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		<title>Webtalk: Thomas J&#246;chler &#252;ber ViennaGIS</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 13:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In unserer losen Reihe der Webtalks steht diesmal Thomas J&#246;chler Rede und Antwort.
 Er ist Leiter der Projektentwicklung bei wien.at und arbeitet dort mit ViennaGIS, dem Geografischen Informationssystem der Stadt Wien, an der Aufbereitung von raumbezogenen Informationsangeboten im Internet. Dazu z&#228;hlt auch der neue Wiener Online Stadtplan, der seit Mitte Dezember 2008 in einer Beta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer losen Reihe der <a href="/blog/tag/webtalk/">Webtalks</a> steht diesmal Thomas J&#246;chler Rede und Antwort.<br />
<span class="floatright"><a href="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2009/01/joechler.jpg"><img src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2009/01/joechler.jpg" alt="Thoma Joechler" title="joechler" class="alignnone size-full wp-image-1260" /></a></span> Er ist Leiter der Projektentwicklung bei <a href="http://www.wien.gv.at/">wien.at</a> und arbeitet dort mit <a href="http://www.wien.gv.at/viennagis/">ViennaGIS</a>, dem Geografischen Informationssystem der Stadt Wien, an der Aufbereitung von raumbezogenen Informationsangeboten im Internet. Dazu z&#228;hlt auch der neue <a href="http://www.wien.gv.at/stadtplanbeta/public/">Wiener Online Stadtplan</a>, der seit Mitte Dezember 2008 in einer Beta Version abzurufen ist. Der alte Online Stadtplan, der die meisten Zugriffe aller Seiten von wien.at verzeichnet, soll im Laufe des Jahres 2009 vom technologisch rundumerneuerten System abgel&#246;st werden, das nebem dem Stadtplan auch eine Reihe anderer Geodienste im Web bietet. Bei der Umsetzung der neuen geografischen Informationsangebote auf wien.at wurde auf Fragen der Barrierearmut und Zug&#228;nglichkeit Bedacht genommen. Was sich allerdings als komplexe Anforderung erweist, wie Thomas J&#246;chler im Webtalk zu berichten wei&#223;.</p>
<p><strong>Der Wiener Beta Plan ist jetzt einigen Wochen im Netz. Die Nutzerinnen und Nutzer wurden von wien.at eingeladen, ihr Feedback zu den neu gestalteten Geodiensten abzugeben. Wie sind die ersten Reaktionen ausgefallen? Gibt es schon R&#252;ckmeldungen in puncto Accessibility bzw. Barrieren bei der Nutzung des neuen Online Stadtplanes? Und wie wird das Feedback von euch verwertet?</strong></p>
<p>Wir haben seit dem Launch der Betaversion am 16. Dezember mehrere hundert R&#252;ckmeldungen erhalten. Wir bem&#252;hen uns jedes Mail direkt zu beantworten und nat&#252;rlich aus den Mails die zentralen Themen f&#252;r die Verbesserung des Stadtplans zu b&#252;ndeln. Es gibt grob gesprochen vier gro&#223;e Bereiche: 1) kommen konkrete Hinweise auf Unstimmigkeiten bei einzelnen Adressen, wo dann bestimmte Hausnummern, Stiegen oder auch Schreibweisen nochmal von uns &#252;berpr&#252;ft werden. 2) Es kommen viele Hinweise auf sinnvolle Datenlayer, die wir im Stadtplan noch einbinden sollen. Ein Beispiel ist hier der Gesundheitsbereich, wo wir daran arbeiten, weitere Inhalte anbieten zu k&#246;nnen. Wichtig ist f&#252;r uns hier immer, dass eine Dienststelle im Magistrat oder eine andere Stelle die laufende Aktualit&#228;t und Richtigkeit der Daten garantiert. 3) erhalten wir sehr viele R&#252;ckmeldungen, die voll des Lobs sind, und sich &#252;ber die neue Version des Stadtplans begeistert zeigen. Und 4) schliesslich gibt es nat&#252;rlich auch berechtigtes Feedback zu den Dingen, die von den Funktionen her noch nicht ideal sind. Im Bereich Barrieren ist das st&#228;rkste Feedback hier bisher die noch fehlende Unterst&#252;tzung f&#252;r den Safari-Browser (bzw. Google Chrome). Auch das Werkzeug &#8220;Strecke messen&#8221; hat in der Bedienbarkeit noch ein paar T&#252;cken.</p>
<p><strong>Wie du schon bei deiner <a href="http://atag.accessiblemedia.at/programm/view/4">Pr&#228;sentation am A-TAG</a> im November 2008 erkl&#228;rt hast, stellt sich das gesamte Projekt als gro&#223;e Herausforderung f&#252;r die Accessibility dar. So sieht es beispielsweise bei der Tastaturbedienung des neuen Online Stadtplanes nicht gut aus. Wie werdet ihr die Anforderungen der Barrierefreiheit einl&#246;sen und was k&#246;nnen Nutzerinnen und Nutzer tun, f&#252;r die das neue Angebot nicht uneingeschr&#228;nkt zug&#228;nglich ist?</strong></p>
<p>Wir werden auch f&#252;r den Beta Stadtplan Suchmasken anbieten, &#252;ber die sich unabh&#228;ngig von der Visualisierung in der Karte die Inhalte erschliessen lassen. Hier haben wir mit einer Anwendung wie dem &#8220;Kulturgut&#8221; bereits einen Themenstadtplan realisiert, wo eine gezielte Objektsuche m&#246;glich ist. Die Herausforderung liegt darin, dass wir einen recht dynamischen &#8220;Layerbaum&#8221; haben, also neue Inhalte in den Stadtplan reinkommen, und hier der alternative Zugang immer mitgezogen werden muss. Deshalb versuchen wir parallel dazu, den Plan selbst zug&#228;nglicher zu machen, um hier nicht am Ende mit einer abgespeckten barrierearmen Version dazustehen, in der viele spannende Inhalte fehlen.</p>
<p><strong>Du hast es erw&#228;hnt: Es gibt die Alternativangebote, via Suchformulare raumbezogene Informationen abzurufen, zum Beispiel die Kulturg&#252;ter Wiens. Geplant ist auch ein Service, das sich &#8220;Barrierefrei im Stadtplan&#8221; nennt. Wie wird dieses aussehen und wann wird es voraussichtlich kommen?</strong></p>
<p>Mit &#8220;Barrierefrei im Stadtplan&#8221; sollen barrierefreie Einrichtungen im neuen wien.at Stadtplan verortet werden. Hier startet in B&#228;lde die Planungsphase, dann kann man Konkreteres sagen. </p>
<p><strong>Geografische Informationssysteme wie Google Maps und Co. bommen derzeit weltweit. Die Stadt Wien hat f&#252;r ihre raumbezogenen Web Applikationen ein eigenes Vienna GIS Web Framework entwickelt. Warum wurden nicht bestehende L&#246;sungen, wie eben Google Maps, integriert. Worin liegen die Vorteile eines eigenen Frameworks, dessen Erstellung sicher ein enormer Aufwand war?</strong></p>
<p>Die Stadt Wien war mit ihren Geo-Informationsdiensten schon sehr fr&#252;h in einer Vorreiterrolle, der Wiener Online Stadtplan war in den 90er Jahren seiner Zeit sicher voraus. Die &#246;ffentliche Nutzung der GIS-Dienste ist ja ein Folgeprodukt der diversen internen, f&#252;r die Verwaltung zentralen Anwendungen. Hier gibt es alleine aus Sicht der Verwaltung so viele Vorteile eines eigenen Frameworks, das massgeschneidert an die eigenen Bed&#252;rfnisse angepasst werden kann &#8211; sofern man eben das Know-how dazu aufbaut, was nat&#252;rlich mit Aufwand verbunden ist. </p>
<p>Anwendungen wie Google Maps und Co. haben sicher in den letzten Jahren f&#252;r einen absoluten Boom in diesem Bereich gesorgt, als Stadt Wien haben wir aber einen etwas anderen Zugang zur Datenqualit&#228;t und -aktualit&#228;t. Auch der magistratsinterne Einsatz des Frameworks mit den speziellen internen Anforderungen und IT Vorgaben macht die Sache sehr komplex und mit Standardl&#246;sungen, wie man sie am Markt kauft, nicht zu 100% umsetzbar.</p>
<p><strong>Welcher Stellenwert haben deiner Meinung nach Geodienste in der &#246;ffentlichen Verwaltung? Kann bzw. soll da E-Government k&#252;nftig &#252;berhaupt mithalten mit der Konkurrenz der privaten globalen Webunternehmen? Und welche n&#228;chsten Projekte im Bereich Web 2.0 sind von wien.at zu erwarten?</strong></p>
<p>Geodienste haben meiner Meinung nach einen ganz zentralen Stellenwert in der &#246;ffentlichen Verwaltung, weil sie zu einer Sichtbarmachung von Zusammenh&#228;ngen und Abl&#228;ufen f&#252;hren. Es gibt so viele Services, die eine r&#228;umliche Verortung haben oder einen r&#228;umlichen Bezug. Aus Sicht der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger macht es Sinn, ausgehend von einer bestimmten Adresse, wie dem Wohn- oder Arbeitsort, Bez&#252;ge sichtbar zu machen oder M&#246;glichkeiten aufzuzeigen. Das f&#228;ngt an bei einer Radroutensuche und f&#252;hrt bis zu Planungsvorhaben der Stadtentwicklung. Zum Stichwort Konkurrenz mit privaten globalen Webunternehmen &#8211; hier wird eine Frage sein, ob es Schnittstellen geben wird, um Inhalte austauschen zu k&#246;nnen. Was wir hinsichtlich Web 2.0 hier sicher unternehmen werden, ist eine M&#246;glichkeit zu schaffen, einen bestimmten Ausschnitt aus dem Stadtplan in der eigenen Webseite einbinden zu k&#246;nnen, das brauchen wir nicht zuletzt schon zur besseren Verkn&#252;pfung der GIS-Inhalte mit den vielf&#228;ltigen Inhalten auf wien.at selbst.</p>
<p><strong>Vielen Dank, Thomas, f&#252;r diesen Webtalk.</strong></p>
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		<title>Webtalk: Shadi Abou-Zahra &#252;ber die Web Accessibility Initiative</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 09:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
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Der in &#214;sterreich lebende Webexperte ist in seiner Funktion viel im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer losen Reihe der <a href="/tag/webtalk">Webtalks</a> ist diesmal <a href="http://www.w3.org/People/shadi/">Shadi Abou-Zahra</a> zu Gast im MAIN_blog. Er leitet seit kurzem das <a href="http://www.w3.org/WAI/IPO/">International Program Office</a> der <a href="http://www.w3.org/WAI/">Web Accessibility Initiative (WAI)</a> und hat ein weites Aufgabengebiet, in dem es um Richtlinien, Standards, Techniken und Werkzeuge f&#252;r barrierefreies Internet geht.</p>
<p>Der in &#214;sterreich lebende Webexperte ist in seiner Funktion viel im In- und Ausland unterwegs, um die Aktivit&#228;ten der WAI und den aktuellen Stand der internationalen Fachdiskussion vorzustellen. &#220;brigens h&#228;lt Shadi Abou-Zahra am 26. November 2007 bei der Tagung <a href="http://www.digitales.oesterreich.gv.at/site/5776/default.aspx">Online ohne Ausnahme</a> in Wien den Er&#246;ffnungsvortrag zum Thema „Web ohne Barrieren“.</p>
<p>Bei Veranstaltungen wird der Internationalist in Sachen Accessibility gerne gefragt, wann denn nun endlich die neuen Richtlinien <a href="http://www.w3.org/WAI/intro/wcag20.php">WCAG 2.0 (Web Content Accessibility Guidelines)</a> herauskommen. Wir haben ihm im Webtalk diese Diskussion &#252;ber Termine erspart und andere Ausk&#252;nfte eingeholt, die Einblick in sein berufliches Engagement gew&#228;hren:</p>
<h2>1. Shadi, du bist sozusagen unsere Mann im virtuellen All des <a href="http://www.w3.org/">W3C</a> und arbeitest f&#252;r die Web Accessibility Initiative des World Wide Web Consortium. Wie k&#246;nnen wir uns deine T&#228;tigkeit genau vorstellen?</h2>
<p>Meine Arbeit beim W3C ist vielf&#228;ltig und ver&#228;ndert sich derzeit. Ich befasse mich dabei vor allem mit der Entwicklung von Inhalten und Materialien, um das allgemeine Verst&#228;ndnis f&#252;r Web-Barrierefreiheit zu verbessern. Diese Ressourcen werden haupts&#228;chlich durch die Zusammenarbeit in der <a href="http://www.w3.org/WAI/EO/">Education and Outreach Working Group (EOWG)</a> entwickelt. Das ist eine der zentralen Arbeitsgruppen der WAI, die Strategien und Materialien f&#252;r die Web Community entwickelt, um den Bedarf an Accessibility bewusster zu machen und die Leute aufzukl&#228;ren, dass sie barrierefreie L&#246;sungen anwenden sollen. Beispiele f&#252;r solche Ressourcen sind etwa Dokumente wie <a href="http://www.w3.org/WAI/gettingstarted/">Introducing Accessibility</a>, <a href="http://www.w3.org/WAI/managing">Managing Accessibility</a> oder <a href="http://www.w3.org/WAI/eval/">Evaluating Accessibility</a>.</p>
<p>Sehr wichtige Aspekte in meiner Arbeit sind die Sensibilisierung, der Austausch und die Koordination mit verschiedenen Interessensgruppen, insbesondere in Europa. Beispielsweise geht es da um den Wissenstransfer mit EntwicklerInnen, ExpertInnen, und ForscherInnen, um die Sensibilisierung von Entscheidungstr&#228;gerInnen und der &#214;ffentlichkeit und um die Koordination mit den Standardisierungsgremien und anderen Beteiligten. In letzter Zeit gab es international ja sehr viele Aktivit&#228;ten rund um die Web-Barrierefreiheit, sodass die Koordination immer wichtiger wird, um die Harmonisierung von Standards weiter zu verbessern.</p>
<p>Seit kurzem leite ich zudem das WAI International Program Office, das ist eine der zwei Abteilungen der WAI, die wiederum vier Arbeitsgruppen hat. Die zentrale Aufgabe der Abteilung ist es, die Verbindungen und Schnittstellen (in englisch nennt sich das: &#8220;Liaisons&#8221;) intern zu koordinieren und diese Verbindungen auch extern mit anderen Organisationen abzustimmen. Darunter f&#228;llt beispielsweise auch die Koordination des neuen Projektes <acronym title="Web Accessibility Initiative: Ageing Education and Harmonization Project" lang="de" xml:lang="de">WAI-AGE</acronym>, das sich momentan im Aufbau befindet. Weiters k&#252;mmere ich mich um die Durchf&#252;hrung von &#220;bersetzungen der WAI Ressourcen in verschiedene Sprachen und bin Vorsitzender der <a href="http://www.w3.org/WAI/ER/">Evaluation and Repair Tools Working Group (ERT WG)</a>. Diese technische Arbeitsgruppe entwickelt derzeit ein Format, um den Austausch von Test Resultaten zwischen Evaluierungs- und Autorenwerkzeugen zu erm&#246;glichen (<a href="http://www.w3.org/WAI/intro/earl.php">EARL</a>). Zus&#228;tzlich entwickelt die Arbeitsgruppe auch <a href="http://www.w3.org/WAI/ER/tests/">Testdaten f&#252;r WCAG 2.0</a>.</p>
<h2>2. Derzeit wird ja noch intensiv an den neuen Richtlinien f&#252;r Web Accessibility, den WCAG 2.0, get&#252;ftelt und gefeilt. Ohne jetzt auf technische Details einzugehen – was erwartest du dir von den &#196;nderungen und wie w&#252;rdest du die neuen Richtlinien technisch weniger versierten Menschen erkl&#228;ren?</h2>
<p>Die neuen <a href="http://www.w3.org/WAI/intro/wcag20.php">WCAG 2.0 Richtlinien</a> sollen eine ganze Reihe von Problemen in der ersten Version beheben. Vor allem sollen die neuen Richtlinien klarer und eindeutiger sein. Die WCAG 2.0 Richtlinien sollen auch testbarer sein, so dass es messbare Kriterien gibt, um feststellen zu k&#246;nnen, ob sie eingehalten wurden oder nicht. Um kurz ein Beispiel zu geben: Der WCAG 1.0 Checkpunkt 2.2. besagt, dass es zwischen Vorder- und Hintergrundfarben einen &#8220;ausreichenden Kontrast&#8221; geben soll, jedoch wird nicht festgelegt, wie viel Kontrast tats&#228;chlich ausreichend ist, um diese Anforderung zu erf&#252;llen. Im WCAG 2.0 wird f&#252;r Farbkontraste eine konkrete Berechnung festgelegt, um ein klares Kriterium zu schaffen.</p>
<p>Neben der Optimierung der Richtlinien bez&#252;glich ihrer Eindeutigkeit und Testbarkeit erf&#252;llt das WCAG 2.0 die technologischen Anforderungen vom Web heutzutage. Zum Beispiel wird nicht mehr ausschlie&#223;lich von <acronym title="Hypertext Markup Language">HTML</acronym> und <acronym title="Cascading Style Sheets">CSS</acronym> gesprochen, sondern auch andere Formate wie <acronym title="Scalable Vector Graphics">SVG</acronym>, <acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym> oder Flash sollen durch die neuen Richtlinien angesprochen werden. Die Richtlinien wurden also so formuliert, dass sie allgemein die Bedienbarkeit und Interaktion mit Webinhalten beschreiben. Detailliertere &#8220;Techniken&#8221; beschreiben die Umsetzung der Richtlinien in konkrete Web Formate und Technologien.</p>
<p>Eine weitere wichtige Verbesserung der Richtlinien ist die Behandlung von Skripten. WCAG 1.0 hat eine eher negative Haltung gegen&#252;ber Skripten, weil es 1999, als die Richtlinien erschienen waren, wenig oder schlechte Unterst&#252;tzung von Browsern und vor allem von assistierenden Technologien gegeben hat. Heute ist die Lage anders, Skripten k&#246;nnen zumindest teilweise von assistierenden Technologien verarbeitet werden. In WCAG 2.0 werden Skripten durch eine Reihe von Richtlinien behandelt. Dabei wird parallel an <a href="http://www.w3.org/WAI/intro/aria.php">WAI-<acronym title="Accessible Rich Internet Applications">ARIA</acronym></a> gearbeitet, um eine einheitliche Technik f&#252;r die Gestaltung von barrierefreien Skripten zu erm&#246;glichen. Wir k&#246;nnen uns also auf eine neue Generation von Richtlinien freuen.</p>
<h2>3. Bei einschl&#228;gigen Veranstaltungen oder Diskussionen ist immer wieder eine Verunsicherung zu sp&#252;ren und Kritik zu vernehmen. Es geht dabei um Fragen wie: Welche Standards und Levels sind einzuhalten, was bringen die Web Content Accessibility Guidelines 2.0, woran sollen wir uns denn nun orientieren? Mit welchen Argumenten w&#252;rdest du diesen Vorbehalten den Wind aus den Segeln nehmen?</h2>
<p>Es ist nicht zu leugnen, dass es derzeit ein gro&#223;es Loch gibt und dass die neue Version der WCAG Richtlinien dringend ben&#246;tigt wird. Jedoch bleibt das WCAG 1.0 weiterhin ein wichtiger und bedeutender Standard und sollte so lange als Ausgangspunkt verwendet werden, bis WCAG 2.0 verabschiedet wird. Aber obwohl WCAG 2.0 noch nicht verl&#228;sslich als Standard verwendet werden kann, hei&#223;t das nicht, dass man es nicht bereits jetzt teilweise vorausschauend in der Entwicklung einbinden kann. Zum Beispiel bietet WCAG 2.0 bereits jetzt viele Definitionen und Erkl&#228;rungen, die f&#252;r die Umsetzung von WCAG 1.0 sehr n&#252;tzlich sein k&#246;nnen. Vor allem bleibt man somit bestens ger&#252;stet f&#252;r die neue Version der Richtlinien. </p>
<p>Ein h&#228;ufiger Fehler bei der Entwicklung ist, dass man sich zu sehr an der WCAG 1.0 Checkliste klammert, ohne ausreichend die Hintergr&#252;nde zu verstehen. Barrierefreiheit ist qualitativ und kann daher nicht einfach durch eine Checkliste abgekl&#228;rt werden, sondern die Checkliste sollte den EntwicklerInnen eine Merkhilfe sein. Wer die Prinzipien und Konzepte der Barrierefreiheit versteht und umsetzt, wird eher den Anforderungen der End-BenutzerInnen (um die es ja schlussendlich geht) entsprechen. Wer sich hingegen stur an Checklisten orientiert, wird vermutlich mehr &#196;nderungen vornehmen m&#252;ssen, wenn eine neue Version der Richtlinien erscheint. </p>
<h2>4. Wie du schon erw&#228;hnt hast, bist du aktuell auch am Aufbau des neuen W3C Projektes &#8220;WAI-AGE &#8211; Barrierefreies Internet f&#252;r SeniorInnen&#8221; beteiligt. Worum geht es dabei?</h2>
<p>Das <a href="http://www.w3.org/WAI/WAI-AGE/">Web Accessibility Initiative: Ageing Education and Harmonization (WAI-AGE) Projekt</a> wird von der Europ&#228;ischen Kommission finanziert und soll der Aufkl&#228;rung und dem besseren Verst&#228;ndnis f&#252;r die Bed&#252;rfnisse von SeniorInnen mit funktionalen Einschr&#228;nkungen am Web dienen. Solche Einschr&#228;nkungen k&#246;nnen oft mit Behinderungen verglichen werden, nur sind diese zumeist progressiv und bleiben manchmal sogar unerkannt (im Vergleich dazu sind viele Behinderungen hingegen nicht progressiv). Dazu kommen oft noch andere Faktoren, etwa dass mehrere Einschr&#228;nkungen zugleich eintreten, dass es schwierig ist, diese Einschr&#228;nkungen anzuerkennen oder dass es an Bereitschaft und Geduld mangelt, sich mit Problemen und L&#246;sungen zu befassen.</p>
<p>Das Ziel dieses Projektes ist es daher, die Erkenntnisse besser in den WAI Ressourcen zu behandeln und zu kommunizieren. Es ist noch unklar, welche Ressourcen genau davon betroffen sein werden, da wir momentan noch am Anfang stehen. Zun&#228;chst haben wir mit einer internen Recherche begonnen, um relevante Arbeiten und Forschungen zu diesem Thema zu sammeln. Die Arbeit dieses Projekts wird in Koordination mit der Education and Outreach Working Group (EOWG) durchgef&#252;hrt, wo derzeit eine entsprechende Task Force &#8211; das ist eine Untergruppe mit engem Fokus &#8211; gegr&#252;ndet wird. Wie &#252;blich werden wir alle Mitschriften, Resultate und Dokumente online stellen und freuen uns auf Kommentare und aktive Zusammenarbeit.</p>
<h2>5. Du bist Spezialist f&#252;r Web Accessibility geworden. Warum engagierst du dich beruflich f&#252;r barrierefreies Internet? Was ist dein pers&#246;nlicher Zugang zu diesem Bereich?</h2>
<p>Web-Barrierefreiheit ist f&#252;r mich eine Leidenschaft. Es verbindet meine akademische Ausbildung, meine beruflichen Karriere und meine pers&#246;nliche Ideologie. W&#228;hrend meines Informatikstudiums an der TU-Wien hatte ich mich, mehr oder weniger unabsichtlich, als Betroffener vermehrt im Behindertenreferat der Hochsch&#252;lerschaft engagiert. Dort habe ich nicht nur meine ersten Experimente mit barrierefreien Webseiten gemacht, sondern vor allem auch sehr viel gelernt, was das Eintreten f&#252;r Menschen mit Behinderungen betrifft. Da gibt es eine Vielzahl an Unachtsamkeiten, Missverst&#228;ndnissen und leider manchmal auch Ausreden, die sich seitdem nicht ge&#228;ndert haben. Nur handelt es sich jetzt in meinen Beruf mehr um informationstechnologische Hindernisse.</p>
<p>Nach dem Studium habe ich als Webentwickler gearbeitet, zu Beginn jedoch nicht im Bereich Barrierefreiheit. Mit der Zeit habe ich verst&#228;rkt versucht, mein technisches K&#246;nnen und mein Wissen &#252;ber Barrierefreiheit einzubringen. Tagt&#228;glich erlebe ich als Rollstuhlfahrer unter anderem bauliche Hindernisse, die man nicht so einfach beseitigen kann. Aber im Web ist das ganz anders: Zum ersten Mal haben Menschen mit Behinderungen nahezu uneingeschr&#228;nkte M&#246;glichkeiten, an Informationen zu gelangen oder an der Gesellschaft teilzunehmen – w&#228;ren da nicht diese unn&#246;tige Barrieren. Als Techniker kann ich gar nicht anders als zu versuchen, solche Probleme aus der Welt zu schaffen.</p>
<h2>Dankesch&#246;n, Shadi, f&#252;r diesen ausf&#252;hrlichen Webtalk.</h2>
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		<title>Webtalk: Christian Henner-Fehr &#252;ber Kultur 2.0</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/07/20/webtalk-christian-henner-fehr-ueber-kultur-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 13:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir setzen unsere lose Reihe der Webtalks fort und haben diesmal den Kulturmanager Christian Henner-Fehr zum Interview per Email gebeten. Er betreibt ein lesenswertes Weblog, in dem er &#252;ber aktuelle Trends im Kultur- und Projektmanagement berichtet.
Unser Webtalk bewegt sich thematisch in ein Gebiet, das wir mit dem Schlagwort &#8220;Kultur 2.0&#8243; umrei&#223;en m&#246;chten. Die Fragen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir setzen unsere lose Reihe der <span lang="en" xml:lang="en">Webtalks</span> fort und haben diesmal den Kulturmanager Christian Henner-Fehr zum Interview per Email gebeten. Er betreibt ein lesenswertes <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/ ">Weblog</a>, in dem er &#252;ber aktuelle Trends im Kultur- und Projekt<span lang="en" xml:lang="en">management</span> berichtet.</p>
<p>Unser Webtalk bewegt sich thematisch in ein Gebiet, das wir mit dem Schlagwort &#8220;Kultur 2.0&#8243; umrei&#223;en m&#246;chten. Die Fragen und Antworten drehen sich dabei um das Spannungsfeld von Kultur, Kommunikation, Partizipation und Web, mit dem sich Christian Henner-Fehr eingehend und professionell befasst. </p>
<h2>1. Welche Fragen wirft das Stichwort &#8220;Kultur 2.0&#8243; f&#252;r dich auf?</h2>
<p>Zu diesem Stichwort fallen mir einige Fragen ein. Aber nachdem der Webtalk ja doch eher so gedacht ist, dass ich hier Antworten liefere, verkneife ich mir meine Fragen und st&#252;rze mich auf den Begriff Kultur 2.0.</p>
<p>Dieses 2.0, das man da an die unterschiedlichsten Begriffe h&#228;ngt, also Web 2.0, PR 2.0 oder eben auch Kultur 2.0, ist ja eigentlich vor allem eine Provokation, denn die Aussagekraft ist eher begrenzt. Wenn man sich das, was da alles als 2.0 verkauft wird, anschaut, dann geht es vor allem, wie Du auch eingangs erw&#228;hnt hast, um Kommunikation und Partizipation.</p>
<p>Diese beiden Begriffe sind f&#252;r den Kunst- und Kulturbereich auf sehr unterschiedlichen Ebenen interessant. Zuerst einmal auf der k&#252;nstlerischen Ebene. Kultur 2.0 kann die Aufforderung sein, Kunst nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv daran teilzuhaben und selbst Kunst zu produzieren. Robert Scharfenberg hat dazu auf <a href="http://www.mindestenshaltbar.net/0218/stories/1464/">mindestens haltbar</a> einen sehr sch&#246;nen Text geschrieben. Es k&#246;nnte aber auch auf der programmatischen Ebene bedeuten, dass wir alle es in der Hand haben, Kunst und Kultur zu definieren. Insofern lassen sich dann K&#252;nstler wie Marcel Duchamp oder Joseph Beuys vielleicht als Vorreiter von Kultur 2.0 bezeichnen.</p>
<p>Der Begriff l&#228;sst sich aber auch noch anderweitig verwenden, zum Beispiel in der Kommunikation der Kultureinrichtung mit ihrem Publikum, in der Zusammenarbeit mit anderen Kulturbetrieben und schlussendlich innerhalb der eigenen Organisation. In jedem Fall besagt 2.0, das sich etwas im Verhalten, in der Kommunikation ver&#228;ndert. Wenn wir jetzt aber den Begriff Publikum durch Kunden ersetzen, dann sehen wir, dass Kultureinrichtungen in den drei Punkten vor &#228;hnlichen Herausforderungen stehen wie jedes normale Unternehmen auch. Was nicht &#252;berraschend ist, denn eine Kultureinrichtung ist ja in gewisser Weise auch ein Unternehmen. Das hei&#223;t, wir m&#252;ssen uns eigentlich &#252;ber das 2.0 unterhalten.</p>
<h2>2. Welche Herausforderungen und Chancen er&#246;ffnen sich f&#252;r den Kulturbetrieb im Zeitalter des Web 2.0? </h2>
<p>Das Internet bietet, und da bin ich bei den Chancen, zum Beispiel kleineren Kultureinrichtungen die M&#246;glichkeit, durch geschicktes Agieren eine viel gr&#246;&#223;ere Zahl an Menschen zu erreichen als das fr&#252;her m&#246;glich war. Schaffe ich es, mit diesen Menschen in einen Dialog zu treten – und da gibt es unter dem Stichwort Web 2.0 einige hilfreiche Tools wie z.B. Weblogs, Foto- oder Videoplattformen – dann wird es mir unter Umst&#228;nden gelingen, meine Kultureinrichtung bekannter zu machen und die Zahl der BesucherInnen zu steigern.</p>
<p>Die Herausforderung besteht darin, mich auf etwas einzulassen, was ich letzten Endes nicht steuern kann. Wenn ich das Gespr&#228;ch, den Dialog suche, dann habe ich keinerlei Garantien, dass mein Gegen&#252;ber auch das denkt und sagt, was ich gerne h&#228;tte. Das hei&#223;t, der Schuss kann auch nach hinten losgehen.</p>
<p>Das Web 2.0 bietet aber auch die M&#246;glichkeit, das in einer Kultureinrichtung vorhandene Wissen zum Beispiel in einem Wiki zu sammeln und allen MitarbeiterInnen zug&#228;nglich zu machen. Social Bookmarking erlaubt es mir, meine „Favoriten“ im Internet mit anderen zu teilen. Bis jetzt haben wir immer alleine vor uns hingesammelt. Jetzt k&#246;nnen wir unsere Fundstellen mit anderen teilen und voneinander profitieren. Auf diese Weise lassen sich etwa Hintergrundinformationen zu einem Kunstprojekt ohne gro&#223;en Aufwand an Interessierte weitergeben. Es gibt also sehr viele M&#246;glichkeiten f&#252;r Kunst- und Kultureinrichtungen, Web 2.0-Anwendungen zu verwenden.</p>
<h2>3. Wie werden diese M&#246;glichkeiten der neuen Webkultur von den Kultureinrichtungen wahrgenommen und genutzt?</h2>
<p>Noch viel zu wenig. Aber es ist nat&#252;rlich nicht damit getan, ein paar Videos auf YouTube zu stellen und darauf zu warten, dass das Theater oder der Konzertsaal von einer riesigen Zahl von <span lang="en" xml:lang="en">YouTube-UserInnen</span> gest&#252;rmt wird.</p>
<p>Web 2.0 hei&#223;t f&#252;r mich nicht nur, mich &#252;ber ein paar neue Anwendungen zu freuen und sie auszuprobieren. Web 2.0 verlangt, wenn es erfolgreich sein soll, nach einer entsprechenden Unternehmenskultur. Ich muss im konkreten Fall bereit sein, Kontrolle abzugeben, egal, ob das den Umgang mit meinem Publikum, den Medien oder den eigenen MitarbeiterInnen betrifft.</p>
<p>Die Ver&#228;nderungen, die wir uns vom Web 2.0 erwarten, k&#246;nnen nur dann erfolgreich sein, wenn wir gleichzeitig die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Die Einf&#252;hrung einer neuen Software macht aus meinem Unternehmen kein neues Unternehmen. Das ist ein Wechselspiel und die Technologie liefert vielleicht den Input f&#252;r Ver&#228;nderungen im Unternehmen.</p>
<p>In Amerika nutzt man die M&#246;glichkeiten von Web 2.0 bereits sehr viel intensiver, z.B. gibt es dort eine recht gro&#223;e Zahl an Blogs, die von den Kultureinrichtungen betrieben wird. &#220;ber diese Blogs erreicht man nicht nur potenzielle BesucherInnen, sondern Kultureinrichtungen k&#246;nnen auch &#252;ber mehrere Blogs hinweg untereinander diskutieren und so ein Netzwerk aufbauen, in dem es um ihre Themen geht.</p>
<h2>4. Welche guten Beispiele, innovativen Ans&#228;tze und interessanten Projekte an der Schnittstelle von Kultur und Web kannst du nennen?</h2>
<p>Da ist zum Beispiel das <a href="http://www.nationaltheatre.org.uk/">Royal National Theatre</a>, das auf YouTube einen eigenen <a href="http://www.youtube.com/profile?user=NationalTheatre">Channel</a> eingerichtet hat, auf dem in Kurzvideos die n&#228;chsten Inszenierungen angek&#252;ndigt werden.</p>
<p>Sehr aktiv ist aber auch die <span lang="en" xml:lang="en"><a href="http://www.tate.org.uk/">Tate</a></span> in dieser Hinsicht. Auf der Website finden sich Podcasts und seit kurzem mit <span lang="en" xml:lang="en"><a href="http://www.tate.org.uk/tateshots/issue9111/default.htm">Tate Shots</a></span> auch eine monatlich aktualisierte Sammlung von kurzen Videos. Diese zwei Beispiele zeigen schon, dass wir hier im deutschsprachigen Raum noch etwas hinten nach sind. Aber ich bin mir sicher, dass sich das &#228;ndern wird.</p>
<p>Ein ganz interessantes Projekt ist <a href="http://www.steve.museum/index.php?option=com_content&#038;task=category&#038;sectionid=20&#038;id=38&#038;Itemid=66">Steve</a>, ein Forschungsprojekt aus dem Museumsbereich, das sich mit dem Thema Social Tagging befasst. Ziel ist es, mehr Menschen dazu zu bewegen, in Museen zu gehen. Die Idee: Nicht die ExpertInnen erkl&#228;ren die Kunstwerke, sondern Menschen wie Du und ich taggen zum Beispiel Bilder von van Gogh. Vielleicht f&#252;hlen sich auf diese Weise Menschen nicht mehr so &#252;berfordert, wenn sie einen Ausstellungsbesuch in Betracht ziehen.</p>
<p>Einen innovativen Ansatz habe ich in Darmstadt entdeckt. Das dortige Staatstheater integriert sogenannte <span lang="en" xml:lang="en">Quick Response (QR) Codes</span> in seine Plakate. Dabei handelt es sich um briefmarkengro&#223;e Punktraster, die verschl&#252;sselte Informationen enthalten. &#220;ber die <span lang="en" xml:lang="en">QR Codes</span> bekomme ich, wie im Fall des Staatstheaters Darmstadt, kostenlose Videoclips auf mein Handy gespielt, die mich zum Beispiel &#252;ber die aktuelle Inszenierung informieren.</p>
<p>Es tut sich also sehr viel und wir k&#246;nnen gespannt sein, wie die Kunst- und Kultureinrichtungen die technischen Neuerungen einsetzen. Wichtig ist es in meinen Augen, dass die Ziele klar sind. Und dann hei&#223;t es einfach ausprobieren, ob das, was man sich &#252;berlegt hat, auch wirklich funktioniert.</p>
<h2>5. Welchen Stellenwert hat deiner Meinung nach das Thema Barrierefreiheit im Zusammenhang mit &#8220;Kultur 2.0&#8243;?</h2>
<p>Ich glaube, Barrierefreiheit hat nichts mit 2.0 zu tun, sondern ist eine Haltung, die es in unserer Gesellschaft zu entwickeln gilt. Es gibt in den angels&#228;chsischen L&#228;ndern viel zu kritisieren, aber beim Thema Barrierefreiheit sind sie uns einfach voraus.</p>
<p>Dort bedeutet Barrierefreiheit: Es gibt Menschen, die Einschr&#228;nkungen unterliegen und die Aufgabe der Gesellschaft – und damit von uns allen – ist es, daf&#252;r zu sorgen, dass diese Menschen die gleichen Chancen und M&#246;glichkeiten bekommen wie wir alle.</p>
<p>Bei uns denkt man bei diesem Thema eher an &#8220;Behinderte&#8221;. Statt Menschen mit Behinderungen einen barrierefreien Museums- oder Theaterbesuch zu erm&#246;glichen, ziehen wir es vor, diesen Menschen verbilligte Eintrittskarten anzubieten. Das ist dann eher so eine  Art Schadensersatz.</p>
<p>Ja, und was Kultureinrichtungen konkret machen k&#246;nnen, das, denke ich, wisst Ihr bei MAIN wesentlich besser als ich. Bis jetzt sind es vor allem barrierefreie Webseiten und die Behindertenparkpl&#228;tze vor der T&#252;r. Das ist alles sehr wichtig, aber wie gesagt, Barrierefreiheit endet dort nicht. Und wenn man bedenkt, dass es in Europa vierzig Millionen Menschen mit den verschiedensten Behinderungen gibt und mehr als zwanzig Prozent der Bev&#246;lkerung &#228;lter als sechzig Jahre alt sind, dann sollte klar sein, dass es sich Kunst- und Kultureinrichtungen gar nicht leisten k&#246;nnen, auf diese gro&#223;e Zahl potenzieller BesucherInnen zu verzichten.</p>
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		<title>Webtalk: Robert Lender &#252;ber Accessibility</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 10:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[w2atTalk]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[webtalk]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Lender, Betreiber von Nur ein Blog, hat vor einiger Zeit mit mir einen Webtalk zum Thema barrierefreies Internet gef&#252;hrt. Das Interview, das wir per Email gemacht haben, ist in seinem Weblog hier nachzulesen. 
Ich habe dem engagierten Wiener Blogger im Gegenzug ebenfalls f&#252;nf Fragen zur Barrierfreiheit im Web gestellt. Robert Lender ist seit 1996 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert Lender, Betreiber von <a href="http://www.robertlender.info/blog/">Nur ein Blog</a>, hat vor einiger Zeit mit mir einen Webtalk zum Thema barrierefreies Internet gef&#252;hrt. Das Interview, das wir per Email gemacht haben, ist in seinem Weblog <a href="http://www.robertlender.info/blog/archives/1743-w2atTalk-Beate-Firlinger-von-MAIN_Medienarbeit-Integrativ.html">hier</a> nachzulesen. </p>
<p>Ich habe dem engagierten Wiener Blogger im Gegenzug ebenfalls f&#252;nf Fragen zur Barrierfreiheit im Web gestellt. Robert Lender ist seit 1996 interaktiv im Netz unterwegs und betrieb bisher klassische Websites, Wikis, Weblogs und Boards. Seit zwei Jahren ist &#8220;Nur ein Blog&#8221; sein Hauptprojekt, ein Multi-Themen-Blog von Heinz Conrads bis zum Mobilen Internet mit einer breit gef&#228;cherten LeserInnenschaft. Das Weblog versteht sich au&#223;erdem als experimentelle Plattform f&#252;r neue Plugins der Blogsoftware <a href="http://www.s9y.org"><span lang="en" xml:lang="en">Serendipity/S9y</span></a>, f&#252;r die Robert Lender die Aufgabe als Promoter &#252;bernommen hat. </p>
<p>Aktuell widmet sich Robert Lender gerne auch seinem neuen Projekt <a href="http://webplausch.info">WebPlausch</a>. Ich habe &#252;ber diese Spielart der pers&#246;nlichen Zusammenkunft im Beitrag <a href="http://www.mainweb.at/blog/2007/04/07/netzgespraeche/">Netzgespr&#228;che</a> hier im MAIN_blog bereits berichtet. Der Webexperte, von Brotberuf Beamter, m&#246;chte damit Menschen den Zugang zum Wissen &#252;ber das Internet erleichtern &#8211; ein Accessibility Angebot der anderen Art, wie er sagt. Womit wir wieder beim Thema w&#228;ren &#8211; dem Webtalk mit Robert Lender &#252;ber seine Zug&#228;nge und Einsch&#228;tzungen zur Web Accessibility:</p>
<h2>1. Wann und wie haben Sie Bekanntschaft mit dem Thema &#8220;barrierefreies Internet&#8221; gemacht?</h2>
<p>Vor rund acht Jahren hat jemand bei meiner ersten Website (ein f&#252;rchterliches HMTL mittels eines &#8220;Web-Editors&#8221;) darauf hingewiesen, dass meine Farbgebung ihm beim Lesen Schwierigkeiten macht. Mehr besch&#228;ftige ich mich mit dem Thema aber erst seit rund zwei Jahren – seit der Einrichtung meines Weblogs – wobei ich &#252;ber die Diskussion bez&#252;glich Captchas*) in das Thema &#8220;eingestiegen&#8221; bin. </p>
<h2>2. Welche Fragen wirft das Thema aktuell f&#252;r Sie auf?</h2>
<p>Wie kann man insbesondere Open-Source-ProgrammiererInnen, -DesignerInnen, -EntwicklerInnen, die ihre Freizeit in die Weiterentwicklung von <span lang="en" xml:lang="en">Blogsoftware</span>, von Templates etc. stecken, das Thema n&#228;herbringen ohne sie vor noch mehr Arbeit (und wenn es allein das Einlesen in die Thematik ist) abzuschrecken? </p>
<p>Problematisch ist, dass man als User oft nicht mehr wei&#223;, wie Accessibility umzusetzen ist. So habe ich mich endlich entschlossen, das lang-Attribut**) einzusetzen um endlich die WAI-konforme Sprachauszeichnung umzusetzen. Nun h&#246;rte ich von dritter Seite, dass dies in der Praxis gar nicht so gew&#252;nscht sei, da viele Screenreader zuviel Zeit zum W&#246;rterbuchwechsel br&#228;uchten. Erst eine Nachfrage bei MAIN hat dies wieder relativiert. Aber genau solche Dinge verunsichern – hier bed&#252;rfte es kompetenter AnsprechpartnerInnen und Hilfestellungen f&#252;r den/die &#8220;einfache&#8221; BlognutzerIn oder eine Art &#8220;Blogger-Accessbility-Hotline&#8221;. </p>
<p>Die dritte Frage ist, wie man das Thema noch publiker machen k&#246;nnte. Denn nur wenn Barrierefreiheit ein Diskussionsthema ist, werden sich auch mehr Menschen damit auseinandersetzen. Wie w&#228;re es z.B. mit einem &#8220;Blog-Karneval&#8221; zum Thema?</p>
<h2>3. Wie gehen Sie mit Barrierefreiheit bei Ihrem eigenen Webauftritt um?</h2>
<p>Noch viel zu wenig. Erster Schritt war es, die Captchas abzustellen und lieber anderweitige Anti-Spam-Plugins einzusetzen, die schlussendlich eigentlich effektiver sind. Nachdem ich die <span lang="en" xml:lang="en">Blogsoftware</span> <span lang="en" xml:lang="en">Serendipity</span> einsetze, habe ich nat&#252;rlich einen Startvorteil, da Blogs von Haus aus meistens relativ barrierefrei sind. </p>
<p>Problematisch ist, dass man als privater Blogger mit kleinem Budget nicht einfach einen Auftrag an eine Firma geben kann, sondern mit den M&#246;glichkeiten leben muss, die die ProgrammiererInnen der Blogsoftware anbieten. Mein n&#228;chster Schritt wird ein Template sein, dass barrierefreier ist. Weiters werde ich auf einen anderen Editor umstellen, der mich besser bei Auszeichnungen unterst&#252;tzt.</p>
<h2>4. Welche Unterst&#252;tzung und Beratungsangebote w&#252;rden Sie sich bei der Umsetzung von Web Accessibility w&#252;nschen?</h2>
<p>Blog Software ist oft Open Source und wird von engagierten ProgrammiererInnen in deren Freizeit erstellt. Diese sind froh, wenn sie ihre technischen Kniffe beherrschen. Die Diskussion &#252;ber Accessibility und Usability bei Blog(software) ist erst am Beginn.  F&#252;r viele klingt das nach Mehrarbeit. Hier bed&#252;rfte es guter Einf&#252;hrungen (Workshops, BarCamps, WebPlausch,..). Denn es gibt durchaus Interesse am Thema. So konnte ich bei meinem Template f&#252;r mein Blog durchaus mit dem Entwickler einige Accessibility Fragen abkl&#228;ren. Zumindest f&#252;r <span lang="en" xml:lang="en">Serendipity</span> &#8211; da kenne ich mich besser aus &#8211; gibt es derzeit einige interessante Templateentwicklungen, die Accessibility in den Mittelpunkt ihrer Entwicklung stellen (und die ich auch in meinem Blog dokumentiere).</p>
<p>Interessant w&#228;re eine Anleitung f&#252;r BlogbenutzerInnen, wie sie selbst Barrierefreiheit umsetzen k&#246;nnten. Also nicht die gro&#223;e Anleitung f&#252;r WebdesignerInnen und Menschen, die HTML, XML verstehen, sondern einfache Hilfestellungen f&#252;r Menschen, die froh sind, ein Blog &#252;berhaupt aufsetzen bzw. einrichten zu k&#246;nnen. </p>
<h2>5. Warum ist es Ihrer Meinung nach notwendig, dass Webauftritte und Blogs barrierefrei zug&#228;nglich sind bzw. werden?</h2>
<p>Dies sollte eigentlich keine Frage mehr sein. Aber wie ich selbst in vielen Diskussionen erlebt habe, fehlt es bei vielen noch immer am Grundverst&#228;ndnis und der Einsicht, was Barrierefreiheit bedeutet. F&#252;r den/die &#8220;einfacheN&#8221; BloggerIn besteht (leider) vordergr&#252;ndig keine Notwendigkeit, ein barrierefreies Blog anzubieten, sofern man nicht direkt oder indirekt pers&#246;nlich von der Thematik betroffen ist.</p>
<p>Ein gutes Argument mag f&#252;r manche sein, dass in Zeiten des Web 2.0 bzw. kommenden Web x nicht nur die allgemein bekannten Browser bei Blogs zum Einsatz kommen werden bzw. jetzt schon sind. Feedreader, Mobile Browser, etc. ben&#246;tigen Websites, die sich an Standards halten. Will man in Zukunft nicht LeserInnenschaft verlieren, sollte man schon jetzt darauf setzen. </p>
<p>Au&#223;erdem &#8211; siehe meine Antwort zu Frage Eins – wird verkannt, wie viele Menschen Zugangsprobleme haben. Hier vergibt man sich ein gro&#223;es Publikum.<br />
BloggerInnen sehen sich &#246;fters als die Avantgarde des Web, treten f&#252;r Meinungsfreiheit und freien Informationsaustausch ein. Manche m&#252;ssten dann noch erkennen, dass die Accessibility des eigenen Blogs der erste Schritt zur Umsetzung einer solchen Forderung ist. </p>
<h3>*Anmerkungen (Beate Firlinger):</h3>
<p>*) Captcha dient dazu, Spams zu bek&#228;mpfen, die sich automatisiert in G&#228;steb&#252;chern, Foren, Kommentaren, Kontaktformularen, etc. eintragen. CAPTCHA ist ein Acronym und steht f&#252;r &#8220;Completely Automated Public Turing-Test to Tell Computers and Humans Apart&#8221;. &#220;bersetzt hei&#223;t das soviel wie: &#8220;Vollautomatischer &#246;ffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden“. Zurzeit werden im Netz bei Anmeldeformularen und Logins vor allem bildbasierte Captchas verwendet, um automatische Anmeldeskripts zu verhindern. Dazu wird meist ein Bild mit einem verzerrten Text erzeugt, den die NutzerInnen erkennen und in ein daf&#252;r vorgesehenes Feld eingeben m&#252;ssen, um Zugang zu interaktiven Online-Bereichen zu erhalten. Diese und andere L&#246;sungen zur Verhinderung automatischer Anmeldungen sind allerdings in der Regel nicht oder kaum barrierefrei zu gestalten. N&#228;here Erkl&#228;rungen &#8211; Siehe Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Captcha">Captcha</a></p>
<p>**) Das lang-Attribut bestimmt die Sprache eines Dokumentes und sollte gesetzt sein, damit Anwendungen, die Webseiten vorlesen (so genannte Screenreader), die Sprache des Dokumentes erkennen k&#246;nnen.</p>
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		<title>Netzgespr&#228;che</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2007 11:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[w2atTalk]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Webmontag]]></category>
		<category><![CDATA[WebPlausch]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob Barcamp, Webmontag oder First Tuesday – Wer sich f&#252;r das Web (2.0) und die neuen Technologien begeistert, hat mittlerweile vielf&#228;ltige M&#246;glichkeiten, sich mit anderen Fachleuten oder Interessierten pers&#246;nlich auszutauschen. Und es entstehen immer neue Ideen zur Vernetzung, die den Wissenstransfer und die Begegnung von Menschen im realen wie im virtuellen Leben erleichtern wollen. 
So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob <span lang="en" xml:lang="en">Barcamp</span>, Webmontag oder <span lang="en" xml:lang="en" title="erster Dienstag (im Monat)">First Tuesday</span> – Wer sich f&#252;r das <span lang="en" xml:lang="en">Web</span> (2.0) und die neuen Technologien begeistert, hat mittlerweile vielf&#228;ltige M&#246;glichkeiten, sich mit anderen Fachleuten oder Interessierten pers&#246;nlich auszutauschen. Und es entstehen immer neue Ideen zur Vernetzung, die den Wissenstransfer und die Begegnung von Menschen im realen wie im virtuellen Leben erleichtern wollen. </p>
<p>So verschieden die Spielarten dieser <span lang="en" xml:lang="en">Web-Meetings</span> mittlerweile sind, haben sie vor allem eines gemeinsam: ein offenes Veranstaltungskonzept, das alle nutzen k&#246;nnen, die sich in einer ungezwungenen Atmosph&#228;re treffen, ihr Wissen und <span lang="en" xml:lang="en">Know-how</span> mit anderen teilen und voneinander lernen m&#246;chten. </p>
<h3>Webplausch real</h3>
<p>Robert Lender, Blogger und Betreiber von <a href="http://www.robertlender.info/blog/">Nur ein Blog</a>, hat sich von dieser Philosophie der <span lang="en" xml:lang="en">Barcamps</span> und des Webmontags inspirieren lassen und eine weitere Form der Zusammenkunft ins Leben gerufen, die sich „WebPlausch“ nennt. Dahinter steckt eine einfache Idee zum unkomplizierten Austausch von Expertenwissen in <span lang="en" xml:lang="en" title="reales Leben">Real Life</span>, die sich ohne gro&#223;en Aufwand umsetzen l&#228;sst: Geplauscht wird in gem&#252;tlicher Umgebung, in einem Lokal oder an einem anderen &#246;ffentlichen Ort. Dazu braucht es nur einen Termin und eine Person, die anwesend ist und f&#252;r Informationen rund um das Thema Web zur Verf&#252;gung steht. Wer will, schaut vorbei, stellt Fragen, diskutiert und geht wieder. </p>
<p>Der erste WebPlausch von und mit Robert Lender ist am 16. April 2007 in Wien. Alle Infos dazu gibt es auf <a href="http://www.robertlender.info/blog/archives/1721-WebPlausch-Erinnerung,-Vorankuendigung-und-einiges-mehr.html">Nur ein Blog</a> und allgemeine Ausk&#252;nfte zum Projekt unter <a href="http://webplausch.info/">webplausch.info</a>.</p>
<h3><span lang="en" xml:lang="en">Webtalk</span> virtuell</h3>
<p>Ebenso einfach wie das Konzept des WebPlauschs ist die Grundidee, die sich hinter dem etwas sperrigen und kryptisch klingenden K&#252;rzel „w2xyTalk“ verbirgt. Es handelt sich um ein neues Format f&#252;r k&#252;rzere, textliche Interviews, das der deutsche Blogger Oliver Ueberholz f&#252;r sein Blog <a href="http://www.webworkblogger.de/"><span lang="en" xml:lang="en">webworkblogger.de</span></a> kreiert hat. </p>
<p>Angesichts des wachsenden Wusts an un&#252;berschaubaren Informationen im weltweiten Web soll w2xyTalk als Namenskonvention dienen, die ein einheitliches <span lang="en" xml:lang="en">Tagging</span>, also die Vergabe von Stichw&#246;rtern, erlaubt und das Recherchieren von Interviews in <span lang="en" xml:lang="en">Weblogs</span> erleichtert. Wie es genau funktioniert, ist auf <a href="http://www.webworkblogger.de/index.php?/archives/147-Neues-Interview-Format-w2xyTalk.html">webworkblogger.de</a> ausf&#252;hrlich beschrieben. </p>
<p>Verk&#252;rzt erkl&#228;rt, geht es um Interviews &#252;ber ein Webthema mit jeweils f&#252;nf kurzen Fragen und f&#252;nf knackigen Antworten. Diese werden mit dem <span lang="en" xml:lang="en" title="Stichwort">Tag</span> versehen, wobei &#8220;w2&#8243; f&#252;r &#8220;web 2.0&#8243; steht, &#8220;xy&#8221; austauschbar ist und jeweils die Top Level Domain des/der Interviewten bezeichnet, also &#8220;de&#8221; f&#252;r Deutschland, &#8220;at&#8221; f&#252;r &#214;sterreich, usw., und &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Interview, Gespr&#228;ch">Talk</span>&#8221; eben das Gespr&#228;ch meint. Auf diese Weise k&#246;nnte sich ein neues und frei kopierbares Talkformat etablieren, das weltweit einheitlich <span lang="en" xml:lang="en">gepostet</span>, <span lang="en" xml:lang="en">getaggt</span> und gefunden wird. </p>
<h3>Interview barrierefrei</h3>
<p>Eine simple, aber interessante Idee, die der umtriebige Wiener Blogger Robert Lender bereits aufgegriffen und als w2atTalk nach &#214;sterreich importiert hat. Zwei w2atTalks hat er bereits in seinem Blog publiziert. Wobei eines dieser Netzgespr&#228;che – und darauf muss hier nat&#252;rlich verwiesen werden – ein aktuelles Interview zum Thema „Barrierefreiheit und Internet“ ist, das ich als Vertreterin von <span lang="en" xml:lang="en">MAIN</span> per <span lang="en" xml:lang="en">Email</span> gegeben habe und das <a href="http://www.robertlender.info/blog/archives/1743-w2atTalk-Beate-Firlinger-von-MAIN_Medienarbeit-Integrativ.html">hier</a> zu lesen ist.</p>
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