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	<title>MAIN_web &#187; wirtschaftlichkeit</title>
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		<title>Barrierefreies Web als Gesch&#228;ftsfeld</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Oct 2007 13:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
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Beginnen wir mit name dropping: Jan Eric Hellbusch definiert hier im MAIN_blog Barrierefreiheit neu als Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung. Usability f&#252;r Menschen mit Behinderung nun also, mehr als reine Accessibility im Sinne von irgendwie Zug&#228;nglichkeit.
Ist das Wortklauberei oder eine interessante Neupositionierung der Barrierefrei-Community? Wahrscheinlich hat er immer schon so argumentiert, aber immerhin scheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="floatbox"><a href="http://www.mainweb.at/tag/accessibilityblogparade"><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif' alt='ueber barrieren im netz.  Accessibility Blog Parade. 10.10. bis 11.11.2007' /></a></span></p>
<p>Beginnen wir mit name dropping: Jan Eric Hellbusch definiert hier im MAIN_blog Barrierefreiheit neu als <a href="http://www.mainweb.at/blog/2007/10/10/sinn-fuer-barrierefreiheit/">Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung</a>. Usability f&#252;r Menschen mit Behinderung nun also, mehr als reine Accessibility im Sinne von irgendwie Zug&#228;nglichkeit.<br />
Ist das Wortklauberei oder eine interessante Neupositionierung der Barrierefrei-Community? Wahrscheinlich hat er immer schon so argumentiert, aber immerhin scheint es ihm n&#246;tig, es nochmals sehr deutlich zu machen.</p>
<h3>Unternehmen wollen Profit</h3>
<p>Alles gut, wahr und sch&#246;n, aber wer kaufts?<br />
Als das Thema barrierefreies Internet vor ein paar Jahren in Mode kam, haben fast alle damit Befassten – BehindertenvertreterInnen wie Agenturen – die Umwegrentabilit&#228;t beschworen: inkludierte Suchmaschinenoptimierung, automatisch h&#246;here Usability, Eignung f&#252;r mobile Ger&#228;te,  Imagesteigerung, Gesetzestreue und zu guter Letzt 10% mehr potentielle Kundschaft. Ja sogar MigrantInnen k&#246;nnten im easy to read Shop besser einkaufen (also nochmal 10% drauf), hie&#223; es r&#252;hrend naiv.</p>
<p>Die schlauen UnternehmerInnen sagen aber immer noch, wenns um ihren Webauftritt geht, &#8220;Barrierefreiheit ist mir wurscht, Behinderte sind nicht meine vorrangige Zielgruppe.&#8221;</p>
<p>Viele Agenturen, die nicht gerade die &#246;ffentliche Hand bedienen, haben sich l&#228;ngst wieder anderen Entwicklungen (web 2.0 und 3.0 und wei&#223; nicht was) zugewandt, die mehr Geld und Innovationskraft versprechen. Die, die in der Barrierefrei-Nische sitzengeblieben sind, k&#246;nnen entweder nichts anderes oder sie meinen es ernst.</p>
<h3>Wir m&#252;ssen kl&#252;ger werden</h3>
<p>Das ist der neue Trend: Barrierefreiheit im Internet ist nicht sexy und auf verschlungenen Umwegen profitabel, sie ist ein ernstes Fach, das wissenschaftlich angegangen werden will. Nun wird allenthalben gef&#246;rdert geforscht, die WAI forscht, die EU forscht, die Biene forscht und auch hier in Wien hat das ZIT &#8211; Zentrum f&#252;r Innovation und Technologie GmbH heuer 1,5 Millionen Euro f&#252;r den <a href="http://www.zit.co.at/page.aspx_param_target_is_267852.v.aspx">Call Vienna enabled</a> ausgesch&#252;ttet f&#252;r Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Wiener Unternehmen, die zur Barrierefreiheit beitragen. Bei 5 von 11 gef&#246;rderten Projekten geht’s ums Internet. Ich (<a href="http://www.putzhuber.net">putzhuber.net</a>, schreibe hier zu Werbezwecken) darf  mit dem Leadpartner <a href="http://www.wienfluss.net">wienfluss</a> (und werbe auch f&#252;r die Konkurrenz) gleich bei zwei sehr spannenden Forschungsprojekten mitmachen.</p>
<h3>Wir m&#252;ssen kl&#252;ger klingen</h3>
<p>Der WCAG 2.0 Entwurf ist mit Begleitdokumenten bedeutungsschwer auf hunderte Seiten angeschwollen. WAI-ARIA klingt auch sehr klug. Etwas akademische Abgebr&#252;htheit ist hilfreich, um nicht abgeschreckt zu werden. Wir sprechen nun alle professionell fachenglisch, keine/r verschluckt sich mehr am Wort Accessibility. Auch hier in &#214;sterreich, wo wir immer ein wenig hinterherhinken: web-barrierefrei ist zu accessible media geworden und forciert nun design for all. F&#252;r eine ernstzunehmende Informations- und Pr&#252;fungsstelle fehlen die Ressourcen, aber immerhin wird 1x im Jahr eine so hochkar&#228;tige Tagung (heuer A Tag genannt) veranstaltet, dass auch die namhaften deutschen Konferenznomaden anreisen.</p>
<h3>Usability klingt klug und ist klug</h3>
<p>Barrierefreiheit grenzt sich nicht mehr ab von Usability, sondern h&#228;ngt sich an die Rockzipfel der etablierten gro&#223;en Schwester, in der Hoffnung, dass etwas von deren teurer Aura auf sie abf&#228;rben m&#246;chte. Die teuren Zertifikate f&#252;r dezidiert barrierefreie Webauftritte bew&#228;hren sich bislang nicht, aber die  Ber&#252;cksichtigung von  Accessibility und Usability Kriterien in Kombination &#8211; user centered design &#8211; k&#246;nnte ein Qualit&#228;tsstandard sein, den Unternehmen auch zu kaufen bereit sind. </p>
<h3>Unternehmen wollen Qualit&#228;t</h3>
<p>Bei meinen – kleinen – Kunden aus der Privatwirtschaft merke ich das jedenfalls: sie bezahlen mich f&#252;r Qualit&#228;t, nicht f&#252;r eine behindertengerechte Seite. Ein dezentes WCAG 1.0 AA Statement im Impressum als Qualit&#228;tsstempel haben sie aber gerne, je kryptischer und damit kl&#252;ger  und ohne sozialen Touch es allerdings bleibt, desto besser. </p>
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