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Induktive Höranlagen

In einer lärmerfüllten Umgebung, etwa bei Veranstaltungen, können sich auch gut hörende Menschen kaum verständigen oder einer Darbietung folgen. Für schwerhörige Personen (mit Hörgerät) ist es unter diesen Umständen besonders schwierig oder unmöglich, zu verstehen, was gesagt wird und sich mit Hörenden zu verständigen. Abhilfe kann die moderne Hörtechnologie schaffen. So genannte induktive Höranlagen sind eine Voraussetzung für behindertengerechtes Bauen. Kernstück dieser technischen Einrichtung ist eine Drahtwindung, eine so genannte Induktionsschleife, die als Ringleitung im Fußboden, in den Wänden und in der Decke verlegt wird. Die Signale (z.B. Vortrag) werden mit einem geeigneten Mikrofon aufgenommen und einem speziellen Verstärker, dem Ringleitungsverstärker (auch Induktiv-Verstärker genannt), zugeführt. Die verstärkten Signale werden nun in die Ringleitung eingespielt. Innerhalb der Ringleitung bildet sich ein Magnetfeld im Rhythmus der Sprache, das vom Hörgerät aufgenommen wird. Die normalhörenden Personen können das Magnetfeld nicht wahrnehmen. Induktive Höranlagen in Theater, Kinos, Schalterhallen, Schulen etc. erleichtern Menschen mit Hörbeeinträchtigung die Teilnahme am gesellschaftlichen, alltäglichen Leben wesentlich. Die hörbehindertengerechte Ausstattung von öffentlichen Gebäuden ist aber in Österreich die Ausnahme und nicht die Regel. Obwohl professionelle Induktionsanlagen heute einfach und preiswert zu installieren sind. Mit der technologischen Entwicklung hat die Übertragung einen hohen Qualitätsstandard erreicht, auch ungewöhnliche Orte (z.B. Auto) werden mittlerweile damit beschallt. Im Wohnbereich können ebenfalls induktive Höranlagen eingerichtet und mit TV- oder Radiosignalen verbunden werden.
Quellen und Infos: www.schwerhoerigen-netz.at

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