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	<title>MAIN_web &#187; Museum</title>
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		<title>Kunst barrierefrei vermitteln, aber wie?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 11:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#220;ber Zug&#228;nge zur Zug&#228;nglichkeit der Museumslandschaft
Am 21. November 2008 fand in der &#214;sterreichischen Galerie Belvedere eine Veranstaltung zur barrierefreien Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen statt. Titel: &#8220;Wie soll das denn bitte gehen?&#8221; Gekommen waren knapp 20 Kulturvermittlerinnen (ausschlie&#223;lich Frauen) aus renommierten Museen in Wien, Nieder&#246;sterreich und Ober&#246;sterreich, wie etwa dem Wien Museum, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>&#220;ber Zug&#228;nge zur Zug&#228;nglichkeit der Museumslandschaft</h2>
<p>Am 21. November 2008 fand in der &#214;sterreichischen Galerie Belvedere eine Veranstaltung zur barrierefreien Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen statt. Titel: &#8220;Wie soll das denn bitte gehen?&#8221; Gekommen waren knapp 20 Kulturvermittlerinnen (ausschlie&#223;lich Frauen) aus renommierten Museen in Wien, Nieder&#246;sterreich und Ober&#246;sterreich, wie etwa dem Wien Museum, dem Stift Klosterneuburg, der Sammlung Essl und dem Belvedere selbst. Als ReferentInnen waren Manfred Fischer, <span lang="en">Jo</span> Spelbrink und meine Wenigkeit geladen, um einen Einblick in die Situation behinderter Menschen im Museumsbetrieb zu geben. </p>
<h3>Was war</h3>
<p>&#8220;Kultur wird barrierefrei&#8221; lautete der mutige Titel einer Impulsveranstaltung, mit der wir von MAIN vor rund 2 ½ Jahren in &#214;sterreich ein St&#252;ck Pionierarbeit leisteten und dem Kulturbetrieb konkrete Anst&#246;&#223;e gaben. Gro&#223;es Interesse, positive Resonanz und einige Initiativen in Richtung Barrierefreiheit waren der Erfolg. Jetzt setzte der Verband der KulturvermittlerInnen gemeinsam mit dem Verein &#8220;Konsensio kultur.barrierefrei.gestalten&#8221; mit dem aktuellen <span lang="en" xml:lang="en">Event</span> eine neue Initiative. &#8220;Dieser Tag soll ein Startschuss f&#252;r mehr Barrierefreiheit sein.&#8221;, erkl&#228;rt Brigitte Hauptner, die Mitbegr&#252;nderin von Konsensio und neue Pr&#228;sidentin des Verbandes der KulturvermittlerInnen. </p>
<p>Wer ist die so genannte Zielgruppe der &#8220;Menschen mit Behinderungen&#8221;? Gehen diese Leute &#252;berhaupt ins Museum und wie erleben Menschen mit unterschiedlichen K&#246;rper- und Sinnesbehinderungen Ausstellungsangebote bzw. wie k&#246;nnen sie diese nutzen? Mit diesen Fragen haben wir uns in Impulsreferaten und Diskussionen auseinandergesetzt. Ein <span lang="en">Workshop</span> am Ende des Tages gab den Teilnehmenden dann auch noch die Gelegenheit, Barrieren in einer aktuellen Ausstellung zu entdecken und sich selbst an einer Bildbeschreibung f&#252;r blinde und sehbehinderte AusstellungsbesucherInnen zu versuchen.</p>
<h3>Was ist</h3>
<p>Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich mich f&#252;r das angefragte Impulsreferat vorbereitet habe. Zug&#228;ngliche Kulturangebote sind die Ausnahme und nicht die Regel. Das ist wie vor 2 ½ Jahren. Doch dass Menschen mit Behinderungen potenzielle Besucherinnen und Besucher sind, spricht sich zunehmend herum. So haben sich die Informationsangebote zum Thema Barrierefreiheit auf der Website des Belvederes und des Wien Museums verbessert. Das sind nur zwei positive Beispiele, die mir auf meiner Recherche begegnet sind. Um die Barrierefreiheit der musealen Websites selbst ist es dagegen nach wie vor recht schlecht bestellt. Da kann ich leider keine Glanzlichter nennen. Falls mir da etwas entgangen sein sollte, bitte ich um entsprechende Hinweise. Infos, wie es in den einzelnen Museen um die konkreten barrierearmen Angebote steht, kann ich derzeit leider noch nicht bieten. </p>
<h3>Was bleibt</h3>
<p>Bei dieser Veranstaltung wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit in einem inklusiven Sinne zu denken. Wir haben uns in den unterschiedlichen Impulsreferaten mit den unterschiedlichen Bed&#252;rfnissen von Menschen mit diversen Behinderungen besch&#228;ftigt, also welche Angebote brauchen etwa blinde oder geh&#246;rlose oder mobilit&#228;tsbehinderte Menschen in Museen, Galerien, Austellungen. Diese Ann&#228;herung hat ihre Berechtigung, weil nichtbehinderte Personen nat&#252;rlich auch verstehen sollen, wie behinderte MuseumsbesucherInnen Kulturangebote erleben. Es ist aber auch gef&#228;hrlich, denn die passende Schublade mit dem daf&#252;r gemachten Angebot f&#252;r jede Art von Behinderung, das ist f&#252;r mich noch nicht das angepeilte &#8220;Museum f&#252;r alle&#8221;. Viel mehr scheint es mir erstrebenswert, die BesucherInnen als Individuen mit unterschiedlichen Bed&#252;rfnissen, Wahrnehmungsm&#246;glichkeiten und Erfahrungen zu begreifen und im Sinne des inklusiven <span lang="en">Designs</span> Ausstellungen zu konzipieren. </p>
<p>Die Basis daf&#252;r ist Normalit&#228;t im Umgang mit behinderten BesucherInnen. So stellte eine Veranstaltungsteilnehmerin fest: &#8220;Wir d&#252;rfen keine Angst haben, wenn wir Vermittlungsangebote f&#252;r Menschen mit Behinderungen setzen und m&#252;ssen den G&#228;sten im Museum mit Normalit&#228;t begegnen. Dann gibt es kaum Probleme.&#8221; </p>
<p>Warum mir der inklusive Zugang zu Kulturangeboten so wichtig ist, liegt am Mehrwert, der f&#252;r m&#246;glichst viele Menschen geschaffen werden soll. Dieser Mehrwert bringt Menschen mit Behinderungen die Chance auf ein autonomes Kulturerlebnis. Das Bild, dass behinderte Menschen nur in Gruppen mit Begleitung ins Museum gehen, sollte nicht mehr das sein, das in den K&#246;pfen pr&#228;sent ist. Ist es aber noch. Das stand auch beim Workshop zur Diskussion. Klar, Spezialangebote, wie beispielsweise <span lang="en" xml:lang="en">Touch Tours</span> f&#252;r Gruppen von blinden BesucherInnen oder F&#252;hrungen in Geb&#228;rdensprache f&#252;r geh&#246;rlose BesucherInnen, sind nat&#252;rlich auch gefragt. Sie sollten aber erstens regelm&#228;&#223;ig stattfinden, was in vielen Museen nicht der Fall ist, und zweitens, so wie bei anderen Gruppen von BesucherInnen, auch auf deren Interessen zugeschnitten werden. Es bleibt also noch viel zu tun.</p>
<h3>Was kommt</h3>
<p>Hoffentlich weiterhin viel Interesse auf Seiten der KulturvermittlerInnen und vermehrt auch den Kultureinrichtungen und nat&#252;rlich weitere Initiativen in Richtung Barrierefreiheit. Der Wunsch der Teilnehmenden danach wurde artikuliert. </p>
<h3>Was fehlt</h3>
<p>Barrierefreiheit als strukturelles Element, das von Anfang an in der Planung und Konzeption mitgedacht wird. Das w&#252;rde die Umsetzung erleichtern und ein neues Kulturerlebnis f&#252;r alle schaffen. Das ist nichts Neues, muss aber immer wieder gesagt werden.</p>
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		<title>Russische Begegnung</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 13:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Besuch aus Russland&#8221; hie&#223; es f&#252;r MAIN am vergangenen Montag, den 10. September 2007. Unsere G&#228;ste waren drei Frauen und ein Mann aus dem F&#246;derationskreis Wolga. Diese von der Wolga durchquerte Verwaltungseinheit liegt im S&#252;dwesten der Russischen F&#246;deration und wird auch &#8220;Privolzhsky Federalny Okrug&#8221; genannt. (Siehe auch Wikipedia: F&#246;derationskreis Wolga und Politische Gliederung Russlands.)
Organisiert wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Besuch aus Russland&#8221; hie&#223; es f&#252;r MAIN am vergangenen Montag, den 10. September 2007. Unsere G&#228;ste waren drei Frauen und ein Mann aus dem F&#246;derationskreis Wolga</a>. Diese von der Wolga durchquerte Verwaltungseinheit liegt im S&#252;dwesten der Russischen F&#246;deration und wird auch &#8220;Privolzhsky Federalny Okrug&#8221; genannt. (Siehe auch Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolga_(F%C3%B6derationskreis)">F&#246;derationskreis Wolga</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Gliederung_Russlands">Politische Gliederung Russlands</a>.)</p>
<p>Organisiert wurde das Treffen von Franz Kumpl, einem &#246;sterreichischen Slawisten und Russlandexperten, der die &#214;sterreich-Tour der Gruppe auch selbst begleitete. Der international t&#228;tige Sozialmanager lebt und arbeitet derzeit in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nischni_Nowgorod">Nischni Nowgorod</a>, der Hauptstadt des F&#246;derationkreises Wolga. Er ist Teamleiter eines gro&#223; angelegten Projektes mit dem Titel &#8220;Soziale Integration behinderter Menschen im f&#246;deralen Bezirk Privolzhsky&#8221;, das im Rahmen eines europ&#228;isch-russischen Kooperationsprogrammes durchgef&#252;hrt und von der Europ&#228;ischen Union finanziert wird. </p>
<h3>Selbstbestimmung</h3>
<p>Das ambitionierte Projekt startete Mitte 2005 und l&#228;uft noch bis Ende 2007. Es umfasst komplexe und vielf&#228;ltige Aktivit&#228;ten in verschiedenen Regionen des Bezirkes Privolzhsky, die sich ein Ziel setzen: eine Infrastruktur zu entwickeln und aufzubauen, die es Menschen mit Behinderungen erm&#246;glicht, als selbstbestimmte und gleichberechtigte Mitglieder der russischen Gesellschaft zu leben.</p>
<p><span class="floatbox"><a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/poster_modell.jpg' title='Modell mit Puppen, eine davon im Rollstuhl, die von Plastik umhuellt ist.'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/poster_modell.jpg' alt='Modell mit Puppen, eine davon im Rollstuhl, die von Plastik umhuellt ist.' /></a></span> </p>
<p class="small"> Poster, das beim Projekt-Wettbewerb &#8220;Eine Welt f&#252;r alle&#8221; eingereicht wurde.</p>
<p>So wurde etwa ein &#8220;Disability Resource Network&#8221; geschaffen, um die Vernetzung von Fachleuten und den Know-how-Transfer zu erleichtern, ein Modul &#8220;Empowerment f&#252;r NGOs&#8221; im Behindertenbereich gestartet oder ein neues Modell von &#8220;Rehabilitationszentrum&#8221; eingerichtet, das Angebote zur beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit k&#246;rperlichen Behinderungen setzt. (Wer mehr &#252;ber die verschiedenen Projektmodule wissen m&#246;chte, findet n&#228;here Infos auf der englischsprachigen Website zum Projekt: <a href="http://www.sid-vd.ru/?id=226"><span lang="en" xml:lang="en">Social Integration of the Disabled People in the Privolzhky Federal Okrug</span></a>.)</p>
<h3>Bewusstseinsbildung</h3>
<p>Eines der Pilotprojekte, das im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Samara">Oblast Samara</a> (einem Verwaltunsgbezirks des F&#246;derationskreises Wolga) stationiert ist, befasst sich schwerpunktm&#228;&#223;ig auch mit Bewusstseinsbildung, Sensibilisierung und Public Relations f&#252;r die Anliegen und Rechte von behinderten Menschen in Russland.</p>
<p><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/poster_rollstulfaher_wettbewerb.jpg' alt='Poster aus dem Wettbewerb, das einen Rollstuhlfahrer zeigt, der am Meer sitzt und symbolisch mit ausgestreckten Armen die Welt umarmt' />Als &#246;ffentlichkeitswirksame Aktion wurde dabei unter dem Motto &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Eine Welt f&#252;r alle">One World for Everyone</span>&#8221; ein Wettbewerb f&#252;r soziale Werbung in den Kategorien Poster, Kurzfilm, Website und Event durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Die Einreichfrist endete mit April 2007 und die Ergebnisse k&#246;nnen sich sehen lassen: 365 Einreichungen von kreativen K&#246;pfen mit und ohne Behinderungen aus allen Teilen des F&#246;derationskreises, eine Ausstellung im Samara Regional Museum, die im Juni 2007 feierlich er&#246;ffnet wurde, ein dazugeh&#246;riger Katalog, der eindrucksvoll die hohe Qualit&#228;t der Beitr&#228;ge veranschaulicht, und vier GewinnerInnen in der jeweiligen Kategorie, die von einer fachkundigen Jury gek&#252;rt wurden &#8211; womit ich sch&#246;n langsam wieder auf das eingangs erw&#228;hnte Treffen zur&#252;ckkomme. Denn als Preis f&#252;r die ersten Pl&#228;tze gab es eine &#214;sterreichreise, bei der auch der fachliche Austausch mit MAIN auf dem Programm stand. </p>
<h3>Horizonterweiterung</h3>
<p><a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/ausstellung_samara_museum_web.jpg' title='Plakat zur Ausstellung “Die Welt auf Fingerspitzen”: Aus einer Weltkugel ragen Baudenkmaeler, die von Haenden ertastet werden.'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/ausstellung_samara_museum_web.jpg' alt='Plakat zur Ausstellung “Die Welt auf Fingerspitzen”: Aus einer Weltkugel ragen Baudenkmaeler, die von Haenden ertastet werden.' /></a>F&#252;r uns war der Besuch der russischen Delegation nicht nur nett, sondern auch in jeder Hinsicht Horizont erweiternd. Denn die TeilnehmerInnen hatten viele interessante Informationen im Gep&#228;ck.</p>
<p>Beispielsweise berichtete Irina Alexandrovna, die den Wettbewerb in der Kategorie Event gewonnen hat, &#252;ber ihre Arbeit. Sie zeichnet im historisch-landeskundlichen <a href="http://www.alabin.ru/">Samara Regional Museum &#8220;Petr Alabin&#8221;</a> (Website in Russisch) als Projektmanagerin f&#252;r die Ausstellung &#8220;Die Welt auf den Fingerspitzen&#8221; verantwortlich, die blinden BesucherInnen anhand von Tastmodellen eine Reihe von Architekturdenkm&#228;lern in Samara und ber&#252;hmte Bauwerke der Weltarchitektur zug&#228;nglich macht. </p>
<p><span class="floatright"><a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/video_anton.jpg' title='Standbild aus Video-Clip, das eine junge, gehoerlose Frau zeigt, die in Gebaerdensprache spricht.'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/video_anton.jpg' alt='Standbild aus Video-Clip, das eine junge, gehoerlose Frau zeigt, die in Gebaerdensprache spricht.' /></a></span></p>
<p>Der junge Student und Videok&#252;nstler Anton &#252;berreichte uns wiederum seinen <span lang="en" xml:lang="en">Clip</span>, mit dem er den Wettbewerb in der Kategorie Video gewonnen hat. Im Mittelpunkt des Werbespots steht eine junge, geh&#246;rlose Frau, die humorvoll und in Geb&#228;rdensprache erl&#228;utert, wo es aus ihrer Sicht lang geht mit &#252;berkommenen Vorstellungen von behinderten Menschen. Anton lebt in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ischewsk">Ischewsk</a>, der Hauptstadt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udmurtien">Republik Udmurtien</a>, und will sich beruflich weiter mit &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Soziale Werbung">Social Advertising</span>&#8221; besch&#228;ftigen.</p>
<h3>Engagement</h3>
<p>&#8220;Bei uns ist die &#214;ffentlichkeitsarbeit und die Werbung im Sozialbereich noch sehr schlecht entwickelt&#8221;, erkl&#228;rte Irina Alexandrovna bei unserem Gespr&#228;ch. Wir, meine Kollegin Brigitta Aubrecht und ich, k&#246;nnen das nicht beurteilen, da wir auf dem Gebiet der russischen F&#246;deration so gut wie gar nicht bewandert sind. Aber der Eindruck, den wir durch unsere G&#228;ste gewinnen konnten, ist ein &#252;beraus guter. Jedenfalls die Beispiele und Botschaften des Wettbewerbes, die uns gezeigt wurden, brauchen den Vergleich mit &#246;sterreichischen Initiativen ebensowenig zu scheuen wie das Engagement f&#252;r eine integrative und barrierefreie &#214;ffentlichkeit und Gesellschaft, das die russischen KollegInnen an den Tag legen.</p>
<p>Danke f&#252;r diese Begegnung. Spasiba.<span class="floatbox"><br />
<a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/delegation_russland_web.JPG' title='Delegation aus Russland vor dem Eingang von MAIN'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/delegation_russland_web.JPG' alt='Delegation aus Russland vor dem Eingang von MAIN' /></a></span>
<p class="small">Foto: Beate Firlinger</p>
<p>PS: Barrierefreies Internet war den G&#228;sten aus Russland &#252;brigens noch weitgehend unbekannt. Doch das w&#228;re ein eigenes Thema.</p>
<p>PPS: Alle Bilder von Beitr&#228;gen zum Wettbewerb sind der CD-ROM entnommen, die dem Katalog zur Ausstellung &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Eine Welt f&#252;r alle">One World for Everyone</span>&#8221; beiliegt.</p>
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		<title>Webtalk: Christian Henner-Fehr &#252;ber Kultur 2.0</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/07/20/webtalk-christian-henner-fehr-ueber-kultur-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 13:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir setzen unsere lose Reihe der Webtalks fort und haben diesmal den Kulturmanager Christian Henner-Fehr zum Interview per Email gebeten. Er betreibt ein lesenswertes Weblog, in dem er &#252;ber aktuelle Trends im Kultur- und Projektmanagement berichtet.
Unser Webtalk bewegt sich thematisch in ein Gebiet, das wir mit dem Schlagwort &#8220;Kultur 2.0&#8243; umrei&#223;en m&#246;chten. Die Fragen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir setzen unsere lose Reihe der <span lang="en" xml:lang="en">Webtalks</span> fort und haben diesmal den Kulturmanager Christian Henner-Fehr zum Interview per Email gebeten. Er betreibt ein lesenswertes <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/ ">Weblog</a>, in dem er &#252;ber aktuelle Trends im Kultur- und Projekt<span lang="en" xml:lang="en">management</span> berichtet.</p>
<p>Unser Webtalk bewegt sich thematisch in ein Gebiet, das wir mit dem Schlagwort &#8220;Kultur 2.0&#8243; umrei&#223;en m&#246;chten. Die Fragen und Antworten drehen sich dabei um das Spannungsfeld von Kultur, Kommunikation, Partizipation und Web, mit dem sich Christian Henner-Fehr eingehend und professionell befasst. </p>
<h2>1. Welche Fragen wirft das Stichwort &#8220;Kultur 2.0&#8243; f&#252;r dich auf?</h2>
<p>Zu diesem Stichwort fallen mir einige Fragen ein. Aber nachdem der Webtalk ja doch eher so gedacht ist, dass ich hier Antworten liefere, verkneife ich mir meine Fragen und st&#252;rze mich auf den Begriff Kultur 2.0.</p>
<p>Dieses 2.0, das man da an die unterschiedlichsten Begriffe h&#228;ngt, also Web 2.0, PR 2.0 oder eben auch Kultur 2.0, ist ja eigentlich vor allem eine Provokation, denn die Aussagekraft ist eher begrenzt. Wenn man sich das, was da alles als 2.0 verkauft wird, anschaut, dann geht es vor allem, wie Du auch eingangs erw&#228;hnt hast, um Kommunikation und Partizipation.</p>
<p>Diese beiden Begriffe sind f&#252;r den Kunst- und Kulturbereich auf sehr unterschiedlichen Ebenen interessant. Zuerst einmal auf der k&#252;nstlerischen Ebene. Kultur 2.0 kann die Aufforderung sein, Kunst nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv daran teilzuhaben und selbst Kunst zu produzieren. Robert Scharfenberg hat dazu auf <a href="http://www.mindestenshaltbar.net/0218/stories/1464/">mindestens haltbar</a> einen sehr sch&#246;nen Text geschrieben. Es k&#246;nnte aber auch auf der programmatischen Ebene bedeuten, dass wir alle es in der Hand haben, Kunst und Kultur zu definieren. Insofern lassen sich dann K&#252;nstler wie Marcel Duchamp oder Joseph Beuys vielleicht als Vorreiter von Kultur 2.0 bezeichnen.</p>
<p>Der Begriff l&#228;sst sich aber auch noch anderweitig verwenden, zum Beispiel in der Kommunikation der Kultureinrichtung mit ihrem Publikum, in der Zusammenarbeit mit anderen Kulturbetrieben und schlussendlich innerhalb der eigenen Organisation. In jedem Fall besagt 2.0, das sich etwas im Verhalten, in der Kommunikation ver&#228;ndert. Wenn wir jetzt aber den Begriff Publikum durch Kunden ersetzen, dann sehen wir, dass Kultureinrichtungen in den drei Punkten vor &#228;hnlichen Herausforderungen stehen wie jedes normale Unternehmen auch. Was nicht &#252;berraschend ist, denn eine Kultureinrichtung ist ja in gewisser Weise auch ein Unternehmen. Das hei&#223;t, wir m&#252;ssen uns eigentlich &#252;ber das 2.0 unterhalten.</p>
<h2>2. Welche Herausforderungen und Chancen er&#246;ffnen sich f&#252;r den Kulturbetrieb im Zeitalter des Web 2.0? </h2>
<p>Das Internet bietet, und da bin ich bei den Chancen, zum Beispiel kleineren Kultureinrichtungen die M&#246;glichkeit, durch geschicktes Agieren eine viel gr&#246;&#223;ere Zahl an Menschen zu erreichen als das fr&#252;her m&#246;glich war. Schaffe ich es, mit diesen Menschen in einen Dialog zu treten – und da gibt es unter dem Stichwort Web 2.0 einige hilfreiche Tools wie z.B. Weblogs, Foto- oder Videoplattformen – dann wird es mir unter Umst&#228;nden gelingen, meine Kultureinrichtung bekannter zu machen und die Zahl der BesucherInnen zu steigern.</p>
<p>Die Herausforderung besteht darin, mich auf etwas einzulassen, was ich letzten Endes nicht steuern kann. Wenn ich das Gespr&#228;ch, den Dialog suche, dann habe ich keinerlei Garantien, dass mein Gegen&#252;ber auch das denkt und sagt, was ich gerne h&#228;tte. Das hei&#223;t, der Schuss kann auch nach hinten losgehen.</p>
<p>Das Web 2.0 bietet aber auch die M&#246;glichkeit, das in einer Kultureinrichtung vorhandene Wissen zum Beispiel in einem Wiki zu sammeln und allen MitarbeiterInnen zug&#228;nglich zu machen. Social Bookmarking erlaubt es mir, meine „Favoriten“ im Internet mit anderen zu teilen. Bis jetzt haben wir immer alleine vor uns hingesammelt. Jetzt k&#246;nnen wir unsere Fundstellen mit anderen teilen und voneinander profitieren. Auf diese Weise lassen sich etwa Hintergrundinformationen zu einem Kunstprojekt ohne gro&#223;en Aufwand an Interessierte weitergeben. Es gibt also sehr viele M&#246;glichkeiten f&#252;r Kunst- und Kultureinrichtungen, Web 2.0-Anwendungen zu verwenden.</p>
<h2>3. Wie werden diese M&#246;glichkeiten der neuen Webkultur von den Kultureinrichtungen wahrgenommen und genutzt?</h2>
<p>Noch viel zu wenig. Aber es ist nat&#252;rlich nicht damit getan, ein paar Videos auf YouTube zu stellen und darauf zu warten, dass das Theater oder der Konzertsaal von einer riesigen Zahl von <span lang="en" xml:lang="en">YouTube-UserInnen</span> gest&#252;rmt wird.</p>
<p>Web 2.0 hei&#223;t f&#252;r mich nicht nur, mich &#252;ber ein paar neue Anwendungen zu freuen und sie auszuprobieren. Web 2.0 verlangt, wenn es erfolgreich sein soll, nach einer entsprechenden Unternehmenskultur. Ich muss im konkreten Fall bereit sein, Kontrolle abzugeben, egal, ob das den Umgang mit meinem Publikum, den Medien oder den eigenen MitarbeiterInnen betrifft.</p>
<p>Die Ver&#228;nderungen, die wir uns vom Web 2.0 erwarten, k&#246;nnen nur dann erfolgreich sein, wenn wir gleichzeitig die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Die Einf&#252;hrung einer neuen Software macht aus meinem Unternehmen kein neues Unternehmen. Das ist ein Wechselspiel und die Technologie liefert vielleicht den Input f&#252;r Ver&#228;nderungen im Unternehmen.</p>
<p>In Amerika nutzt man die M&#246;glichkeiten von Web 2.0 bereits sehr viel intensiver, z.B. gibt es dort eine recht gro&#223;e Zahl an Blogs, die von den Kultureinrichtungen betrieben wird. &#220;ber diese Blogs erreicht man nicht nur potenzielle BesucherInnen, sondern Kultureinrichtungen k&#246;nnen auch &#252;ber mehrere Blogs hinweg untereinander diskutieren und so ein Netzwerk aufbauen, in dem es um ihre Themen geht.</p>
<h2>4. Welche guten Beispiele, innovativen Ans&#228;tze und interessanten Projekte an der Schnittstelle von Kultur und Web kannst du nennen?</h2>
<p>Da ist zum Beispiel das <a href="http://www.nationaltheatre.org.uk/">Royal National Theatre</a>, das auf YouTube einen eigenen <a href="http://www.youtube.com/profile?user=NationalTheatre">Channel</a> eingerichtet hat, auf dem in Kurzvideos die n&#228;chsten Inszenierungen angek&#252;ndigt werden.</p>
<p>Sehr aktiv ist aber auch die <span lang="en" xml:lang="en"><a href="http://www.tate.org.uk/">Tate</a></span> in dieser Hinsicht. Auf der Website finden sich Podcasts und seit kurzem mit <span lang="en" xml:lang="en"><a href="http://www.tate.org.uk/tateshots/issue9111/default.htm">Tate Shots</a></span> auch eine monatlich aktualisierte Sammlung von kurzen Videos. Diese zwei Beispiele zeigen schon, dass wir hier im deutschsprachigen Raum noch etwas hinten nach sind. Aber ich bin mir sicher, dass sich das &#228;ndern wird.</p>
<p>Ein ganz interessantes Projekt ist <a href="http://www.steve.museum/index.php?option=com_content&#038;task=category&#038;sectionid=20&#038;id=38&#038;Itemid=66">Steve</a>, ein Forschungsprojekt aus dem Museumsbereich, das sich mit dem Thema Social Tagging befasst. Ziel ist es, mehr Menschen dazu zu bewegen, in Museen zu gehen. Die Idee: Nicht die ExpertInnen erkl&#228;ren die Kunstwerke, sondern Menschen wie Du und ich taggen zum Beispiel Bilder von van Gogh. Vielleicht f&#252;hlen sich auf diese Weise Menschen nicht mehr so &#252;berfordert, wenn sie einen Ausstellungsbesuch in Betracht ziehen.</p>
<p>Einen innovativen Ansatz habe ich in Darmstadt entdeckt. Das dortige Staatstheater integriert sogenannte <span lang="en" xml:lang="en">Quick Response (QR) Codes</span> in seine Plakate. Dabei handelt es sich um briefmarkengro&#223;e Punktraster, die verschl&#252;sselte Informationen enthalten. &#220;ber die <span lang="en" xml:lang="en">QR Codes</span> bekomme ich, wie im Fall des Staatstheaters Darmstadt, kostenlose Videoclips auf mein Handy gespielt, die mich zum Beispiel &#252;ber die aktuelle Inszenierung informieren.</p>
<p>Es tut sich also sehr viel und wir k&#246;nnen gespannt sein, wie die Kunst- und Kultureinrichtungen die technischen Neuerungen einsetzen. Wichtig ist es in meinen Augen, dass die Ziele klar sind. Und dann hei&#223;t es einfach ausprobieren, ob das, was man sich &#252;berlegt hat, auch wirklich funktioniert.</p>
<h2>5. Welchen Stellenwert hat deiner Meinung nach das Thema Barrierefreiheit im Zusammenhang mit &#8220;Kultur 2.0&#8243;?</h2>
<p>Ich glaube, Barrierefreiheit hat nichts mit 2.0 zu tun, sondern ist eine Haltung, die es in unserer Gesellschaft zu entwickeln gilt. Es gibt in den angels&#228;chsischen L&#228;ndern viel zu kritisieren, aber beim Thema Barrierefreiheit sind sie uns einfach voraus.</p>
<p>Dort bedeutet Barrierefreiheit: Es gibt Menschen, die Einschr&#228;nkungen unterliegen und die Aufgabe der Gesellschaft – und damit von uns allen – ist es, daf&#252;r zu sorgen, dass diese Menschen die gleichen Chancen und M&#246;glichkeiten bekommen wie wir alle.</p>
<p>Bei uns denkt man bei diesem Thema eher an &#8220;Behinderte&#8221;. Statt Menschen mit Behinderungen einen barrierefreien Museums- oder Theaterbesuch zu erm&#246;glichen, ziehen wir es vor, diesen Menschen verbilligte Eintrittskarten anzubieten. Das ist dann eher so eine  Art Schadensersatz.</p>
<p>Ja, und was Kultureinrichtungen konkret machen k&#246;nnen, das, denke ich, wisst Ihr bei MAIN wesentlich besser als ich. Bis jetzt sind es vor allem barrierefreie Webseiten und die Behindertenparkpl&#228;tze vor der T&#252;r. Das ist alles sehr wichtig, aber wie gesagt, Barrierefreiheit endet dort nicht. Und wenn man bedenkt, dass es in Europa vierzig Millionen Menschen mit den verschiedensten Behinderungen gibt und mehr als zwanzig Prozent der Bev&#246;lkerung &#228;lter als sechzig Jahre alt sind, dann sollte klar sein, dass es sich Kunst- und Kultureinrichtungen gar nicht leisten k&#246;nnen, auf diese gro&#223;e Zahl potenzieller BesucherInnen zu verzichten.</p>
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		<title>M:0:07 Award</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 07:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gebärdensprache]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Barrierefreie Ausstellung Maler Ahoi!
Museum Online, eine Initiative von Kultur Kontakt Austria, f&#246;rdert Kunstvermittlung von Museen und daraus resultierende Webprojekte an Schulen. Beim diesj&#228;hrigen Wettbewerb zum Thema „Unbekannte Sammlungen“ hat auch die barrierefreie virtuelle Ausstellung „Maler Ahoi!“ von Belvedere, Bundesrealgymnasium Franklinstra&#223;e (F21) und der Hauptschule des Bundesblindeninstituts (BBI) einen Preis gewonnen. 
Ausstellungstipp f&#252;r die Mittagspause: www.museumonline-belvedere07.at
Weils [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Barrierefreie Ausstellung Maler Ahoi!</h2>
<p><a href="http://www.museumonline.at">Museum Online</a>, eine Initiative von Kultur Kontakt Austria, f&#246;rdert Kunstvermittlung von Museen und daraus resultierende Webprojekte an Schulen. Beim diesj&#228;hrigen Wettbewerb zum Thema „Unbekannte Sammlungen“ hat auch die barrierefreie virtuelle Ausstellung „<a href="http://www.museumonline-belvedere07.at">Maler Ahoi!</a>“ von Belvedere, Bundesrealgymnasium Franklinstra&#223;e (F21) und der Hauptschule des Bundesblindeninstituts (BBI) einen Preis gewonnen. </p>
<h2>Ausstellungstipp f&#252;r die Mittagspause: <a href="http://www.museumonline-belvedere07.at">www.museumonline-belvedere07.at</a></h2>
<p>Weils schade w&#228;r, wenns nach Projektende keine/r mehr ansieht, will ich  (selbst beteiligt als professionelle Webdesignunterst&#252;tzung) ein wenig klappern: Herausgekommen nach mehrmonatiger Arbeit in Belvedere und Schule ist eine spannende Ausstellung zum 150-j&#228;hrigen Jubil&#228;um der &#246;sterreichischen Novara Expedition, kuratiert von Sch&#252;lerInnen aus 1. Klassen des Floridsdorfer Gymnasiums,  mit sch&#246;nen Bildern, haupts&#228;chlich vom Expeditionsmaler Joseph Selleny aus dem Depot vom Belvedere, unverbl&#252;mten und sehr genauen Bildbeschreibungen der 11-J&#228;hrigen, die teils auch in Geb&#228;rdensprache &#252;bersetzt wurden, vielen Zusatzinfos und tollen Skulpturen von Hauptsch&#252;lerInnen des BBI.</p>
<p><span class="floatbox"><img id="image541" src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/06/mo-route.jpg" alt="Reliefkarte der Route der Novara" /><br />
Die Route der Novara, (c) BBI,  S. Cerepak<br />
</span></p>
<h2>Keine Langeweile auf der Novara</h2>
<p>Man muss sich ein wenig einlassen auf die sehr umfangreiche Webseite und hineinlesen in die Texte der Sch&#252;lerInnen und wird dann beeindruckt davon sein, was Kinder, die letztes Jahr erst die Volksschule hinter sich gelassen haben, zustandebringen.<br />
Die Webseite dokumentiert das gesamte Projekt: Interessant sind auch die Hintergrundinformationen zur Novaraexpedition und zum Weg eines Kunstwerks vom Depot in eine Ausstellung. Im Logbuch gibt’s viele Fotos, die die Arbeit der Sch&#252;lerInnen dokumentieren und von ihnen selbst ins Netz gestellte Texte. </p>
<p><span class="floatbox"><img id="image543" src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/06/mo_schule1.JPG" alt="Sch&#252;lerInnen am Computer" /><br />
Texte schreiben in Wordpress, (c) F21, D. H&#246;fferer<br />
</span></p>
<h2>Engagement</h2>
<p>Projektarbeit an Schulen braucht besonderes Engagement von allen Beteiligten. Dieses Beispiel scheint mir recht gelungen zu sein: f&#228;cher&#252;bergreifend und in den Unterricht integrierbar. Neben der Kunstvermittlung wurden allerhand Textsorten aus dem Deutschlehrplan abgehandelt (und die Rechtschreibfehler waren wunderbar bis furchterregend). </p>
<p><span class="floatbox"><img id="image544" src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/06/mo-startseite.jpg" alt="Kopie eines Bildes von Selleny wird zurechtgeschnitten" /><br />
Arbeit mit Bildern, (c) F21, D. H&#246;fferer<br />
</span></p>
<p>Beim bildnerischen Gestalten der Route der Novara im BBI wurde ganz nebenbei auch jede Menge Geographie und Geschichte r&#252;bergebracht. Das Thema Expedition wurde diskutiert, gespielt, gemalt, in Texte und Skulpturen verarbeitet, im Internet recherchiert und nach verschiedenen Blickwinkeln in Ausstellungsr&#228;ume gebracht.</p>
<h2>Integration</h2>
<p>Bei einem gemeinsamen Termin von Kindern beider Schulen im Belvedere war&#8217;s sch&#246;n zu sehen, wie selbstverst&#228;ndlich die sehenden M&#228;dchen ihre blinden Kolleginnen bei der Hand genommen haben. </p>
<p><span class="floatbox"><img id="image542" src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/06/mo_originaleansehen.JPG" alt="2 M&#228;dchen vor einem Gem&#228;lde" /><br />
Ansehen der Originale aus dem Depot, (c) Belvedere, S. Cerepak<br />
</span></p>
<p>Hemmungen im Umgang mit Behinderung haben eher Erwachsene als Kinder. Bei der Preisverleihung h&#228;tte ein 13-j&#228;hriger Sch&#252;ler keine Angst gehabt, vor &#252;ber 100 Leuten zu demonstrieren, wie er als Blinder mit dem Internet umgeht. Ein wenig Angst hatte aber wohl die Moderatorin, dass eine Projektpr&#228;sentation mehr Raum beansprucht als die anderen und ihr Zeitplan durcheinanderkommt. Sie hat&#8217;s abgew&#252;rgt und der Bub konnte sein angeschlepptes Equipment wieder einpacken und sich fragen, wozu er sich auf die Pr&#228;sentation so gut vorbereitet hat. Schad: Interessant w&#228;r&#8217;s gewesen.</p>
<p>PS: Sehr sehenswert sind &#252;brigens auch <a href="http://www.museumonline.at/teilnehmer/">die anderen  Projekte</a>: gro&#223;er Respekt f&#252;r die  tolle Arbeit – vier der neun Ausstellungswebseiten sind auch bereits sehr professionell nach aktuellen Webstandards programmiert. Da braucht&#8217;s dann f&#252;r Barrierefreiheit nicht mehr soviel &#8230;</p>
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		<title>Checkliste f&#252;r Museen</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 11:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[In Gro&#223;britannien sichert der 1995 beschlossene und bis 2004 schrittweise umgesetzte “Disability Discrimination Act (DDA)&#8221; Menschen mit Behinderungen das gesetzliche Recht auf den Zugang zu Einrichtungen und Dienstleistungen. 
In Folge des britischen Antidiskriminierungsgesetzes wurde 2002 das &#8220;Museums, Libraries and Archives Council (MLA)&#8221; gegr&#252;ndet. Diese Organisation befasst sich unter anderem mit Rahmenprogrammen und Richtlinien zur barrierefreien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Gro&#223;britannien sichert der 1995 beschlossene und bis 2004 schrittweise umgesetzte <span lang="en" xml:lang="en" title="britisches Antidiskriminierungsgesetz">“Disability Discrimination Act (DDA)&#8221;</span> Menschen mit Behinderungen das gesetzliche Recht auf den Zugang zu Einrichtungen und Dienstleistungen. </p>
<p>In Folge des britischen Antidiskriminierungsgesetzes wurde 2002 das <span lang="en" xml:lang="en">&#8220;Museums, Libraries and Archives Council (MLA)&#8221;</span> gegr&#252;ndet. Diese Organisation befasst sich unter anderem mit Rahmenprogrammen und Richtlinien zur barrierefreien Zug&#228;nglichkeit von Museen, Bibliotheken und Archiven.</p>
<h3>
Leitf&#228;den zur Barrierefreiheit</h3>
<p>Das MLA bietet dazu eine F&#252;lle an Hintergrundinformationen und Materialien. Etwa das so genannte <span lang="en" xml:lang="en">&#8220;Disability Portfolio&#8221;</span>, das aus 12 Leitf&#228;den besteht, die praxisnah vermitteln, wie die Bed&#252;rfnisse von Menschen mit Behinderungen als KundInnen und als MitarbeiterInnen von Museen, Bibliotheken und Archiven am besten erf&#252;llt werden k&#246;nnen. </p>
<p>Die Ratgeber in englischer Sprache sind auf der <a href="http://www.mla.gov.uk/webdav/harmonise?Page/@id=73&#038;Document/@id=23032&#038;Section[@stateId_eq_left_hand_root]/@id=4302">Website des MLA</a> verf&#252;gbar und geben wertvolle Hinweise, wie Barrierefreiheit in Kultureinrichtungen umgesetzt und gew&#228;hrleistet werden kann. Vergleichbar ausgearbeitete und umfassende Unterlagen zu diesem Thema sind in &#214;sterreich noch ausst&#228;ndig. </p>
<h3>Werkzeug zur Selbsteinsch&#228;tzung</h3>
<p>Ein hilfreiches <span lang="en" xml:lang="en" title="Wergzeug; Instrument">Tool</span> ist auch die <span lang="en" xml:lang="en">&#8220;<a href="http://www.mla.gov.uk/webdav/harmonise?Page/@id=73&#038;Document/@id=22997&#038;Section[@stateId_eq_left_hand_root]/@id=4302&#038;Session/@id=D_cvc9G7QjQcDRNDkFzIBG">Disability Checklist</a>&#8220;</span> f&#252;r Fachleute in Museen, Bibliotheken und Archiven, die vom MLA vor einiger Zeit erstellt wurde. Die Checkliste enth&#228;lt rund 100 einfache Fragen, aus deren Beantwortung sich ableiten l&#228;sst, welche Leistungen eine Organisation in verschiedenen Bereichen der Barrierefreiheit bereits erbringt und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.</p>
<h3>
Checkliste nun auch in deutsch</h3>
<p>Um dieses Werkzeug zur Selbsteinsch&#228;tzung hierzulande besser zug&#228;nglich zu machen, hat MAIN mit Genehmigung des MLA die Checkliste nun ins Deutsche &#252;bersetzen lassen und f&#252;r die Verwendung in &#214;sterreich &#252;berarbeitet. Zum Herunterladen liegt die deutsche Version der <a href="/infopool/leitlinien/checkliste-zugang-fuer-alle/">Checkliste: Zugang f&#252;r alle</a> in der Infothek im MAIN_web unter Leitlinien bereit.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gitterbettsperre</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/03/15/gitterbettsperre/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2007 07:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kornelia Götzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagstest]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[K&#252;rzlich flatterte ein Veranstaltungshinweis f&#252;r das J&#252;dische Museum auf meinen Schreibtisch. Ich &#252;berlegte kurz, ob die R&#228;ume stufenlos sind und beschloss, die Veranstaltung zu besuchen. Von meinen Stadtspazierg&#228;ngen hatte ich in Erinnerung, dass diese R&#228;ume barrierefrei zug&#228;nglich sind.
Denkste! Als ich um 19.10 Uhr zum Eingang kam, war dieser versperrt. An der T&#252;r befand sich ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>K&#252;rzlich flatterte ein Veranstaltungshinweis f&#252;r das J&#252;dische Museum auf meinen Schreibtisch. Ich &#252;berlegte kurz, ob die R&#228;ume stufenlos sind und beschloss, die Veranstaltung zu besuchen. Von meinen Stadtspazierg&#228;ngen hatte ich in Erinnerung, dass diese R&#228;ume barrierefrei zug&#228;nglich sind.</p>
<p>Denkste! Als ich um 19.10 Uhr zum Eingang kam, war dieser versperrt. An der T&#252;r befand sich ein Zettel mit dem Hinweis: „Eingang nebenan“. Ich rollte zur genannten T&#252;re, machte auf und stand vor vier Stufen. Gl&#252;cklicherweise sah ich in weiter Ferne einen Billeteur, mit dem ich durch Winken Kontakt aufnehmen konnte. Ich zeigte auf die Stufen und auf meinen Rollstuhl. Er holte einen Schl&#252;ssel und sperrte mir die stufenlos zug&#228;ngliche T&#252;r auf. Dann erkl&#228;rte er mir: „Wissen Sie, die rollstuhlgerechte T&#252;re wird um 18 Uhr zugesperrt“.</p>
<p>Diese Denkweise finde ich schon faszinierend. Scheint so, als glauben manche Leute allen Ernstes, dass behinderte Personen um 18 Uhr Gitterbettsperre haben und somit keine Abendveranstaltungen besuchen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Louvre setzt auf Zug&#228;nglichkeit f&#252;r alle</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2007 09:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[link-pr]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[pr]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Louvre in Paris z&#228;hlt zu den bedeutendsten Museen der Welt. Seit etwa f&#252;nf Jahren wird intensiv daran gearbeitet, barrierefreiere Angebote zu setzen. Um die Zug&#228;nglichkeit zu verbessern wird eine umfassende Strategie verfolgt, die neben zug&#228;nglichen Angeboten, die Auseinandersetzung mit Behinderung in der Kunstgeschichte und eine gezielte &#214;ffentlichkeitsarbeit zur Erreichung von Menschen mit Behinderungen umfasst.
Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Louvre in Paris z&#228;hlt zu den bedeutendsten Museen der Welt. Seit etwa f&#252;nf Jahren wird intensiv daran gearbeitet, barrierefreiere Angebote zu setzen. Um die Zug&#228;nglichkeit zu verbessern wird eine umfassende Strategie verfolgt, die neben zug&#228;nglichen Angeboten, die Auseinandersetzung mit Behinderung in der Kunstgeschichte und eine gezielte &#214;ffentlichkeitsarbeit zur Erreichung von Menschen mit Behinderungen umfasst.</p>
<p>Im Rahmen des Lehrgangs f&#252;r inklusive Kommunikation und barrierefreie Public Relations war k&#252;rzlich Matthieu Decraene bei MAIN zu Gast. Er ist im Louvre f&#252;r Public Relations f&#252;r die Zielgruppe Menschen mit Behinderungen und Barrierefreiheit zust&#228;ndig und hat uns einen Einblick gegeben, was im Louvre unternommen wird, um f&#252;r ein breiteres Publikum zug&#228;nglich zu werden.</p>
<p><img id="image489" alt="Matthieu Decraene beim LiNK_pr-Workshop" src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/03/dsc00151.jpg" /><br />
<br/>Matthieu Decraene (Bild Mitte) beim LiNK_pr-Workshop mit Franz&#246;sischdolmetscherin und Geb&#228;rdensprachdolmetscher.<br />
(Foto: Firlinger/MAIN)
<div class="clearleft"><br/></div>
<p>Ich halte diesen umfassenden und strategischen Ansatz f&#252;r sehr interessant. Deshalb hier ein paar Eindr&#252;cke aus dem Workshop. Ich selbst konnte die Zug&#228;nglichkeit des Louvre noch nicht testen. Vielleicht gibt es ja Erfahrungen eurerseits.</p>
<h3>Barrierefreiheit mit Strategie</h3>
<p>Im Louvre wird Zug&#228;nglichkeit auf drei Ebenen betrachtet und vorangetrieben: im baulichen Bereich, in der Ausstellungsgestaltung und in Belangen der Kommunikation. Dass H&#252;rden in der Zug&#228;nglichkeit auf diesen drei Ebenen wahrgenommen werden, halte ich f&#252;r einen sehr wichtigen Schritt. Denn wer z.B. tolle Angebote setzt und diese nicht oder falsch kommuniziert wird kaum interessierte Leute erreichen und die besten Aktivit&#228;ten werden nur <span lang="en" xml:lang="en">Insidern </span>vorbehalten bleiben.</p>
<p>Der Louvre machte deshalb mit einer breit angelegten Kampagne auf die Zug&#228;nglichkeit seiner Angebote aufmerksam. Mit Plakaten, Foldern und intensiver Medienarbeit wurde versucht neue Besucherinnen und Besucher ins Museum zu locken. So werden etwa eine Tastgalerie, Workshops und F&#252;hrungen f&#252;r Menschen mit Lernschwierigkeiten angeboten oder Kulturevents wie die Nacht „Ber&#252;hren um zu sehen“ veranstaltet, die f&#252;r alle Museumsg&#228;ste ein Kunsterlebnis der anderen Art bieten, oder Tage gestaltet, an denen verschiedenste Ausstellungen durch geh&#246;rlose K&#252;nstlerInnen pr&#228;sentiert werden.</p>
<h3>Bewusstsein schaffen</h3>
<p>Damit solche Angebote auch wirklich funktionieren, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Louvre geschult. Eine gro&#223;e Herausforderung in einem Betrieb, der &#252;ber 2.000 Personen besch&#228;ftigt. Angeboten werden Eintagesschulungen mit Basiswissen und Selbsterfahrung rund ums Thema Behinderung. In der Kulturvermittlung sind geh&#246;rlose ExpertInnen, und Fachleute f&#252;r Audiodeskription und Kunstvermittlung f&#252;r Menschen mit Lernschwierigkeiten besch&#228;ftigt.</p>
<h3>Barrierefreiheit gibt es nicht</h3>
<p>Im Louvre wird Barrierefreiheit als Prozess verstanden. H&#252;rden bestehen noch viele. Damit Angebote und Kommunikationsstrategien gezielt verbessert werden k&#246;nnen, wurde eine Studie mit einem detaillierten Zug&#228;nglichkeits-Audit durchgef&#252;hrt. </p>
<p>Ein Problembereich der Kommunikation liegt derzeit noch in der nicht barrierefrei benutzbaren Homepage. Ein Relaunch ist in Arbeit. Damit sich Menschen mit Behinderungen trotzdem &#252;ber aktuelle Angebote informieren k&#246;nnen, setzt Decraene auf einen Newsletter, gezielte Kooperation mit und Information von Verb&#228;nden und die Pr&#228;senz auf einem Online-Veranstaltungskalender, der s&#228;mtliche barrierefrei zug&#228;nglichen Veranstaltungshinweise bereitstellt.</p>
<h3>Echte Zeichen setzen</h3>
<p>Im Bereich der Barrierefreiheit sind unterschiedlichste Symbole und Piktogramme in Gebrauch. Durch die Auswahl dieser Symbole wird transportiert, wie Menschen angesprochen werden. So gibt es etwa f&#252;r Geh&#246;rlosigkeit das Symbol mit einem durchgestrichenen Ohr oder die H&#228;nde, die Geb&#228;rdensprache symbolisieren. Der Louvre hat sich f&#252;r zweiteres entschieden und setzt so ein positives Zeichen in der Kommunikation, wie ich meine. </p>
<p>Zeichen anderer Art sind G&#252;tesiegel, von denen es reichlich viele gibt. In Frankreich wurde das Siegel „Tourisme et Handicap“ entwickelt, das f&#252;r einen gewissen Standard an Barrierefreiheit steht. Museen werden neben dem gesetzlichen Auftrag zur sozialen Inklusion durch diese Auszeichnung, die auch anderen, f&#252;r TouristInnen interessanten Einrichtungen wie Restaurants verliehen wird, motiviert, Schritte f&#252;r mehr Zug&#228;nglichkeit zu setzen. Wenn Barrierefreiheit Teil einer allgemeinen Auszeichnung f&#252;r Qualit&#228;t wird, hielte ich das f&#252;r einen guten Ansatz. Denn dann hie&#223;e gute Qualit&#228;t Barrierefreiheit inklusive.</p>
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		<title>PR-Strategien, die noch fehlen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Feb 2007 08:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[pr]]></category>

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		<description><![CDATA[K&#252;rzlich erhielt ich eine Anfrage der deutschen Zeitschrift f&#252;r Museumsp&#228;dagogik „Standbein – Spielbein“, ob ich einen Beitrag zum Thema PR f&#252;r barrierefreie Kulturangebote schreiben k&#246;nnte. Ich nahm an.
Dass die Aufgabe keine einfache ist, war mir bewusst, denn PR f&#252;r barrierefreie Kulturangebote gibt es in &#214;sterreich weder als Fachdisziplin noch kann man auf einen praktischen Erfahrungsschatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>K&#252;rzlich erhielt ich eine Anfrage der deutschen Zeitschrift f&#252;r Museumsp&#228;dagogik „Standbein – Spielbein“, ob ich einen Beitrag zum Thema PR f&#252;r barrierefreie Kulturangebote schreiben k&#246;nnte. Ich nahm an.</p>
<p>Dass die Aufgabe keine einfache ist, war mir bewusst, denn PR f&#252;r barrierefreie Kulturangebote gibt es in &#214;sterreich weder als Fachdisziplin noch kann man auf einen praktischen Erfahrungsschatz zur&#252;ckgreifen. Also stellte ich mir die Frage nach dem „Warum?“ f&#252;r diese Situation und nach der Bedeutung inklusiver PR im Kulturbereich, die ich f&#252;r diskussionsw&#252;rdig halte. Deshalb hier einige Gedanken dazu:</p>
<h2>&#8220;Menschen mit Behinderungen geh&#246;ren noch nicht zur Zielgruppe&#8221;</h2>
<p>Den Ausgangspunkt bildet f&#252;r mich die &#246;sterreichische Situation, die ich aus eigener Erfahrung und Perspektive einer sehbehinderten kulturinteressierten Frau kenne. Kulturangebote und ma&#223;geschneiderte Infos f&#252;r mich als Vertreterin der so genannten „Zielgruppe“ der Menschen mit Behinderungen sind keineswegs die Regel, sondern wenn es diese gibt leider noch eine freudige &#220;berraschung.</p>
<p>In &#214;sterreich m&#252;ssen also Menschen mit Behinderungen grunds&#228;tzlich davon ausgehen, dass ein Museum wenig f&#252;r sie zu bieten hat. Und dies, obwohl ein gro&#223;er Personenkreis von einer barrierefreien Informationsgestaltung in den Kunst- und Kulturst&#228;tten profitieren w&#252;rde. Dennoch werden Bed&#252;rfnisse, die &#252;ber die des so genannten Durchschnittsbesuchers hinausgehen, bislang kaum ber&#252;cksichtigt. </p>
<p>Einer der Gr&#252;nde daf&#252;r ist, dass Menschen mit Behinderungen (noch) nicht als Zielgruppe von Kunst- und Kulturangeboten wahrgenommen werden. Sie werden somit auch nicht als Dialoggruppen der kulturellen Public Relations und Kommunikation mitbedacht. Zwar gibt es Versuche einer inklusiv gestalteten &#214;ffentlichkeitsarbeit f&#252;r barrierefreie Kulturangebote. Diese beschr&#228;nken sich aber in &#214;sterreich noch auf Einzelaktivit&#228;ten. </p>
<p>Wer keine Angebote setzt, wird in der Kommunikationsarbeit Menschen mit Behinderungen auch nicht ansprechen. Ein erster Ansatz k&#246;nnte jedoch sein, die eigenen Angebote zu durchforsten und auf ihre Benutzbarkeit zu pr&#252;fen. Wer sich solche Fragen stellt, hat Menschen mit Behinderungen als Dialoggruppe erkannt und wird feststellen, dass es einen gro&#223;en Kommunikationsbedarf an Informationen gibt, die f&#252;r Menschen mit Behinderungen interessant sind. </p>
<p>Unternehmen und Einrichtungen, die z.B. mit ihrer Online-Kommunikation auch Menschen mit Behinderungen ansprechen wollen, beantworten auf ihrer Website gleich vorneweg einige wichtige Fragen, etwa ob ein Geb&#228;ude f&#252;r RollstuhlfahrerInnen zug&#228;nglich ist, ob und wo es Behindertenparkpl&#228;tze gibt, ob Assistenzhunde erlaubt oder ob die R&#228;umlichkeiten auch mit rollstuhlgerechten WCs ausgestattet sind. Vielleicht stehen zus&#228;tzlich Geb&#228;rdensprachvideos oder Bildbeschreibungen bereit. Damit diese Infos bei den BesucherInnen des virtuellen Museumsportals auch ankommen, ist eine barrierefreie Gestaltung der Homepage Voraussetzung.</p>
<p>Die Bedeutung von PR und inklusiver Kommunikation ist aus meiner Sicht zentral. Sie spricht neue Personengruppen an, lockt sie ins Museum und macht Inhalte wahrnehmbar. </p>
<h2>Barrierefreie PR als Strategie</h2>
<p>Die Auseinandersetzung mit inklusiver PR und zug&#228;nglichen Kulturangeboten hat f&#252;r mich die Bedeutung strategischer Konzepte f&#252;r die Umsetzung inklusiver PR in Unternehmen verdeutlicht. Eine solche Strategie zieht sich durch verschiedenste Unternehmensbereiche und reicht vom Leitbild &#252;ber die interne Kommunikation, den Sprachgebrauch, die Gestaltung von PR-Materialien bis hin zur barrierefreien Organisation von Veranstaltungen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel f&#252;r eine solche Strategische Realisierung ist f&#252;r mich das <a href="http://www.vam.ac.uk/">Victoria &#038; Albert Museum </a>in London, das ich in einem fr&#252;heren Beitrag bereits erw&#228;hnt habe. Hier werden behinderte G&#228;ste sowohl im Online-Portal als auch mit dem so genannten „<span lang="en" xml:lang="en">Access Guide</span>“, der auch in Braille erh&#228;ltlich ist, umfassend informiert. Im Web werden unter dem Men&#252;punkt <a href="http://www.vam.ac.uk/your_visit/disability/index.html">„Your Visit / Disability&#8221; </a> Infos &#252;ber Erreichbarkeit, Assistenz-Angebote f&#252;r den Museumsbesuch, „<span lang="en" xml:lang="en">Touch Tours</span>“, F&#252;hrungen in Geb&#228;rdensprache oder z.B. die M&#246;glichkeit mittels <span lang="en" xml:lang="en">Audioguide</span> f&#252;r blinde Menschen eine Ausstellung auf eigene Faust zu erkunden, pr&#228;sentiert. Dabei handelt es sich nicht um selten stattfindende Spezialangebote, sondern um eine Strategie, die das Museum f&#252;r Menschen mit Behinderungen attraktiv macht.</p>
<p>Strategische Konzepte f&#252;r barrierefreie PR nehmen Menschen mit Behinderungen als Kundinnen und Kunden ernst, setzen umfangreiche Informationsangebote und machen auf zug&#228;ngliche Ausstellungsangebote aufmerksam. Diese Strategien m&#252;ssen in &#214;sterreich erst entwickelt und eingefordert werden. Sie w&#252;rden es erlauben, behinderte oder &#228;ltere Menschen und insgesamt ein breiteres  kulturinteressiertes Publikum gezielt anzusprechen und zu erreichen. </p>
<p>Wir schauen uns deshalb nach guten Beispielen f&#252;r gelungene inklusive PR- und Kommunikationsstrategien um und werden diese demn&#228;chst hier vorstellen. Wenn Sie Erfahrungen mit der strategischen Umsetzung von Barrierefreiheit im Kulturbereich haben oder Kulturbetriebe kennen, die Menschen mit Behinderungen als Kundinnen und Kunden ansprechen, dann lassen Sie doch die Blog-Gemeinde daran teilhaben.</p>
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		<title>Eintritt frei?</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2006/12/12/eintritt-frei/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 09:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[In &#214;sterreich sind Museen bekanntlich kostenpflichtig. Menschen mit Behinderungen kommen h&#228;ufig in den Genuss erm&#228;&#223;igter Eintrittspreise. Die Palette reicht hier vom vollen Preis bis hin zum freien Eintritt.
Ein Wiener Museum hat einen bislang ungew&#246;hnlichen Weg der Preisgestaltung gew&#228;hlt. F&#252;r behinderte BesucherInnen gelten die vollen Eintrittspreise, AssistentInnen oder Begleitung haben freien Eintritt, damit den BesucherInnen keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In &#214;sterreich sind Museen bekanntlich kostenpflichtig. Menschen mit Behinderungen kommen h&#228;ufig in den Genuss erm&#228;&#223;igter Eintrittspreise. Die Palette reicht hier vom vollen Preis bis hin zum freien Eintritt.</p>
<p>Ein Wiener Museum hat einen bislang ungew&#246;hnlichen Weg der Preisgestaltung gew&#228;hlt. F&#252;r behinderte BesucherInnen gelten die vollen Eintrittspreise, AssistentInnen oder Begleitung haben freien Eintritt, damit den BesucherInnen keine Mehrkosten f&#252;r Assistenzbedarf und einen interessanten Museumsbesuch entstehen. </p>
<p>Diese Form der Preisgestaltung st&#246;&#223;t bei vielen BesucherInnen mit Behinderungen auf Unverst&#228;ndnis. Die Idee, keine „positive Diskriminierung“ f&#252;r Menschen mit Behinderungen zu schaffen und Menschen mit Behinderungen nicht gleich an der Kassa mit einem Almosen, sondern mit einem Signal behinderte Personen als gleichwertige MuseumsbesucherInnen zu empfangen, kommt bei einigen BesucherInnen nicht gut an. </p>
<p>Meine pers&#246;nliche Meinung dazu ist, dass ich mir nicht erwarte, dass ich aufgrund meiner Behinderung freien Eintritt in s&#228;mtliche Kultureinrichtungen genie&#223;e. F&#252;r meinen Geschmack ist es wichtiger, Rahmenbedingungen und Angebote zu schaffen, die Menschen mit Behinderungen zug&#228;nglich sind. Wenn ich nat&#252;rlich als behinderte Person keinerlei f&#252;r mich nutzbare Angebote vorfinden w&#252;rde, w&#228;re ein voller Eintrittspreis fragw&#252;rdig. </p>
<p>Wie f&#252;hlen Sie sich durch volle oder erm&#228;&#223;igte Eintrittspreise von einem Museum als Besucher/in angesprochen? Erwarten Sie sich als behinderte/r Museumsbesucher/in erm&#228;&#223;igten oder freien Eintritt? </p>
<p>Noch ein Nachsatz dazu. Grunds&#228;tzlich w&#252;rde ich freien Eintritt f&#252;r alle ins Museum wunderbar finden. Es gibt n&#228;mlich L&#228;nder, so z.B. Gro&#223;britannien, wo viele Museen freien Eintritt bieten. Das lockt die Menschen ins Museum und schafft N&#228;he zwischen Kunst und Mensch und macht keinen Unterschied zwischen zahlungskr&#228;ftigen und mittellosen Kulturinteressierten. </p>
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		<title>Britische Impressionen &#8211; Kulturgenuss f&#252;r alle</title>
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		<pubDate>Wed, 31 May 2006 09:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[
Foto: Braunreiter
Im M&#228;rz dieses Jahres hatte ich das Vergn&#252;gen, Gro&#223;britannien zu besuchen. Grund meiner Reise war die Konferenz Dis:cover, die sich mit Menschen mit Behinderungen in Kultur undMedien und deren Zugang zu kuturellen Angeboten besch&#228;ftigte. Dazu demn&#228;chst mehr.
Grund zwei war, dass ich mir einen Eindruck von den angeblich so barrierefreien Angeboten britischer Museen machen wollte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="alignleft"><img  alt="Textilproben mit Braille-Beschriftung" id="image273" src="http://ip000021.host.inode.at/wp-content/uploads/2006/06/V&amp;A-Textil-beschr.jpg" /><br />
Foto: Braunreiter</p>
<p>Im M&#228;rz dieses Jahres hatte ich das Vergn&#252;gen, Gro&#223;britannien zu besuchen. Grund meiner Reise war die Konferenz Dis:cover, die sich mit Menschen mit Behinderungen in Kultur undMedien und deren Zugang zu kuturellen Angeboten besch&#228;ftigte. Dazu demn&#228;chst mehr.</p>
<p>Grund zwei war, dass ich mir einen Eindruck von den angeblich so barrierefreien Angeboten britischer Museen machen wollte. Und ich war beeindruckt. Das Victoria &#038; Albert Museum zum Beispiel besch&#228;ftigt einen Access Officer. Seine Aufgabe ist es, die Zug&#228;nglichkeit zu denunterschiedlichen Ausstellungsangeboten zu verbessern oder einzuplanen.</p>
<p>Dass Zug&#228;nglichkeit nicht nur rollstuhlgerecht bedeutet, zeigen multisensorische Angebote,die etwa Silberarbeiten, Steinschliffe oder viktorianische Textilien umfassen und zumAngreifen einladen. Auch gute Informationspolitik wird gro&#223; geschrieben.</p>
<p>Ein Accessible Guide informiert &#252;ber die Zug&#228;nglichkeit f&#252;r Menschen mit unterschiedlichen Behinderung und das online und in print. Und die Kunst- und Kulturvermittlung bietet in den Ausstellungen Infos in Gro&#223;druck, Braille, Audioguides und F&#252;hrungen in Geb&#228;rdensprache.</p>
<p class="alignright"><img alt="Ausstellungsstueck aus Silber" id="image188" src="http://ip000021.host.inode.at/wp-content/uploads/2006/05/VuA-Silber2501.jpg" /><br />
Foto: Braunreiter</p>
<p>Ein gelungenes Beispiel daf&#252;r, dass Ausstellungen f&#252;r unterschiedlichste BesucherInnen interessant sein k&#246;nnen und dass in &#214;sterreich noch viel zutun ist. Mir hats gefallen und bewiesen, dass barrierefreier und damit selbstbestimmter Kulturgenuss Lust auf mehr Kultur macht.</p>
<div class="clearright"><br/></div>
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