Um Menschen mit Behinderungen professionell ins Werbebild zu rücken, sind geeignete Models gefragt, die authentisch ihre Rolle spielen. In den Karteien der österreichischen Modelagenturen finden sich jedoch noch kaum DarstellerInnen mit einer Behinderung.
Ein international prominentes Model ist Aimee Mullins (USA). Ihre Karriere begann 1998, als sie ein britischer Modeschöpfer auf den Laufsteg schickte. Statt ihrer Beinprothesen trug sie handgeschnitzte Holzstiefel. Prompt schrie die Modebranche auf, die Medien waren entsetzt. Mullins brachte diese Modeschau den Status eines Supermodels ein.
Mit dem Spannungsfeld von Werbung und Behinderung befasste sich 2003 das vom Bundessozialamt, Landesstelle Wien, geförderte Projekt ispot, eine österreichweit einmalige Initiative für inklusive Werbung. Dabei wurden von kreativen ExpertInnen mit und ohne Behinderungen innovative Werbesujets entworfen und Setkarten mit ispot-Models produziert.
Die österreichische Firma Monotool macht und vertreibt
Mode für Menschen im Rollstuhl und verfügt
über einen eigenen Pool an Models, die auf Modeschauen
die für sitzende Menschen entwickelten
Kleidungsstücke professionell präsentieren:
www.monotool.com
Die deutsche Agentur Visable Artist & Model
Agency hat sich auf die Vermittlung von behinderten
Models und KünstlerInnen für Events, Shows, Catwalks
und Musik spezialisiert:
www.visable.de
Aufgebaut wurde die deutsche Visable-Agentur nach
dem Vorbild von Visable in Großbritannien, der
ersten professionellen britischen Agentur, die ausschließlich
Models, SchauspielerInnen und ModeratorInnen mit Behinderungen repräsentiert und an die
britische Fernseh-, Film- und Werbeindustrie vermittelt.
Zu den Kunden, die auf der Website angeführt
werden, zählen etwa die BBC, Channel 4, die British
Airways, Ford UK u.a.:
www.visablemodels.co.uk
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