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		<title>Todeslinien</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 23:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Haben Sie gedacht, was ist wohl das wieder f&#252;r ein bl&#246;de Meldung der Anglizismen LiebhaberInnen von MAIN und haben hingeklickt? Sehr gut! 
Bis 6. 2.
Sie werden nicht erschossen, wie im Milit&#228;r Gef&#228;ngnis, wenn Sie die Deadline &#252;berschreiten und die Online-Umfrage der Aktion Mensch zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung nicht ausf&#252;llen bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie gedacht, was ist wohl das wieder f&#252;r ein bl&#246;de Meldung der Anglizismen LiebhaberInnen von MAIN und haben hingeklickt? Sehr gut! </p>
<h3>Bis 6. 2.</h3>
<p>Sie werden nicht erschossen, wie im Milit&#228;r Gef&#228;ngnis, wenn Sie die <span lang="en" xml:lang="en">Deadline</span> &#252;berschreiten und die <a href="http://www.einfach-fuer-alle.de/umfrage/">Online-Umfrage der Aktion Mensch</a> zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung nicht ausf&#252;llen bis Mittwoch. </p>
<p>Aber schade w&#228;rs. Mehr als 500 Leute haben bereits mitgemacht. Der Fragebogen ist ganz gescheit, kann ich sagen und kann dabei auch gleich, bevor die Fastenzeit beginnt, Beichte ablegen, dass ich ihn auch ausgef&#252;llt habe, ohne zur Zielgruppe zu geh&#246;ren, aus purer professioneller Neugier. Ich sch&#228;me mich auch wirklich! Hoffentlich gibt es einen statistischen Messwert, der solche S&#252;nderInnen rauskalkuliert!  </p>
<p>Machen Sie mit, aber bitte nur, wenn Sie wirklich betroffen sind!! Die Ergebnisse werden im Mai im Rahmen eines Fachkongresses vorgestellt und tragen dazu bei, Barrierefreiheit auch im Web 2.0 zu verankern!</p>
<h3>Bis 18. 2.</h3>
<p>Wer im Webgesch&#228;ft ist, kann &#8211; mit Behinderung oder ohne &#8211; gerne noch bis 18. 2. bei einer anderen Umfrage mitmachen: der <a href="http://www.webkrauts.de/2008/01/07/wir-wollen-es-wissen-webworker-umfrage-2008/">Webworker-Umfrage 2008</a> der webkrauts. Da haben schon 2500 Leute ausgef&#252;llt, die vermutlich alle wissen wollen, wie wenig sie im Vergleich zu KollegInnen verdienen. Wom&#246;glich wird auch da geschummelt und hochgestapelt. Man sch&#228;mt sich ja schon vor sich selbst im Prekariat.</p>
<h3>Bis 22. 2.</h3>
<p>Wer WebarbeiterIn auch nicht ist, kann &#8211; hmmm &#8211; z.B. noch bis 22. Februar bei der Aktion Lebendiges Deutsch <a href="http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/wortdmForm.php">Wortvorschl&#228;ge f&#252;r: <span lang="en" xml:lang="en">hotline</span> einreichen</a>.</p>
<p>Das ist eine gar nicht bl&#246;de Organisation, die ohne Deutscht&#252;melei &#8220;f&#252;r jenes unbefangene Vertrauen in die eigene Muttersprache werben (will), wie es Engl&#228;ndern und Franzosen, Polen, Spaniern und Italienern selbstverst&#228;ndlich ist&#8221;. F&#252;r <span lang="en" xml:lang="en">Deadline</span> schlagen sie schlicht Termin vor, nicht Stichtag oder Frist(ablauf).</p>
<h3>Verpasst</h3>
<p>Den Termin f&#252;r Kommentare zu den WCAG 2.0 haben Sie gl&#252;cklich verpasst. Jetzt k&#246;nnen Sie nachlesen, wer aller konstruktiv gemeckert hat: <a href="http://lists.w3.org/Archives/Public/public-comments-wcag20/" lang="en" xml:lang="en">archive for the WCAG 2.0 public comments mailing list</a>.</p>
<h3>Nie zu sp&#228;t</h3>
<p>Daf&#252;r k&#246;nnen Sie immer noch unterschreiben, dass Sie gegen die Ausweitung der polizeilichen &#220;berwachung auf Handys, Internet und ihre UserInnen sind: <a href="https://www.ueberwachungsstaat.at/index.php?id=42218">SOS &#220;berwachung</a>. Damit erwischst du nur die doofen B&#246;sen, Polizei, nicht die, die wirklich gef&#228;hrlich sind! Wer nicht selbst katholisch beichten oder sich exhibitionieren will, muss anonym bleiben d&#252;rfen.</p>
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		<title>an die Floskel gefesselt &#8230;</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/09/16/an-die-floskel-gefesselt/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 10:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Workshops f&#252;r JournalistInnen und &#214;ffentlichkeitsarbeitende
Im Oktober 2007 stehen zwei Termine ins Haus, bei denen es um die mediale Berichterstattung zum Thema Behinderung geht. Es handelt sich um einen Workshop in Wien und einen in Salzburg, die von MAIN bzw. von mir inhaltlich mitgestaltet werden. Beide Veranstaltungen richten sich gezielt an JournalistInnen und Kommunikationsfachleute, die in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Workshops f&#252;r JournalistInnen und &#214;ffentlichkeitsarbeitende</h2>
<p>Im Oktober 2007 stehen zwei Termine ins Haus, bei denen es um die mediale Berichterstattung zum Thema Behinderung geht. Es handelt sich um einen Workshop in Wien und einen in Salzburg, die von MAIN bzw. von mir inhaltlich mitgestaltet werden. Beide Veranstaltungen richten sich gezielt an JournalistInnen und Kommunikationsfachleute, die in Medien und &#214;ffentlichkeit &#252;ber Behinderung sprechen und schreiben. </p>
<h3>Sichtweisen von Behinderung in den Medien</h3>
<p>&#8220;Zwischen Verkl&#228;rung und Vorurteil – Sichtweisen von Behinderung in den Medien&#8221; lautet der Titel des Workshops am 4. Oktober 2007 in Wien. Eine Weiterbildungsveranstaltung f&#252;r JournalistInnen, die MAIN_Medienarbeit Integrativ gemeinsam mit dem <a href="http://www.oejc.or.at/">&#214;sterreichischen Journalisten Club (&#214;JC)</a> und dem &#214;sterreichischen Zivil-Invalidenverband (&#214;ZIV) anl&#228;sslich des <a href="http://www.oeziv.org/index.php?lang=1&#038;f=text&#038;nID=1289&#038;sna=">&#214;ZIV Medienpreises 2007</a> durchf&#252;hrt.</p>
<p>Zum Einstieg gibt es ein Impulsreferat, das ich halten werde. Thema: „Merk-mal“ Behinderung. &#220;ber Einordnungen, Zuschreibungen und Konstruktionen von Behinderung in den Medien und in der Gesellschaft. Im Anschluss daran ist unter dem Motto &#8220;an die Floskel gefesselt &#8230;&#8221; eine Gespr&#228;chsrunde geplant, bei der Sprachbilder, Wahrnehmungsmuster und der Umgang der Medien mit behinderten Menschen zur Diskussion stehen. Dazu werden folgende G&#228;ste ihre Sichtweisen einbringen: Fred Turnheim (&#214;JC Pr&#228;sident), Claus Reitan (Chefredakteur &#214;sterreich), Mag.a Dorothea Brozek (Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin Wiener Assistenzgenossenschaft), G&#252;nter Roiss (&#214;sterreichischer Geh&#246;rlosenbund), Mag. Michael Krispl (Verein Blickkontakt).</p>
<p>Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und findet bei <a href="/kontakt/">MAIN</a> in der Marchettigasse 7/1, 1060 Wien statt. Wir ersuchen um verbindliche Anmeldung bis 2. Oktober 2007 unter: <a href="mailto:office@oejc.at">office@oejc.at</a></p>
<h3>behindert, besonders, bed&#252;rftig &#8230;?</h3>
<p>Um korrekte Sprache, zeitgem&#228;&#223;e Bilder und nicht diskriminierende Darstellungsformen in Medien und &#214;ffentlichkeitsarbeit wird sich auch der Workshop &#8220;behindert, besonders, bed&#252;rftig &#8230;?&#8221; am 23. Oktober 2007 im <a href="http://www.kolpinghaus-salzburg.at">Kolpinghaus Salzburg</a> drehen. Eine Veranstaltung im Europ&#228;ischen Jahr der Chancengleichheit 2007, die vom B&#252;ro f&#252;r Frauenfragen &#038; Chancengleichheit des Landes Salzburg und dem Frauenb&#252;ro der Stadt Salzburg durchgef&#252;hrt wird. </p>
<p>Ich werde den Workshop gemeinsam mit <a href="http://www.xing.com/profile/Tom_Wilflingseder">Tom Wilflingseder</a> halten, einem Salzburger PR-Profi, Rollstuhlfahrer und engagierten Experten in Behindertenfragen. Im Team werden wir versuchen, den anwesenden JournalistInnen, PressesprecherInnen und &#214;ffentlichkeitsarbeiterInnen n&#252;tzliche Tipps und Anregungen zu geben, wie sie besser &#252;ber Behinderung berichten k&#246;nnen. Der Workshop dauert von 13.30 bis 17.30 Uhr. Information und Anmeldung bei Katharina Zehner vom B&#252;ro f&#252;r Frauenfragen &#038; Chancengleichheit des Landes per Email unter <a href="mailto:katharina.zehner@salzburg.gv.at">katharina.zehner@salzburg.gv.at</a> oder per Telefon unter: 0662-8042-4042.</p>
<h3>Diskriminierende Formulierung</h3>
<p>Ob die Fortbildungsangebote tats&#228;chlich auch angenommen werden, bleibt abzuwarten. In Salzburg gibt es f&#252;r den Sensibilisierung-Workshop jedenfalls einen aktuellen Anlass, der in den vergangenen Wochen die Gem&#252;ter in der Behindertenbewegung erhitzte. Denn den Salzburger Frauenb&#252;ros ist ein grober Schnitzer unterlaufen, der umso peinlicher wirkte, da es sich um eine Kampagne anl&#228;sslich der EU-Jahres der Chancengleichheit 2007 handelte.</p>
<p>Konkret ging es um ein Infoplakat der Ausstellung &#8220;Ich bin gleich&#8221;, wo zum Thema Behinderung unter anderem folgende Textpassage zu lesen war: &#8220;&#8230; Weiters ist es Menschen mit Behinderung nicht ohne Hilfe m&#246;glich, geregelte soziale Beziehungen zu pflegen, sinnvolle Besch&#228;ftigung zu erlangen und auszu&#252;ben und angemessenes und ausreichendes Einkommen zu erzielen.&#8221; </p>
<p>Dass diese Formulierung heftige Kritik und den Vorwurf der Diskriminierung ausl&#246;ste, ist ob ihrer Dummheit nur verst&#228;ndlich. Martin Ladst&#228;tter hat auf <a href="http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=8156">BIZEPS INFO online</a> die Geschichte aufgegriffen und vorangetrieben. Wie er berichtet, wurden mittlerweile das Infoplakat und dessen Beschreibung auf der <a href="http://www.stadt-salzburg.at/internet/die_stadt_salzburg/t2_144374/p2_221985.htm">Website der Stadt Salzburg</a> entfernt bzw. &#252;berarbeitet und die Verantwortlichen haben sich entschuldigt. Ihnen sei keine b&#246;se Absicht unterstellt, aber der Fall zeigt deutlich, dass nach wie vor &#252;berkommene und klischeehafte Vorstellungen existieren, die sich in Sprache und Texten niederschlagen und unhinterfragt in der &#214;ffentlichkeit verbreitet werden.</p>
<h3>Perspektivenwechsel</h3>
<p>Das gilt auch f&#252;r viele Medienberichte, die Menschen mit Behinderungen entweder als defizit&#228;re &#8220;Armutschkerl&#8221; oder als heldenhafte &#8220;Wunderwuzzis&#8221; darstellen und damit in verzerrte Rollenbilder dr&#228;ngen, die nicht ihrer realen Lebenswelt entsprechen.</p>
<p>Doch k&#246;nnen mediale Darstellungen der Lebensrealit&#228;t von behinderten Menschen &#252;berhaupt gerecht werden? Gelten nicht auch hier die Regeln der journalistischen Auswahl, die das Besondere und Eigenartige und eben nicht das Allt&#228;gliche ins Blickfeld des medialen Interesses r&#252;cken? Wie l&#228;sst sich diese Kluft zwischen den medial transportierten Fremdbildern aus zweiter Hand und der Selbstwahrnehmung behinderter Menschen &#252;berwinden? Gibt es Wege im Spannungsfeld von Medien, Behinderung und Gesellschaft, um die Klischees zu durchbrechen? Und wodurch zeichnen sich sprachlich sensible und inhaltlich korrekte Medienberichte &#252;ber Menschen mit Behinderungen aus?</p>
<p>Diese Fragen stehen am Programm der beiden Workshops in Wien und in Salzburg, mit denen wir ganz herzlich zum Perspektivenwechsel einladen m&#246;chten. Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
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		<title>Gef&#252;hle in Bewegung</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/06/30/gefuehle-in-bewegung/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jun 2007 10:13:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelika Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gebärdensprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkungen von Beate Firlinger:
Heute, am 30. Juni 2007, hat das Tanztheater &#8220;membran&#8221; seinen letzten Auftritt im Odeon-Theater in Wien.
Die aktuelle Produktion des tanzfabrik-wien unter der Leitung von Mario Mattiazzo ist experimentelles Tanztheater &#252;ber Geb&#228;rdensprache und Gef&#252;hle mit geh&#246;rlosen und h&#246;renden DarstellerInnen. Es geht um Ausdrucksformen der Kommunikation und im speziellen um Bewusstseinsbildung f&#252;r die Geb&#228;rdensprache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Vorbemerkungen von Beate Firlinger:</h3>
<p>Heute, am 30. Juni 2007, hat das Tanztheater &#8220;membran&#8221; seinen letzten Auftritt im Odeon-Theater in Wien.</p>
<p>Die aktuelle Produktion des <a href="http://www.tanzfabrik-wien.at/">tanzfabrik-wien</a> unter der Leitung von Mario Mattiazzo ist experimentelles Tanztheater &#252;ber Geb&#228;rdensprache und Gef&#252;hle mit geh&#246;rlosen und h&#246;renden DarstellerInnen. Es geht um Ausdrucksformen der Kommunikation und im speziellen um Bewusstseinsbildung f&#252;r die Geb&#228;rdensprache als Muttersprache, als eigenst&#228;ndige Kultur. In der Zusammenarbeit von geh&#246;rlosen und h&#246;renden DarstellerInnen werden auf beiden Seiten Barrieren abgebaut und der Blick auf neue Welten freigegeben. Membran ist die Integration der H&#246;renden in die Welt der Geb&#228;rdensprache durch F&#252;hlen und Schauen.</p>
<p>Auch wenn vorerst keine weiteren Auff&#252;hrungen geplant sind, m&#246;chten wir dieses Projekt hier im MAIN_blog vorstellen. Dies auch deshalb, weil wir glauben, dass das Interesse f&#252;r die &#8220;&#220;bersetzung&#8221; von Musik, Rhythmus, Klang und Emotion in Geb&#228;rdensprache und Tanz gro&#223; ist. Der nachfolgende Artikel von Angelika Pichler von der tanzfabrik-wien bietet einen guten Einblick in die &#8220;Gef&#252;hle in Bewegung&#8221; und die Welt ihrer DarstellerInnen:</p>
<h2>Tanz und Geb&#228;rdensprache</h2>
<p>Was haben Geb&#228;rdensprache und Tanztheater miteinander zu tun? Die Geb&#228;rdensprache ist eine r&#228;umliche Sprache, sie besetzt Raum. Mario Mattiazzo, der Initiator des Tanztheaters membran mit geh&#246;rlosen Menschen, erkl&#228;rt: „Ich bin T&#228;nzer und Choreograph, mich interessieren vor allem Bewegungen. Mich interessieren Inhalt und Bedeutung von Bewegung. Tanz ist f&#252;r mich eine Form zu kommunizieren. Tanz muss Informationen &#252;bertragen. Geb&#228;rdensprache und Tanz passen f&#252;r mich sehr gut zusammen: Die Geb&#228;rdensprache ist auch Gestik und hat eine Bedeutung und der Tanz und die Choreographie haben auch eine Bedeutung.“</p>
<h3>prozesshaft</h3>
<p>Die Anerkennung der Geb&#228;rdensprache in der &#214;sterreichischen Verfassung im Juli 2005 inspirierte ihn zu diesem dritten St&#252;ck, das sich um Gef&#252;hle wie Trauer, Freude, Liebe, Angst dreht. „Die Frage ist, wie kann man diese Gef&#252;hle mittels Bewegung und Tanz vermitteln?“ Mario Mattiazzo arbeitet mit der Improvisationstechnik, es gibt wenig Vorgaben und mit dem, was die T&#228;nzer und T&#228;nzerinnen hervorbringen, wird prozesshaft gearbeitet. Mario Mattiazzo arbeitet mit geh&#246;rlosen LaiendarstellerInnen, da es keine ausgebildeten geh&#246;rlosen T&#228;nzerInnen in &#214;sterreich gibt. Die h&#246;renden DarstellerInnen haben eine Ausbildung hinter sich. Wie gestaltet sich die Arbeit mit h&#246;renden und geh&#246;rlosen Menschen?</p>
<h3>kreativ</h3>
<p>„Das Positive bei geh&#246;rlosen Menschen ist: Sie sind meist kreativer, man bekommt viel von ihnen&#8221;, sagt Mattiazzo dazu. &#8220;Die erfahrenen h&#246;renden T&#228;nzer und T&#228;nzerinnen sind sehr zielstrebig und meist auf eine Sache, auf ein Ziel konzentriert. Die geh&#246;rlosen Laien sind da viel spontaner. Die Prozesse sind weniger konsequent, daf&#252;r kreativer, viel kreativer. Ich arbeite auch gerne mit Leuten, die noch zus&#228;tzlich etwas einbringen. Es gef&#228;llt mir, wenn zum Tanz viele Aspekte hinzukommen: Malen, Filmen, Bildhauerei.“</p>
<h3>ganznormalanders</h3>
<p>Nadia Kichler hat im Dezember 2004 beim Tanztheaterprojekt „Changing Rhythms“ mitgewirkt. Darin stand die Jugendkultur im Mittelpunkt. Kichler ist geh&#246;rlos und studiert Molekularbiologie an der Uni Wien. Sie macht diesmal wieder mit, weil: „Ich wieder neue Erfahrungen sammeln und eine neue Herausforderung annehmen m&#246;chte. Vor zwei Jahren haben wir hart gearbeitet, aber es hat auch viel Spa&#223; gemacht. Ich tanze gerne und ich freu mich auch schon wieder auf die Improvisation. Was ich noch sagen m&#246;chte: Solche Arbeiten, Projekte mit Geh&#246;rlosen und H&#246;renden werden immer noch als fremd empfunden, so andersartig, und das finde ich schade. Mit H&#246;renden zu arbeiten ist f&#252;r mich ganz normal, umgekehrt ist das anders. Ich m&#246;chte trotzdem an solchen &#8216;fremden&#8217; Konstellationen &#8211; Tanz mit H&#246;renden und Geh&#246;rlosen &#8211; mitarbeiten. Die Welt soll endlich mal erfahren, dass es Geh&#246;rlose gibt und dass wir nat&#252;rlich anders sind, aber ganznormalanders.“ </p>
<p>Alice hei&#223;t eigentlich Xiaoshu Hu, hat jedoch diesen neuen Nahmen angenommen, weil ihren urspr&#252;nglichen Namen hier niemand aussprechen konnte. Sie ist zum ersten Mal mit dabei. Die geh&#246;rlose Studentin an der Akademie der bildenden K&#252;nste ist vor drei Jahren von China nach Wien gekommen und hat schon in China gerne Theater gespielt und getanzt. Dies ist eine gute Gelegenheit f&#252;r sie, einem ihrer vielen Interessen nachzugehen. Ein weiteres Anliegen von Alice ist auch: „Ich m&#246;chte tanzen. Ich erwarte mir, dass das Geh&#246;rlosenleben, die Geh&#246;rlosenkultur und die Geb&#228;rdensprache mit einflie&#223;en. Und dass wir das dem Publikum n&#228;her bringen.“</p>
<h3>expressiv</h3>
<p>F&#252;r die Verst&#228;ndigung wird bei Geb&#228;rdensprachen nicht der akustisch-auditive Kanal verwendet, sondern der manuell-visuelle Kanal. Geb&#228;rden werden mit Hilfe der H&#228;nde, des Gesichts und der Kopf- und K&#246;rperhaltung gebildet. Die Verwendung des Raums spielt dabei eine besondere Rolle, denn grammatische Strukturen werden haupts&#228;chlich durch die Bewegung der H&#228;nde im Geb&#228;rdenraum ausgedr&#252;ckt. Geb&#228;rdensprachen sind somit &#8220;r&#228;umliche Sprachen&#8221;. Wie expressiv dieser Raum genutzt wird, spiegelt die Emotionalit&#228;t des Sprechers/der Sprecherin (oder des Textes) wieder. Dem Einsatz der Mimik kommt eine wichtige semantische Rolle zu, da sich aus dem Gesichtsausdruck die Intensit&#228;t der Gef&#252;hle ablesen l&#228;sst. </p>
<h3>spielerisch</h3>
<p>Parallel zu den Auff&#252;hrungen bieten wir auch Tanzworkshops unter dem Motto: „geh&#246;r los tanzen!“ f&#252;r Schulen an. Ziel ist es, mittels Tanz einen neuen Zugang zu einer Sprache zu gewinnen. Der K&#246;rper wird dabei als Kommunikationsmittel wahrgenommen und spielerisch eingesetzt, um dadurch das Interesse an der Geb&#228;rdensprache, insbesondere der &#214;GS (&#214;sterreichischen Geb&#228;rdensprache), zu wecken. Die Sprache kann in choreographischen S&#228;tzen von den Sch&#252;lerInnen erforscht, ausgetastet und ausgelebt werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gender ist kein Thema&#8230;</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2006/12/05/gender-ist-kein-thema/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Dec 2006 13:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Finalteilnehmer der BIENE 2006 stehen fest.
&#8230;Teilnehmen am Biene Award k&#246;nnen Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. F&#252;r junge Webdesigner in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus&#8230;
Barrierefreies Webdesign ist M&#228;nnersache
Barrierefreies Webdesign ist eine m&#228;nnlich dominierte Szene k&#246;nnte frau kritisieren. Diese Szene ist sensibilisiert f&#252;r behindertengerechte Sprache, sie wird immer brav Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Finalteilnehmer der BIENE 2006 stehen fest.<br />
&#8230;Teilnehmen am Biene Award k&#246;nnen Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. F&#252;r junge Webdesigner in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus&#8230;</p>
<h2>Barrierefreies Webdesign ist M&#228;nnersache</h2>
<p>Barrierefreies Webdesign ist eine m&#228;nnlich dominierte Szene k&#246;nnte frau kritisieren. Diese Szene ist sensibilisiert f&#252;r behindertengerechte Sprache, sie wird immer brav Menschen mit Behinderungen sagen statt Behinderte und nie und nimmer von geistiger Behinderung sprechen, obwohl sich die Lebenslage von Menschen mit Lernschwierigkeiten deshalb nicht signifikant verbessern wird. </p>
<p>Mit geschlechtergerechter Sprache hat sie hingegen nichts am Hut, das ist blo&#223; umst&#228;ndlich und langatmig, die Texte werden l&#228;nger, die Einkommensunterschiede von Frau und Mann nicht kleiner, Screenreader lesen holprig, wenn da ein Binnen-I steht (obwohl die kleine Sprechpause eigentlich eh der Sinn der Sache  ist) und Frauen sind nat&#252;rlich, selbstverst&#228;ndlich immer mitgemeint.</p>
<h2>Die Barrierefrei Szene ist konservativ</h2>
<p>Engagement f&#252;r die eine Zielgruppe scheint Engagement f&#252;r die andere auszuschlie&#223;en. Barrierefrei AktivistInnen scheinen aus eher konservativen (christlich sozial – wohlt&#228;tigen?) Kreisen zu stammen, die haben andere Sorgen als auch noch feministische Empfindlichkeiten zu bedienen.</p>
<p>Mit dieser vereinfachenden Vorannahme habe ich einen Blick auf die Startseiteninhalte der &#8220;Finalisten&#8221; geworfen auf der Suche nach denen, die neben technischer Barrierefreiheit wom&#246;glich auch noch sprachliche Inklusion, Ber&#252;cksichtigung und Sichtbarmachung von 50% der Menschheit hinkriegen.</p>
<p>Bei <a href="http://www.pfizer.de/">pfizer.de/</a> finde ich<br />
Patienten, die gerade von Ihrem Arzt ein Medikament verschrieben bekommen haben.</p>
<p>Beim <a href="http://www.bundesrat.de">bundesrat.de</a> bilden Vertreter der 16 Landesregierungen den Bundesrat.<br />
Ja, muss die &#246;ffentliche Hand nicht Gender Mainstreaming wenigstens sprachlich Gen&#252;ge tun?</p>
<p>Die <a href="http://www.versorgungsverwaltung.nrw.de/">versorgungsverwaltung.nrw.de</a> wei&#223;, sie muss:<br />
In ihrer Verwaltung bearbeiten rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter j&#228;hrlich mehr als 700.000 Antr&#228;ge, die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger an sie richten.</p>
<p><a href="http://www.straelen.de">straelen.de</a> hat allerdings wieder nur Mitarbeiter im Rathaus.</p>
<p>Die <a href="http://www.holocaust-chronologie.de">holocaust-chronologie.de</a> will auch mich informieren: &#8230;Liebe Leserin, lieber Leser&#8230;&#252;ber den V&#246;lkermord an den Juden. (J&#252;dinnen sichtlich mitgemeint)</p>
<p>Bei <a href="http://www.barmer.de">barmer.de</a> beraten mich nur  Experten.</p>
<p><a href="http://www.biketrekking.de">BikeTrekking.de</a> ist das Portal f&#252;r Reiseradler (gerne blind, aber nicht weiblich).</p>
<p><a href="http://www.gib-aids-keine-chance.de/">gib-aids-keine-chance.de/</a> wei&#223; nat&#252;rlich, dass es Sex und Gender gibt! Jawohl, sie richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Pr&#228;ventionsarbeit, im Men&#252; gibt’s Info rund um Sexualit&#228;t aber nur f&#252;r Lehrer und Sch&#252;ler.</p>
<p><a href="http://www.vrr.de">vrr.de</a> wendet sich an Ab-und- zu Fahrer, Vielfahrer und Touristen. Allerdings sieht im prominenten Bild oben laut Alternativtext eine Frau vertr&#228;umt aus dem Fenster eines fahrenden Zuges. Gro&#223;z&#252;gig wird verschwiegen, dass die Frau nicht mehr ganz so jung ist wie die im Bild weiter unten &#8211; alt = Eine junge Frau tr&#228;gt ihre kleine Tochter huckepack. Die Bilder- und Alternativtextwahl vermittelt mir ein nettes, konservatives Frauenbild. </p>
<p>Auf <a href="http://www.cconsult.info">cconsult.info</a> dominiert das Bild eines jungen Businesstypen, das Paradebeispiel f&#252;r den Unternehmensberater, der gesundheitlich besonders stark beansprucht ist.</p>
<p>Auf <a href="http://www.stadthaushotel.com">stadthaushotel.com</a> wird die Arbeit der Hotelmitarbeiter von erfahrenden Hotelfachkr&#228;ften begleitet.</p>
<p>Bei <a href="http://www.die-gesundheitskarte.de/">die-gesundheitskarte.de/</a> werden 123.000 niedergelassene &#196;rzte und 65.000 Zahn&#228;rzte&#8230; &#252;ber die neue Telematik-Infrastruktur miteinander vernetzt, zum Vorteil allerdings von Patientinnen und Patienten.</p>
<p>Bei <a href="http://www.morefriends.de">morefriends.de</a> kann man flirten und einen geeigneten Sprachpartner suchen.</p>
<p>Auf <a href="http://www.medien.fh-wiesbaden.de/">medien.fh-wiesbaden.de</a> gibt’s vorbildlich Infos f&#252;r Bewerberin oder Bewerber. Der Studiengang Medienwirtschaft nimmt aber weder Studienanf&#228;nger noch Quereinsteiger.</p>
<p>Gott sei Dank vorbildlich das diesj&#228;hrige &#214;sterreich-Quote-Projekt: <a href="http://www.help.gv.at/">help.gv.at/</a>. Hier finden Sie Hilfe und Informationen rund um Amtswege f&#252;r B&#252;rger und B&#252;rgerinnen.</p>
<p><a href="http://www.dsl-bank.de/">dsl-bank.de</a> spricht nur Kunden und Partner an.</p>
<p>L&#246;blich die <a href="http://www.antikperle.com">antikperle.com</a>: Seit dem fr&#252;hesten Beginn der Menschheit schm&#252;cken sich Frauen, M&#228;nner und Kinder mit Perlen aus Muscheln&#8230;</p>
<p><a href="http://www.kornzauber.de/">kornzauber.de</a> ist keine gew&#246;hnliche Backstube, was schon viele ihrer Kunden bezeugen konnten, sie hebt auch den Lebensstandard von Allergikern.</p>
<p><a href="http://www.zew.de/">zew.de/</a> f&#252;hrt eine  Befragung von 270 Finanzmarktexperten durch das ZEW an.</p>
<p>Bei der <a href="http://www.tagesschau.de/">tagesschau.de</a> protestieren tausende &#196;rzte und Apotheker seit dem Vormittag gegen die Gesundheitsreform. Im Irak sterben die Zivilisten.</p>
<p>Und beim Nachwuchsprojekt von 11 Azubis, <a href="http://www.pilzhof-mellensee.de/">pilzhof-mellensee.de</a> , gibts nur ein Autorenteam, obwohl zwei M&#228;dchen dabei sind.</p>
<p>Ansonsten keine Auff&#228;lligkeiten.</p>
<h2>WAI mindestens AA, aber weltanschaulich nicht 1 A</h2>
<p>Best&#228;tigt das meine Grundannahme von einseitiger political Correctness nun? Ich wei&#223; nicht, vielleicht hat das eine gar nichts mit dem anderen zu tun? </p>
<p>Warum sollten barrierefreie Webseiten auch sprachbewusster und umfassend gesellschaftskritischer sein als nicht barrierefreie? Dass sie es nicht sind, ist eine Tatsache. Die Guten sind nicht rundum gut.</p>
<p>Zum Schluss ein Zitat von Jan Eric Hellbusch aus dem Standardwerk Barrierefreies Webdesign:<br />
Frauen, die Wert auf die Einbeziehung der femininen Form (z.B. &#8220;Benutzerin&#8221; statt &#8220;Benutzer&#8221;) legen, bitte ich um Verst&#228;ndnis. Das &#8220;in&#8221; fehlt – nicht weil ich es vergessen h&#228;tte, sondern weil es mir nicht gelungen ist, eine akzeptable Darstellungsform zu finden.</p>
<p>Tipps f&#252;r geschlechtergerechte Sprache finden Sie zuhauf im Internet,  z.B. hier: <a href="http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/index.html">http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/index.html</a>.</p>
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