sich zu integrieren haben.

Für die Inklusion dagegen gibt es keine zwei Gruppen, sondern einfach Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Viele dieser Bedürfnisse werden von der Mehrheit geteilt, manche aber nicht.

Ein Beispiel dafür bietet etwa die inklusive Gestaltung eines Bauwerkes im Sinne eines “Design for All“: Ist der Eingang eines Gebäudes von vorneherein inklusiv (flache Rampe, Leitsystem für sehbehinderte Personen, etc.) gestaltet, kann jedeR problemlos hinein gelangen. Weder ein Rollstuhlfahrer, ein Vater/eine Mutter mit Kinderwagen, ein Mensch mit Gipsbein noch ein blinder Mensch werden also dabei Schwierigkeiten haben.

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