Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York bietet behinderten BesucherInnen
nicht nur eine barrierefreie Infrastruktur. Auch alle Services und Kulturvermittlungsprogramme
sind auch für Menschen mit Behinderungen ausgerichtet. 2000 gewann das
Museum of Modern Art den "Access Innovation in the Arts Award".
www.moma.org
Caro Howell führt seit Jahren Projekte für gehörlose, blinde und sehbehinderte Menschen in der
Londoner Tate Gallery durch. Der von ihr mitentwickelte kunstpädagogische Lehrgang über Matisse und Picasso
gilt als Best Practice Beispiel einer multisensorischen Präsentation. Schritt für Schritt wird die Maltechnik
analysiert, die Bedeutung interpretiert, das Bild aus seinen Einzelteilen wieder zusammengesetzt. Die Erläuterungen
sind in einfacher, sachgerechter Sprache verfasst, verständlich auch für Menschen nicht englischer Muttersprache
und für gehörlose Personen. Blinde Kunstinteressierte können die Bildtafeln ertasten, indem sie sich die
Grafiken auf Schwellpapier (ein mit termoplastischer PVC-Schicht versehenes Spezialpapier) ausdrucken oder den Begleitband
mit allen tastbaren Bildern bestellen.
www.tate.org.uk/imap
Mit dem Kulturvermittlungsprogramm PINK wendet sich die Pinakothek der Moderne in München an Menschen,
die aufgrund körperlicher oder sozialer Einschränkungen bislang wenig Zugang zur Kunst erhielten. Die Programme
werden in Zusammenarbeit mit den Zielgruppen entwickelt und als thematische Führungen angeboten.
www.pinakothek.de
Neben dem Louvre in Paris gibt es auch in der Hamburger Kunsthalle Führungen von gehörlosen Menschen für gehörlose BesucherInnen.
Im deutschsprachigen Raum ist Martina Bergmann nicht nur die erste gehörlose Mitarbeiterin in einem museumspädagogischen Dienst, sondern auch die erste Kulturvermittlerin, die Führungen für gehörlose Menschen in Deutscher Gebärdensprache anbietet. Ein Interview mit Martina Bergmann ist auf der Website www.taubenschlag.de zu finden.
Konferenzbericht zu Museum - multimedial und barrierefrei unter:
www.bit-informationsdesign.de
Vorträge in englischer Sprache von der internationalen Konferenz Museums and the Web 2002 zum Thema
Informationsdarstellung für behinderte Menschen unter:
www.archimuse.com/mw2002
Materialien für blinde und sehbehinderte Menschen in Brailleschrift und Großdruck entwickelt der
Verband der Behinderten Erfurt und die Grenzenlos gGmbH im Projekt ROSI: Relief, Orientierung, Information.
Die Produkte werden im Vakuum-Tiefzieh-verfahren hergestellt.
www.grenzenlos-ggmbh.de
Infos zu taktilen Abbildungen, Schwellpapier und Vakuum-Tiefziehverfahren unter:
www.kahlisch.de/phd/anh_b.htm
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