Prinzip 1: Breite Nutzbarkeit.
Das Design ist für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten nutzbar und marktfähig.
Richtlinien
- Gleiche Möglichkeiten der Nutzung für alle NutzerInnen zur Verfügung stellen: identisch – soweit möglich; gleichwertig – falls dies nicht möglich ist.
- Ausgrenzung oder Stigmatisierung jedweder NutzerInnen vermeiden.
- Mechanismen zur Erhaltung von Privatsphäre, Sicherheit und sicherer Nutzung sind für alle NutzerInnen gleichermaßen verfügbar; das Design ist für alle NutzerInnen ansprechend gestaltet.
Prinzip 2: Flexibilität in der Benutzung.
Das Design unterstützt eine breite Palette individueller Vorlieben und Möglichkeiten.
Richtlinien
- Wahlmöglichkeiten der Benutzungsmethoden vorsehen.
- Rechts- oder linkshändigen Zugang und Benutzung unterstützen.
- Die Genauigkeit und Präzision des Nutzers/der Nutzerin unterstützen.
- Anpassung an die Schnelligkeit des Nutzers/der Nutzerin vorsehen.
Prinzip 3: Einfache und intuitive Benutzung.
Die Benutzung des Designs ist leicht verständlich, unabhängig von der Erfahrung, dem Wissen, den Sprachfähigkeiten oder der momentanen Konzentration der NutzerInnen.
Richtlinien
- Unnötige Komplexität vermeiden.
- Die Erwartungen der NutzerInnen und ihre Intuition konsequent berücksichtigen.
- Ein breites Spektrum von Lese- und Sprachfähigkeiten unterstützen.
- Information entsprechend ihrer Wichtigkeit kennzeichnen.
- Klare Eingabeaufforderungen und Rückmeldungen während und bei der Ausführung vorsehen.
Prinzip 4: Sensorisch wahrnehmbare Informationen.
Das Design stellt dem Benutzer/der Benutzerin notwendige Informationen effektiv zur Verfügung, unabhängig von der Umgebungssituation oder den sensorischen Fähigkeiten der BenutzerInnen.
Richtlinien
- Unterschiedliche Modi für redundante Präsentation wichtiger Informationen vorsehen (bildlich, verbal, taktil).
- Angemessene Kontraste zwischen wichtigen Informationen und ihrer Umgebung vorsehen.
- Maximierte Lesbarkeit von wichtigen Informationen.
- Unterscheiden von Elementen in der Art der Beschreibung (z.B. einfache Anleitungen und Anweisungen).
- Kompatibilität mit einer Palette von Techniken oder Geräten, die von Menschen mit sensorischen Einschränkungen benutzt werden, vorsehen.
Prinzip 5: Fehlertoleranz.
Das Design minimiert Risiken und die negativen Konsequenzen von zufälligen oder unbeabsichtigten Aktionen.
Richtlinien
- Arrangieren der Elemente zur Minimierung von Risiken und Fehlern: Die meist benutzten Elemente bestens zugänglich gestalten; risikobehaftete Elemente vermeiden, isolieren oder abschirmen.
- Warnungen vor Risiken und Fehlern vorsehen.
- Fail-Safe-Möglichkeiten vorsehen.
- Bei Operationen, die Wachsamkeit verlangen, unbewusste Aktionen nicht ermutigen.
Prinzip 6: Niedriger körperlicher Aufwand.
Das Design kann effizient und komfortabel mit einem Minimum von Ermüdung benutzt werden.
Richtlinien
- Die Beibehaltung der natürlichen Körperhaltung ermöglichen.
- Angemessene Bedienkräfte verlangen.
- Minimierung sich wiederholender Aktionen.
- Andauernde körperliche Beanspruchung vermeiden.
Prinzip 7: Größe und Platz für Zugang und Benutzung.
Angemessene Größe und Platz für den Zugang, die Erreichbarkeit, die Manipulation und die Benutzung unabhängig von der Größe des Benutzers/der Benutzerin, seiner/ihrer Haltung oder Beweglichkeit vorsehen.
Richtlinien
- Eine klare Sicht auf wichtige Elemente für alle sitzenden/stehenden BenutzerInnen vorsehen.
- Eine komfortable Erreichbarkeit aller Komponenten für alle sitzenden oder stehenden BenutzerInnen sicherstellen.
- Unterstützen unterschiedlicher Hand- und Greifgrößen.
- Ausreichend Platz für die Benutzung sonstiger Hilfsmittel oder für Hilfspersonen vorsehen.
Übersetzung aus dem Englischen:
Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe FTB:
www.ftb-net.de/intro/uniprinc.html
Titel des Originals: The Principles of Universal Design.
1997 by New York State University, The Center for Universal Design.
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