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	<title>MAIN_web &#187; Behinderung</title>
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		<title>Kunst barrierefrei vermitteln, aber wie?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 11:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#220;ber Zug&#228;nge zur Zug&#228;nglichkeit der Museumslandschaft
Am 21. November 2008 fand in der &#214;sterreichischen Galerie Belvedere eine Veranstaltung zur barrierefreien Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen statt. Titel: &#8220;Wie soll das denn bitte gehen?&#8221; Gekommen waren knapp 20 Kulturvermittlerinnen (ausschlie&#223;lich Frauen) aus renommierten Museen in Wien, Nieder&#246;sterreich und Ober&#246;sterreich, wie etwa dem Wien Museum, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>&#220;ber Zug&#228;nge zur Zug&#228;nglichkeit der Museumslandschaft</h2>
<p>Am 21. November 2008 fand in der &#214;sterreichischen Galerie Belvedere eine Veranstaltung zur barrierefreien Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen statt. Titel: &#8220;Wie soll das denn bitte gehen?&#8221; Gekommen waren knapp 20 Kulturvermittlerinnen (ausschlie&#223;lich Frauen) aus renommierten Museen in Wien, Nieder&#246;sterreich und Ober&#246;sterreich, wie etwa dem Wien Museum, dem Stift Klosterneuburg, der Sammlung Essl und dem Belvedere selbst. Als ReferentInnen waren Manfred Fischer, <span lang="en">Jo</span> Spelbrink und meine Wenigkeit geladen, um einen Einblick in die Situation behinderter Menschen im Museumsbetrieb zu geben. </p>
<h3>Was war</h3>
<p>&#8220;Kultur wird barrierefrei&#8221; lautete der mutige Titel einer Impulsveranstaltung, mit der wir von MAIN vor rund 2 ½ Jahren in &#214;sterreich ein St&#252;ck Pionierarbeit leisteten und dem Kulturbetrieb konkrete Anst&#246;&#223;e gaben. Gro&#223;es Interesse, positive Resonanz und einige Initiativen in Richtung Barrierefreiheit waren der Erfolg. Jetzt setzte der Verband der KulturvermittlerInnen gemeinsam mit dem Verein &#8220;Konsensio kultur.barrierefrei.gestalten&#8221; mit dem aktuellen <span lang="en" xml:lang="en">Event</span> eine neue Initiative. &#8220;Dieser Tag soll ein Startschuss f&#252;r mehr Barrierefreiheit sein.&#8221;, erkl&#228;rt Brigitte Hauptner, die Mitbegr&#252;nderin von Konsensio und neue Pr&#228;sidentin des Verbandes der KulturvermittlerInnen. </p>
<p>Wer ist die so genannte Zielgruppe der &#8220;Menschen mit Behinderungen&#8221;? Gehen diese Leute &#252;berhaupt ins Museum und wie erleben Menschen mit unterschiedlichen K&#246;rper- und Sinnesbehinderungen Ausstellungsangebote bzw. wie k&#246;nnen sie diese nutzen? Mit diesen Fragen haben wir uns in Impulsreferaten und Diskussionen auseinandergesetzt. Ein <span lang="en">Workshop</span> am Ende des Tages gab den Teilnehmenden dann auch noch die Gelegenheit, Barrieren in einer aktuellen Ausstellung zu entdecken und sich selbst an einer Bildbeschreibung f&#252;r blinde und sehbehinderte AusstellungsbesucherInnen zu versuchen.</p>
<h3>Was ist</h3>
<p>Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich mich f&#252;r das angefragte Impulsreferat vorbereitet habe. Zug&#228;ngliche Kulturangebote sind die Ausnahme und nicht die Regel. Das ist wie vor 2 ½ Jahren. Doch dass Menschen mit Behinderungen potenzielle Besucherinnen und Besucher sind, spricht sich zunehmend herum. So haben sich die Informationsangebote zum Thema Barrierefreiheit auf der Website des Belvederes und des Wien Museums verbessert. Das sind nur zwei positive Beispiele, die mir auf meiner Recherche begegnet sind. Um die Barrierefreiheit der musealen Websites selbst ist es dagegen nach wie vor recht schlecht bestellt. Da kann ich leider keine Glanzlichter nennen. Falls mir da etwas entgangen sein sollte, bitte ich um entsprechende Hinweise. Infos, wie es in den einzelnen Museen um die konkreten barrierearmen Angebote steht, kann ich derzeit leider noch nicht bieten. </p>
<h3>Was bleibt</h3>
<p>Bei dieser Veranstaltung wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit in einem inklusiven Sinne zu denken. Wir haben uns in den unterschiedlichen Impulsreferaten mit den unterschiedlichen Bed&#252;rfnissen von Menschen mit diversen Behinderungen besch&#228;ftigt, also welche Angebote brauchen etwa blinde oder geh&#246;rlose oder mobilit&#228;tsbehinderte Menschen in Museen, Galerien, Austellungen. Diese Ann&#228;herung hat ihre Berechtigung, weil nichtbehinderte Personen nat&#252;rlich auch verstehen sollen, wie behinderte MuseumsbesucherInnen Kulturangebote erleben. Es ist aber auch gef&#228;hrlich, denn die passende Schublade mit dem daf&#252;r gemachten Angebot f&#252;r jede Art von Behinderung, das ist f&#252;r mich noch nicht das angepeilte &#8220;Museum f&#252;r alle&#8221;. Viel mehr scheint es mir erstrebenswert, die BesucherInnen als Individuen mit unterschiedlichen Bed&#252;rfnissen, Wahrnehmungsm&#246;glichkeiten und Erfahrungen zu begreifen und im Sinne des inklusiven <span lang="en">Designs</span> Ausstellungen zu konzipieren. </p>
<p>Die Basis daf&#252;r ist Normalit&#228;t im Umgang mit behinderten BesucherInnen. So stellte eine Veranstaltungsteilnehmerin fest: &#8220;Wir d&#252;rfen keine Angst haben, wenn wir Vermittlungsangebote f&#252;r Menschen mit Behinderungen setzen und m&#252;ssen den G&#228;sten im Museum mit Normalit&#228;t begegnen. Dann gibt es kaum Probleme.&#8221; </p>
<p>Warum mir der inklusive Zugang zu Kulturangeboten so wichtig ist, liegt am Mehrwert, der f&#252;r m&#246;glichst viele Menschen geschaffen werden soll. Dieser Mehrwert bringt Menschen mit Behinderungen die Chance auf ein autonomes Kulturerlebnis. Das Bild, dass behinderte Menschen nur in Gruppen mit Begleitung ins Museum gehen, sollte nicht mehr das sein, das in den K&#246;pfen pr&#228;sent ist. Ist es aber noch. Das stand auch beim Workshop zur Diskussion. Klar, Spezialangebote, wie beispielsweise <span lang="en" xml:lang="en">Touch Tours</span> f&#252;r Gruppen von blinden BesucherInnen oder F&#252;hrungen in Geb&#228;rdensprache f&#252;r geh&#246;rlose BesucherInnen, sind nat&#252;rlich auch gefragt. Sie sollten aber erstens regelm&#228;&#223;ig stattfinden, was in vielen Museen nicht der Fall ist, und zweitens, so wie bei anderen Gruppen von BesucherInnen, auch auf deren Interessen zugeschnitten werden. Es bleibt also noch viel zu tun.</p>
<h3>Was kommt</h3>
<p>Hoffentlich weiterhin viel Interesse auf Seiten der KulturvermittlerInnen und vermehrt auch den Kultureinrichtungen und nat&#252;rlich weitere Initiativen in Richtung Barrierefreiheit. Der Wunsch der Teilnehmenden danach wurde artikuliert. </p>
<h3>Was fehlt</h3>
<p>Barrierefreiheit als strukturelles Element, das von Anfang an in der Planung und Konzeption mitgedacht wird. Das w&#252;rde die Umsetzung erleichtern und ein neues Kulturerlebnis f&#252;r alle schaffen. Das ist nichts Neues, muss aber immer wieder gesagt werden.</p>
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		<title>&#214;ZIV Medienpreis 2008</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/11/13/oeziv-medienpreis-2008/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 19:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
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		<description><![CDATA[Scheck und Schuasch
Gestern ging die Gala zum &#214;ZIV Medienpreis 2008 im Studio 44 der &#214;sterreichischen Lotterien am Wiener Rennweg &#252;ber die B&#252;hne. Diese Auszeichnung wird vom &#214;ZIV f&#252;r herausragende Berichterstattung &#252;ber Menschen mit Behinderungen im Arbeits- und im Wirtschaftsleben vergeben und ist mit 1.000 Euro und dem &#8220;Schuasch&#8221;, einer vom K&#252;nstler Rudolf Pinter geschaffenen Statue, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Scheck und Schuasch</h3>
<p>Gestern ging die Gala zum <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym> Medienpreis 2008 im Studio 44 der &#214;sterreichischen Lotterien am Wiener Rennweg &#252;ber die B&#252;hne. Diese Auszeichnung wird vom <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym> f&#252;r herausragende Berichterstattung &#252;ber Menschen mit Behinderungen im Arbeits- und im Wirtschaftsleben vergeben und ist mit 1.000 Euro und dem &#8220;Schuasch&#8221;, einer vom K&#252;nstler Rudolf Pinter geschaffenen Statue, dotiert. </p>
<p>Scheck und Schuasch wanderten heuer an die H&#228;nde der Preistr&#228;gerin Karin Lehner vom <acronym title="&#214;sterreichischer Rundfunk" lang="de" xml:lang="de">ORF</acronym> H&#246;rfunk, die f&#252;r ihren &#214;1 Radiokolleg-Beitrag &#8220;Inselbegabte. Autismus im Wandel&#8221; ausgezeichnet wurde. Auch die beiden ehrenden Anerkennungen gingen diesmal an <acronym title="&#214;sterreichischer Rundfunk" lang="de" xml:lang="de">ORF</acronym> JournalistInnen, und zwar an Markus M&#252;ller f&#252;r einen Beitrag im &#214;1-Morgenjournal &#252;ber ein Tiroler Projekt, das Fachkr&#228;fte f&#252;r Barrierefreiheit und Chancengleichheit ausbildet, und an Inge Maria Limbach f&#252;r einen Beitrag in &#8220;Heute in &#214;sterreich&#8221;, in dem es um den Berufsalltag von Menschen mit <span lang="en" xml:lang="en">Down</span> Syndrom geht, die bei einer Kaffeehauskette besch&#228;ftigt sind.</p>
<h3>Qual der Wahl</h3>
<p>Es ist heuer bereits die dritte Runde f&#252;r den <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym> Medienpreis. Wie ich als Mitglied der Jury wei&#223;, beteiligten sich an der Ausschreibung 2008 insgesamt 38 EinreicherInnen mit thematisch vielf&#228;ltigen Beitr&#228;gen aus Printmedien, Radio, Internet und TV. Das sind nicht nur fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, auch die inhaltliche Qualit&#228;t und die sprachliche Sensibilit&#228;t dieser Medienberichte kann sich durchwegs sehen bzw. h&#246;ren lassen. (Was die Auswahl f&#252;r die Jury nat&#252;rlich nicht leichter macht.)</p>
<p>Als Problem erweist sich dabei allerdings, dass einige wirklich gut gemachte Geschichten eingereicht wurden, die sich nicht oder nur am Rande mit dem Themenfeld &#8220;Menschen mit Behinderungen im Arbeits- und im Wirtschaftleben&#8221; befassen und daher von der Jury auch nicht in die engere Wahl gezogen werden konnten. W&#228;re also gut, wenn das bei der Ausschreibung 2009 vom Veranstalter, dem <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym>, noch deutlicher kommuniziert wird, dass es bei diesem Medienpreis insbesondere um Berichte geht, die Fragen der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt r&#252;cken. Weil sonst wom&#246;glich auch Frust entsteht bei all jenen KollegInnen, die dann wieder h&#246;chst engagierte Beitr&#228;gen einreichen, aber wegen &#8220;Themenverfehlung&#8221; eigentlich von vorneherein chancenlos sind. </p>
<p>Ein andere Schwierigkeit dieses Medienpreises sehe ich auch in der Beurteilung h&#246;chst unterschiedlicher Publikationen und Formate. So kann sich ein tagesaktueller, schnell gemachter Zeitungsbericht nur schwer messen mit einer langen und aufw&#228;ndig produzierten TV-Dokumentation. Hier w&#228;re vielleicht eine Unterteilung in die unterschiedlichen Formate sinnvoll, um die Pr&#228;mierung etwas pr&#228;ziser gestalten zu k&#246;nnen. </p>
<h3>Offene Diskussion</h3>
<p>Gut f&#228;nde ich auch, wenn es beim n&#228;chsten Mal ein Art Publikumspreis g&#228;be und die eingereichten Beitr&#228;ge auch im Web heruntergeladen und diskutiert werden k&#246;nnten. Damit w&#228;re auch eine gewisse Transparenz und Nachhaltigkeit gegeben, die sich der <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym> mit der ganzen Aktion ja auch zum Ziel setzt, wie etwa in der aktuellen <a href="/aktuell/apa-ots/?detail=OTS0111-20081113"><acronym title="Austria Presse Agentur" lang="de" xml:lang="de">APA</acronym> <acronym title="Original Text Service" lang="de" xml:lang="de">OTS</acronym> Aussendung</a> Klaus Voget, Pr&#228;sident des <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym>, erkl&#228;rt: &#8220;Mit dem Medienpreis tragen wir dazu bei, dass den Anliegen von Menschen mit Behinderung Geh&#246;r verschafft wird und dass das Thema Behinderung offen diskutiert wird.&#8221;</p>
<p>Eine Medienproduktion, die diesem Anspruch jedenfalls Rechnung tr&#228;gt, ist die Radiokolleg-Reihe der diesj&#228;hrigen Preistr&#228;gerin Karin Lehner &#252;ber &#8220;Inselbegabte. Autismus im Wandel&#8221;, die im November 2007 auf &#214;1 ausgestrahlt wurde. Die vierteilige Dokumentation beleuchtet, wie sich die Forschung &#252;ber Autismus in den vergangenen Jahrzehnten ausgeweitet hat, von sehr vage beschriebenen Krankheitsbildern hin zu neuen Konzepten, die Autismus als Kontinuum ansehen und nicht als klar umgrenzte Kategorie. Besonders h&#246;renswert finde ich vor allem die Passagen, in denen Menschen mit Autismus selbst zu Wort kommen, unter ihnen zum Beispiel ein &#8220;Inselbegabter&#8221;, der im Funkausarchiv arbeitet und gestern bei der Medienpreis Gala anwesend war. Gratulation!</p>
<p>PS: Leider keine Links zu den erw&#228;hnten <acronym title="&#214;sterreichischer Rundfunk" lang="de" xml:lang="de">ORF</acronym> Beitr&#228;gen zum Nachh&#246;ren, weil bekanntlich nicht frei zug&#228;nglich.</p>
<p><span class="floatbox"> <a href="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2008/11/oeziv_medienpreis-2008.jpg"><img src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2008/11/oeziv_medienpreis-2008.jpg" alt="Gruppenbild f&#252;r Fotografen beim OEZIV Medienpreis" title="oeziv_medienpreis-2008" class="alignnone size-full wp-image-1090" /></a></span></p>
<p class="small">Gruppenbild f&#252;r FotografInnen: OrgansatorInnen und Preistr&#228;gerInnen des <acronym title="&#214;sterreichischer Zivil-Invalidenverband" lang="de" xml:lang="de">&#214;ZIV</acronym> Medienpreises 2008.</p>
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		<title>Stimmen zum Logbuch 2: Eric Eggert</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/03/29/stimmen-zum-logbuch-2-eric-eggert/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 07:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Hier der Podcast Nummer 2 von der &#214;ffentlichen Buchausgabe mit dem Webentwickler Eric Eggert. Er betreibt das Blog yatil.de und ist im logbuch accessibility mit dem Beitrag Barrierefreiheit ist mehr als Design f&#252;r Blinde vetreten, in dem er einige Videos von AssistiveWare zur Computer Accessibility vorstellt.

Download: Statement Eric Eggert (mp3, 2.263 KB)
Frage Fabian Topfstedt: Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der Podcast Nummer 2 von der &#214;ffentlichen Buchausgabe mit dem Webentwickler Eric Eggert. Er betreibt das Blog <a href="http://www.yatil.de">yatil.de</a> und ist im logbuch accessibility mit dem Beitrag <a href="http://yatil.de/Weblog/barrierefreiheit-ist-mehr-als-design-fuer-blinde">Barrierefreiheit ist mehr als Design f&#252;r Blinde</a> vetreten, in dem er einige <a href="http://www.assistivewear.com/videos.php">Videos von AssistiveWare zur Computer Accessibility</a> vorstellt.</p>
<p></p>
<p>Download: <a href="/wp-content/uploads/static/Eric_Eggert_01.mp3">Statement Eric Eggert</a> (mp3, 2.263 KB)</p>
<p>Frage Fabian Topfstedt: Warum ist Barrierefreiheit mehr als nur Design f&#252;r Blinde?</p>
<p>Eric Eggert: Ja, also ich bin Eric Eggert von yatil.de. Barrierefreiheit ist deswegen mehr als nur Design f&#252;r Blinde &#8211; oder f&#252;r blinde Menschen wie es politisch korrekt nat&#252;rlich hei&#223;en m&#252;sste -, weil auch alle Menschen mit ganz verschiedenen Behinderungen von Barrierefreiheit profitieren und dadurch ihren Weg im Leben gehen k&#246;nnen. Also das Beispiel, das ich in meinem Artikel, der &#252;brigens in diesem wunderbaren Werk auf Seite 78 zu lesen ist, da ist das Beispiel eben auch ein Journalist, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, indem er Artikel schreibt. Und das Bewundernswerte ist: Er kann sich nicht bewegen. Also, das einzige, was er bewegen kann, ist sein Daumen und mit einem Ann&#228;herungssensor kann er aber eine Maus bewegen und einen Computer benutzen. Also vor X Jahren, als es diese technischen M&#246;glichkeiten noch nicht gab, da h&#228;tte er diese M&#246;glichkeiten gar nicht gehabt. Er hat mittlerweile sehr gro&#223;e M&#246;glichkeiten. Wenn man zum Beispiel an gro&#223;e Klickfl&#228;chen denkt, die sind nat&#252;rlich viel einfacher zu bedienen auf barrierefreien Webseiten. Wenn man nur so kleine Icons hat, dann ist das schwierig. </p>
<p>Frage Fabian Topfstedt: Wie wird Webdesign in f&#252;nf Jahren aussehen?</p>
<p>Wahrscheinlich genauso wie jetzt auch. Also ich glaube nicht, dass sich da viel &#228;ndert. Wir werden ein bisschen HTML 5 haben, ein bisschen mehr CSS 3, wir werden vieles viel einfacher machen k&#246;nnen, was wir jetzt noch sehr umst&#228;ndlich machen. Wir werden vielleicht auch HTML E-Mail Newsletter barrierefrei machen k&#246;nnen. Was im Moment effektiv unm&#246;glich ist. Und es wird eine relativ kleine &#228;u&#223;erliche Ver&#228;nderung geben. Aber unter der Haube &#8211; mit WAI ARIA zum Beispiel, was ein Standard ist, der Benutzerelementen Rollen zuweist &#8211; wird sich auch vieles im Bereich Barrierefreiheit tun, das man oberfl&#228;chlich aber leider nicht sehen kann. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass Seiten interaktiver werden. Das hei&#223;t, dass man die M&#246;glichkeiten von modernem HTML und CSS richtig gut aussch&#246;pfen kann, wenn dann der Internet Explorer 6 erst mal vom Markt ist.</p>
<p>Das <a href="http://www.flickr.com/photos/lender/2369005389/in/pool-logbuchaccessibility">Gesicht zur Stimme</a> in der <a href="http://www.flickr.com/groups/logbuchaccessibility/">Flickr Gruppe zum logbuch accessibility</a>.</p>
<p><span class="floatbox"><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2008/03/logbuch_banner_quer_klein_340x102.gif' alt='logbuch_banner_quer_klein_340×102.gif' /></span></p>
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		<itunes:subtitle>Hier der Podcast Nummer 2 von der Ouml;ffentlichen Buchausgabe mit dem Webentwickler Eric Eggert. Er betreibt das Blog yatil.de und ist im logbuch accessibility mit ...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Hier der Podcast Nummer 2 von der Ouml;ffentlichen Buchausgabe mit dem Webentwickler Eric Eggert. Er betreibt das Blog yatil.de und ist im logbuch accessibility mit dem Beitrag Barrierefreiheit ist mehr als Design fuuml;r Blinde vetreten, in dem er einige Videos von AssistiveWare zur Computer Accessibility vorstellt.



Download: Statement Eric Eggert (mp3, 2.263 KB)

Frage Fabian Topfstedt: Warum ist Barrierefreiheit mehr als nur Design fuuml;r Blinde?

Eric Eggert: Ja, also ich bin Eric Eggert von yatil.de. Barrierefreiheit ist deswegen mehr als nur Design fuuml;r Blinde - oder fuuml;r blinde Menschen wie es politisch korrekt natuuml;rlich heiszlig;en muuml;sste -, weil auch alle Menschen mit ganz verschiedenen Behinderungen von Barrierefreiheit profitieren und dadurch ihren Weg im Leben gehen kouml;nnen. Also das Beispiel, das ich in meinem Artikel, der uuml;brigens in diesem wunderbaren Werk auf Seite 78 zu lesen ist, da ist das Beispiel eben auch ein Journalist, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, indem er Artikel schreibt. Und das Bewundernswerte ist: Er kann sich nicht bewegen. Also, das einzige, was er bewegen kann, ist sein Daumen und mit einem Annauml;herungssensor kann er aber eine Maus bewegen und einen Computer benutzen. Also vor X Jahren, als es diese technischen Mouml;glichkeiten noch nicht gab, da hauml;tte er diese Mouml;glichkeiten gar nicht gehabt. Er hat mittlerweile sehr groszlig;e Mouml;glichkeiten. Wenn man zum Beispiel an groszlig;e Klickflauml;chen denkt, die sind natuuml;rlich viel einfacher zu bedienen auf barrierefreien Webseiten. Wenn man nur so kleine Icons hat, dann ist das schwierig. 

Frage Fabian Topfstedt: Wie wird Webdesign in fuuml;nf Jahren aussehen?

Wahrscheinlich genauso wie jetzt auch. Also ich glaube nicht, dass sich da viel auml;ndert. Wir werden ein bisschen HTML 5 haben, ein bisschen mehr CSS 3, wir werden vieles viel einfacher machen kouml;nnen, was wir jetzt noch sehr umstauml;ndlich machen. Wir werden vielleicht auch HTML E-Mail Newsletter barrierefrei machen kouml;nnen. Was im Moment effektiv unmouml;glich ist. Und es wird eine relativ kleine auml;uszlig;erliche Verauml;nderung geben. Aber unter der Haube - mit WAI ARIA zum Beispiel, was ein Standard ist, der Benutzerelementen Rollen zuweist - wird sich auch vieles im Bereich Barrierefreiheit tun, das man oberflauml;chlich aber leider nicht sehen kann. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass Seiten interaktiver werden. Das heiszlig;t, dass man die Mouml;glichkeiten von modernem HTML und CSS richtig gut ausschouml;pfen kann, wenn dann der Internet Explorer 6 erst mal vom Markt ist.

Das Gesicht zur Stimme in der Flickr Gruppe zum logbuch accessibility.

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		<itunes:keywords>Barrierefreiheit,,Internet,,Kommunikation,,Podcast,,Veranstaltungen</itunes:keywords>
		<itunes:author>MAIN_Medienarbeit Integrativ</itunes:author>
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		<title>W&#228;hlen d&#252;rfen</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/03/12/waehlen-duerfen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 15:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[J&#246;ssas, den Frauentag einfach verpasst letzten Samstag: verfr&#252;hst&#252;ckt, versudokut, verputzt, vershoppt, verschludert, vergessen und verschlafen. Ich, die ich immer so brav -inne, um mich selber daran zu erinnern, dass Frauen von Oktober bis Weihnachten gratis arbeiten. Als Knopf in der Sprache, &#252;ber den man stolpert, hat die grammatikalische M&#252;he ihren guten praktischen Nutzen. Ansonsten schauts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>J&#246;ssas, den Frauentag einfach verpasst letzten Samstag: verfr&#252;hst&#252;ckt, versudokut, verputzt, vershoppt, verschludert, vergessen und verschlafen. Ich, die ich immer so brav -inne, um mich selber daran zu erinnern, dass Frauen von Oktober bis Weihnachten gratis arbeiten. Als Knopf in der Sprache, &#252;ber den man stolpert, hat die grammatikalische M&#252;he ihren guten praktischen Nutzen. Ansonsten schauts mittlerweile schlecht aus  mit den feministischen Anspr&#252;chen.</p>
<p>Der 9. M&#228;rz &#8211; Wahlen in Nieder&#246;sterreich &#8211; ging ebenso an mir vor&#252;ber, weil das Alltagsleben einen so ersch&#246;pft in mittleren Jahren. Ich hab blo&#223; 5 Euro gewonnen, weil ich gewettet habe, dass der Landeskaiser Pr&#246;ll dazugewinnt.</p>
<h3>Wie Frauen w&#228;hlen</h3>
<p>Der Frauentag am 8. M&#228;rz erinnert an die Einf&#252;hrung des Frauenwahlrechts. Die gro&#223;e, gro&#223;e Sorge, dass Frauen die Wahlergebnisse grob durcheinander bringen k&#246;nnten, hat sich als unbegr&#252;ndet erwiesen. Bis Ende der 60er Jahre w&#228;hlten sie eine Spur konservativer als die M&#228;nner, seitdem eher ein paar Prozent sozialdemokratischer und gr&#252;ner, extrem w&#228;hlen sie nicht. Sie w&#228;hlen eine gro&#223;z&#252;gige Familien- und Sozialpolitik, Umweltschutz, keine Atomkraft und keine milit&#228;rischen Eins&#228;tze. <del datetime="2008-03-14T15:46:41+00:00">Weibliche</del> Spitzenkandidatinnen bringens nicht unbedingt, weder in Nieder&#246;sterreich noch in den USA, d.h. f&#252;r mich pers&#246;nlich verwirrend bis unerfreulich bringen sie´s nur bei den Rechten.</p>
<h3>Wie Menschen mit Behinderung w&#228;hlen</h3>
<p>Das l&#228;sst sich nicht beantworten. Zwar haben ca. 10% der Bev&#246;lkerung (also 800.000 in &#214;sterreich) irgendeine Form von Behinderung, aber diese 10% sind zu inhomogen, um Wahlverhalten hochzurechnen. Es wird wohl jeweils darauf ankommen, wie gerade brennende soziale Themen von den Parteien behandelt werden.</p>
<p>Zum Beispiel hat Kritik an der Pflegeregelung der Bundesregierung und Aufstockung der F&#246;rdermittel in Nieder&#246;sterreich, damit legale Pflegekr&#228;fte leistbarer werden, der Pr&#246;ll &#214;VP am letzten Wahlsonntag bestimmt auch Behinderten-Stimmen eingebracht.</p>
<p>Die ca. 54 Millionen AmerikanerInnen mit Behinderungen werden sich jedoch eher von demokratischer Seite mehr Geld f&#252;r Sozial- und Behindertenbelange erwarten.</p>
<h3>Was gerade gew&#228;hlt w&#252;rde</h3>
<p>Die letzten Tage sind in &#214;sterreich die Ausweitung der Befugnisse von Betreuungspersonen wie LaienpflegerInnen oder auch Pers&#246;nlichen AssistentInnen in Diskussion in der Behindertenszene. Die Bedenken der Pflegegewerkschaft werden von Betroffenen wohl nicht goutiert.</p>
<p>Ein weiteres kontroverses Thema ist die durch ein <acronym title="Oberster Gerichtshof" lang="de" xml:lang="de">OHG</acronym> Urteil festgeschriebene Schadenersatzpflicht bei unrichtiger vorgeburtlicher Diagnose, wenn ein Kind mit Behinderung zur Welt kommt. Pros und Kontras geben auch Anlass zu parteipolitischem Hickhack.</p>
<p>Aus Projekteperspektive, die ich als Webbetreuerin von MAIN nur am Rande mitbekomme, hat die Behindertenpolitik derzeit einen deutlichen Arbeitsmarkt-Fokus. Gef&#246;rdert werden Initiativen f&#252;r die Zielgruppe Menschen mit Behinderungen mit arbeitsmarktrelevantem Programm und Vermittlungsquoten. Gesellschaftspolitische <a href="http://www.mainweb.at/projekte/">Bildungs- und Sensibilisierungsprojekte</a>, wie sie MAIN in den letzten Jahren durchgef&#252;hrt hat, lassen sich derzeit schwerer finanzieren. Und das ist nat&#252;rlich schad und fad. </p>
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		<title>Todeslinien</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/02/04/todeslinien/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 23:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Haben Sie gedacht, was ist wohl das wieder f&#252;r ein bl&#246;de Meldung der Anglizismen LiebhaberInnen von MAIN und haben hingeklickt? Sehr gut! 
Bis 6. 2.
Sie werden nicht erschossen, wie im Milit&#228;r Gef&#228;ngnis, wenn Sie die Deadline &#252;berschreiten und die Online-Umfrage der Aktion Mensch zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung nicht ausf&#252;llen bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie gedacht, was ist wohl das wieder f&#252;r ein bl&#246;de Meldung der Anglizismen LiebhaberInnen von MAIN und haben hingeklickt? Sehr gut! </p>
<h3>Bis 6. 2.</h3>
<p>Sie werden nicht erschossen, wie im Milit&#228;r Gef&#228;ngnis, wenn Sie die <span lang="en" xml:lang="en">Deadline</span> &#252;berschreiten und die <a href="http://www.einfach-fuer-alle.de/umfrage/">Online-Umfrage der Aktion Mensch</a> zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung nicht ausf&#252;llen bis Mittwoch. </p>
<p>Aber schade w&#228;rs. Mehr als 500 Leute haben bereits mitgemacht. Der Fragebogen ist ganz gescheit, kann ich sagen und kann dabei auch gleich, bevor die Fastenzeit beginnt, Beichte ablegen, dass ich ihn auch ausgef&#252;llt habe, ohne zur Zielgruppe zu geh&#246;ren, aus purer professioneller Neugier. Ich sch&#228;me mich auch wirklich! Hoffentlich gibt es einen statistischen Messwert, der solche S&#252;nderInnen rauskalkuliert!  </p>
<p>Machen Sie mit, aber bitte nur, wenn Sie wirklich betroffen sind!! Die Ergebnisse werden im Mai im Rahmen eines Fachkongresses vorgestellt und tragen dazu bei, Barrierefreiheit auch im Web 2.0 zu verankern!</p>
<h3>Bis 18. 2.</h3>
<p>Wer im Webgesch&#228;ft ist, kann &#8211; mit Behinderung oder ohne &#8211; gerne noch bis 18. 2. bei einer anderen Umfrage mitmachen: der <a href="http://www.webkrauts.de/2008/01/07/wir-wollen-es-wissen-webworker-umfrage-2008/">Webworker-Umfrage 2008</a> der webkrauts. Da haben schon 2500 Leute ausgef&#252;llt, die vermutlich alle wissen wollen, wie wenig sie im Vergleich zu KollegInnen verdienen. Wom&#246;glich wird auch da geschummelt und hochgestapelt. Man sch&#228;mt sich ja schon vor sich selbst im Prekariat.</p>
<h3>Bis 22. 2.</h3>
<p>Wer WebarbeiterIn auch nicht ist, kann &#8211; hmmm &#8211; z.B. noch bis 22. Februar bei der Aktion Lebendiges Deutsch <a href="http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/wortdmForm.php">Wortvorschl&#228;ge f&#252;r: <span lang="en" xml:lang="en">hotline</span> einreichen</a>.</p>
<p>Das ist eine gar nicht bl&#246;de Organisation, die ohne Deutscht&#252;melei &#8220;f&#252;r jenes unbefangene Vertrauen in die eigene Muttersprache werben (will), wie es Engl&#228;ndern und Franzosen, Polen, Spaniern und Italienern selbstverst&#228;ndlich ist&#8221;. F&#252;r <span lang="en" xml:lang="en">Deadline</span> schlagen sie schlicht Termin vor, nicht Stichtag oder Frist(ablauf).</p>
<h3>Verpasst</h3>
<p>Den Termin f&#252;r Kommentare zu den WCAG 2.0 haben Sie gl&#252;cklich verpasst. Jetzt k&#246;nnen Sie nachlesen, wer aller konstruktiv gemeckert hat: <a href="http://lists.w3.org/Archives/Public/public-comments-wcag20/" lang="en" xml:lang="en">archive for the WCAG 2.0 public comments mailing list</a>.</p>
<h3>Nie zu sp&#228;t</h3>
<p>Daf&#252;r k&#246;nnen Sie immer noch unterschreiben, dass Sie gegen die Ausweitung der polizeilichen &#220;berwachung auf Handys, Internet und ihre UserInnen sind: <a href="https://www.ueberwachungsstaat.at/index.php?id=42218">SOS &#220;berwachung</a>. Damit erwischst du nur die doofen B&#246;sen, Polizei, nicht die, die wirklich gef&#228;hrlich sind! Wer nicht selbst katholisch beichten oder sich exhibitionieren will, muss anonym bleiben d&#252;rfen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Strukturelle Navigation: Beispiel der Gebrauchstauglichkeit</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/31/strukturelle-navigation-beispiel-der-gebrauchstauglichkeit/</link>
		<comments>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/31/strukturelle-navigation-beispiel-der-gebrauchstauglichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 12:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Eric Hellbusch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Blog Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[accessibilityblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[tabben]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>

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		<description><![CDATA[
Nach dem ersten Eintrag auf dieser Accessibility Blog Parade am 10. Oktober 2007 zum Sinn der Barrierefreiheit gab es einige weitere Eintr&#228;ge in der Blogosph&#228;re zum Thema. Einige teilweise namhafte BloggerInnen &#228;u&#223;erten sich und referenzierten sogar diesen Beitrag. Allerdings fand ich, dass die wichtigste Aussage des Beitrags zum Begriff &#8220;Barrierefreiheit&#8221; geflissentlich &#252;bergangen wurde:
&#8220;Es handelt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="floatbox"><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif' alt='&#220;ber Barrieren im Netz.  Accessibility Blog Parade. 10.10. bis 11.11.2007' /></span></p>
<p>Nach dem ersten Eintrag auf dieser Accessibility Blog Parade am 10. Oktober 2007 zum <a href="/blog/2007/10/10/sinn-fuer-barrierefreiheit/">Sinn der Barrierefreiheit</a> gab es einige weitere Eintr&#228;ge in der Blogosph&#228;re zum Thema. Einige teilweise namhafte BloggerInnen &#228;u&#223;erten sich und referenzierten sogar diesen Beitrag. Allerdings fand ich, dass die wichtigste Aussage des Beitrags zum Begriff &#8220;Barrierefreiheit&#8221; geflissentlich &#252;bergangen wurde:</p>
<p>&#8220;Es handelt sich um eine Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung.&#8221;</p>
<p>Es wurden Themen wie <a href="http://pookerart.de/wordpress/?p=14">Moral</a>, <a href="http://grochtdreis.de/weblog/2007/10/16/accessibility-barrierefreiheit-zugaenglichkeit/">Barrierearmut</a> und <a href="http://www.blanzelot.de/2007/accessibility_blog_parade/">Ausgrenzung nicht behinderter Menschen</a> thematisiert, was sicher nicht verwerflich ist, und doch eine gewisse Abgrenzung zumindest zu meinem Anliegen darstellt. Deshalb m&#246;chte ich ein kleines Beispiel bringen, um die Aussage zur Gebrauchstauglichkeit zu verdeutlichen.</p>
<h2>Navigation auf standardkonformen Webseiten</h2>
<p>Die meisten NutzerInnen werden eine Maus zum Navigieren durch das Web nutzen, aber manche sind auf die Bedienung mit der Tastatur angewiesen. Wie navigieren TastaturnutzerInnen im Web? Die erste richtige Antwort lautet: Mit der Tabulatorentaste. Wer das mal versucht, wird schnell feststellen, dass die Bedienung einer beliebigen Webseite mitunter beschwerlich sein kann oder unm&#246;glich ist. Aber das ist hier nicht das Thema.</p>
<p>Gehen wir von einer standardkonformen Seite aus. Das HTML besteht aus Abs&#228;tzen, &#220;berschriften, Listen und einigen <code>DIV</code>-Elementen f&#252;r das Layout. Auf die weiteren Elemente wie Links, Grafiken <abbr title="und so weiter">usw.</abbr> brauchen wir hier nicht einzugehen, aber das Folgende lie&#223;e sich mit weiteren Erl&#228;uterungen auch auf solche Elemente beziehen.</p>
<h3>Strukturelle Navigation</h3>
<p>Eine &#220;berschrift hat eine strukturierende Wirkung. Wir setzen solche &#220;berschriften ein, um einen Artikel zu gliedern. Die Haupt&#252;berschrift bekommt eine <code>H1</code> und im Idealfall werden die nachfolgenden &#220;berschriften hierarchisch untergeordnet, <abbr title="das hei&#223;t">d.&nbsp;h.</abbr> die Zwischen&#252;berschriften erhalten <code>H2</code> und weitere Untergliederungen <code>H3</code> und <code>H4</code>.</p>
<p>Ein Screenreader-Nutzer kann nun durch Dr&#252;cken einer einzelnen Taste direkt zur ersten &#220;berschrift springen. In JAWS w&#228;re das <abbr title="zum Beispiel">z.&nbsp;B.</abbr> die Taste <kbd>1</kbd> um die erste <code>H1</code> anzussteuern oder mit der generischen Taste <kbd>H</kbd> kann er einfach die n&#228;chste &#220;berschrift anspringen. &#196;hnliche Mechanismen gibt es im Browser Opera (mit den Tasten <kbd>S</kbd> und <kbd>D</kbd>) und f&#252;r Firefox gibt es entsprechende Plug-Ins, die aber meines Wissens noch nicht so ausgereift sind. Die zweite Antwort lautet also: &#8220;Man kann mit speziellen von der Zugangssoftware bereitgestellten Tasten navigieren.&#8221;</p>
<p>Im &#252;brigen ist die strukturelle Navigation nicht auf &#220;berschriften und &#220;berschriftenebenen beschr&#228;nkt: Neben Listenelementen, Tabellenelementen, Bildern oder besuchten und nicht besuchten Links, k&#246;nnen gar einzelne <code>DIV</code>-Elemente angesteuert werden.</p>
<h3>Erreichbarkeit von Seiten- und Navigationsbereichen</h3>
<p>Besonders vorteilhaft ist das direkte Ansteuern von &#220;berschriften, wenn vor dem Inhalt Kopfzeile und ein oder mehrere Navigationsbereiche sofort &#252;bersprungen werden k&#246;nnen. Durch den klugen Einsatz von &#220;berschriften k&#246;nnen also TastaturnutzerInnen gezielt bestimmte Bereiche einer Seite erreichen.</p>
<p>WebdesignerInnen standardkonformer Webseiten sind schon l&#228;ngst dazu &#252;bergegangen, auch f&#252;r Navigationsbereiche &#220;berschriftenelemente einzusetzen, also <abbr title="zum Beispiel">z.&nbsp;B.</abbr></p>
<p><code>&lt;h2&gt;Navigation&lt;/h2&gt;<br />[gefolgt von einer Linkliste]</code></p>
<p>Das ist gut und hilfreich.</p>
<h2>Bestimmung der zus&#228;tzlichen &#220;berschriften</h2>
<p>Jetzt kann ein Tastaturnutzer mit entsprechender Zugangssoftware auch &#252;ber die &#220;berschriftenstruktur der Seite direkt zur Navigation springen ohne alle davorliegenden Links anzutabben. Aber es entsteht auch ein Problem oder genauer gesagt: Es entstehen mindestens zwei Probleme.</p>
<h3>Problem 1: Wann f&#246;rdern &#220;berschriften die strukturelle Navigation?</h3>
<p>Nachdem gekl&#228;rt ist, f&#252;r wen die &#220;berschriften einen Nutzen stiften (ich lasse die effizienzsteigernden Aspekte f&#252;r den Code-Monkey mal weg), lautet die erste zu beantwortende Frage: &#8220;Welche Navigations- und sonstigen Seitenbereiche brauchen denn &#252;berhaupt eine &#220;berschrift?&#8221;</p>
<p>Zun&#228;chst sind es Linklisten wie eine Navigations- oder Fu&#223;leiste. Das eben aufgef&#252;hrte Beispiel mit der Navigation erlaubt es, diese direkt &#252;ber die &#220;berschriftenstruktur zu finden. Diese Anforderung ergibt sich &#252;brigens auch aus der <a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/bitv/bedingungen.php">Bedingung 13.6</a>, der in Deutschland geltenden <acronym title="Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung">BITV</acronym>. Das Tolle ist, wenn die Seite komplett mit &#220;berschriften durchstrukturiert ist, dass die Navigation auf der gleichen Weise &#252;bersprungen werden kann:</p>
<p><code>&lt;h2&gt;Navigation&lt;/h2&gt;<br />[gefolgt von einer Linkliste]<br />&lt;h1&gt;Inhaltliche &#220;berschrift&lt;/h1&gt;</code></p>
<p>Aber es sind auch Seitenbereiche mit &#220;berschriften zu versehen, wenn es sich nicht um eine Linkliste handelt, etwa wenn unterschiedliche Inhalte auf zwei Spalten verteilt werden. Visuell ist die Trennung der Inhalte durch das Layout offensichtlich, aber in linearen Medien, wozu neben einem Screenreader auch mobile Ger&#228;te noch gelten, ist das Layout so nicht erkennbar. Mit &#220;berschriften kann nicht nur eine &#220;bersicht in solchen Medien geschaffen, sondern ebenfalls das &#220;berspringen einer Spalte zur n&#228;chsten erlaubt werden. Diese Anforderung ergibt sich ebenfalls aus der <acronym title="Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung">BITV</acronym>, n&#228;mlich <a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/bitv/bedingungen.php">Bedingung 13.8.</a></p>
<h3>Problem 2: Wie sehen die &#220;berschriftenebenen au&#223;erhalb des Inhalts aus?</h3>
<p>Die zweite Frage, die sich aus dem Einsatz von &#220;berschriften zur Navigation mit der Tastatur ableiten l&#228;&#223;t, ist: &#8220;Welche &#220;berschriftenebene(n) sollen denn f&#252;r die <a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/knowhow/ueberschriften/strukturelle_navigation.html">strukturelle Navigation</a> eingesetzt werden?&#8221; Es gibt hierf&#252;r leider keine eindeutige Antwort, aber doch einige &#220;berlegungen:</p>
<ul>
<li>Manche Anwendungen wie Screenreader lassen das direkte Ansteuern einer &#220;berschriftenebene zu. Wenn die <code>H1</code> f&#252;r die inhaltliche &#220;berschrift eingesetzt wird und wir davon ausgehen, dass ein Nutzer in vielen F&#228;llen auch direkt zum Inhalt will, dann sollte vor der inhaltlichen <code>H1</code> keine weitere <code>H1</code> vorkommen.</li>
<li>Die meisten Inhalte sind gegliedert und die Navigations- und sonstigen Seitenbereiche sind linearisiert sowohl vor als auch nach dem Inhalt verteilt. Eine Hierarchie, die in einem Outline durchweg logisch erscheint (eine <code>H1</code> mit untergeordneten &#220;berschriften f&#252;r Inhalte sowie Seiten- und  Navigationsbereiche) wird mit der ersten &#220;berlegung kaum m&#246;glich sein. Aber das Web ist kein Buch: Im Gegensatz zum Buch ist auf einer Webseite mehr als der Inhalt auf einer einzelnen Seite zu finden. Also sollten bitte sch&#246;n auch nicht die gleichen Anforderungen an eine Webseite gestellt werden! Die Navigation, die Zusatzinformationen, die Werbung &#8230; sie stellen alle andere inhaltliche Ebenen dar als der Artikel, die Anwendung, die Nachricht.</li>
<li>F&#252;r das gezielte Ansteuern von einzelnen Navigations- und Seitenbereichen ist es wichtig, dass die &#220;berschriften auf einer gleichen Ebene gelegt sind, denn nur dann k&#246;nnen sie gezielt angesteuert werden mit einem minimalen Lernaufwand. Wenn die H1 ausgeklammert ist (<abbr title="siehe">s.</abbr> erste &#220;berlegung) dann bleiben H2 bis H6. Das gilt dann, wenn die &#220;berschriften sichtbar sind oder &#8211; wenn sie speziell f&#252;r blinde NutzerInnen ber&#252;cksichtigt wurden &#8211; auch unsichtbar sind.</li>
</ul>
<p>Pers&#246;nlich ziehe ich die <code>H6</code> f&#252;r die strukturelle Navigation vor. Das hat auch bestimmte Gr&#252;nde:</p>
<ul>
<li>Die <code>H6</code> wird im Inhaltsbereich eigentlich nie benutzt. Es gibt deshalb keine Verwechselungsgefahr. Die <code>H6</code> ist klar au&#223;erhalb der inhaltlichen Hierarchie.</li>
<li><code>H6</code> erinnert an <kbd>F6</kbd>. Na und? Naja, zumindest ist in vielen Windows-Anwendungen die <kbd>F6</kbd>-Taste daf&#252;r bestimmt, zwischen einzelnen Ansichten zu wechseln, was in Microsoft Word oder im Browser gilt. Die Eselsbr&#252;cke hilft verstehen.</li>
</ul>
<p>Wichtig ist allerdings, dass die Navigations- und Seitenbereiche mit einer einheitlichen &#220;berschriftenebene versehen werden. Das k&#246;nnte dann wie folgt aussehen:</p>
<p><code>&lt;h6&gt;Seiten&#252;bergreifende Links&lt;/h6&gt;<br />[gefolgt von einer Linkliste zu Hilfe, Kontakt ... und/oder  einer Suchbox]<br />&lt;h6&gt;Navigation&lt;/h6&gt;<br />[gefolgt von einer Linkliste mit den inhaltlichen Themen des Webauftritts]<br />&lt;h6&gt;Inhalt&lt;/h6&gt;<br />&lt;h1&gt;Inhaltliche &#220;berschrift&lt;/h1&gt;<br />[gefolgt von dem gegliederten Inhalt]<br />&lt;h6&gt;Fu&#223;leiste&lt;/h6&gt;<br />[gefolgt von einer Linkliste]</code></p>
<h2>Res&#252;mee</h2>
<p>Der Einsatz bestimmter HTML-Elemente f&#252;r den Aufbau einer Seite ist nicht alleine Sache des Webentwicklers. Nat&#252;rlich kann eine Systematik helfen, das &#8220;Gewicht&#8221; der CSS-Datei zu minimieren, aber es muss auch an den Nutzer gedacht werden. Diese Art der Gebrauchstauglichkeit ist vielleicht anders als f&#252;r den mausnutzenden Bildschirmnutzer, aber sie ist eben die Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer speziellen Behinderung.</p>
<p>In den Richtlinien steht &#252;brigens nicht, dass die strukturelle Navigation mit &#220;berschriften realisiert werden soll, sondern es wird lediglich die Bezeichnung von Informationsbl&#246;cken und &#8211; bei Linklisten &#8211; die &#220;berspringbarkeit gefordert. Und das ist der Hintergrund der eingangs getroffenen Aussage: Die technischen Richtlinien zur Barrierefreiheit stellen mitunter unklare Regeln auf, die aber erst durch Nutzertests ein brauchbares Ergebnis f&#252;r die Gruppe der (hier von der Tastatur abh&#228;ngigen) NutzerInnen liefern k&#246;nnen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Brettl vor&#8217;m Kopf&#8221;</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/22/brettl-vorm-kopf/</link>
		<comments>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/22/brettl-vorm-kopf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 12:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Papst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Blog Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[accessibilityblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mainweb.at/blog/2007/10/22/brettl-vorm-kopf/</guid>
		<description><![CDATA[
Nein, hier geht es nicht um das legend&#228;re Kabarettprogramm von  Gerhard Bronner &#38; Co, sondern nach wie vor um die Accessibility Blog Parade.
Das &#8220;Brettl vor&#8217;m Kopf&#8221; hat aber durchaus etwas mit Accessibility bzw. dem Fehlen derselben  zu tun, etwa dort, wo es als Symbol f&#252;r die nicht sichtbaren Barrieren  in unseren K&#246;pfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="floatbox"><a href="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif"><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif' alt='Banner 468 x 60, statisch: ueber barrieren im netz. 10.10. bis 11.11.2007. Accessibility Blog Parade. ' /></a></span></p>
<p>Nein, hier geht es nicht um das legend&#228;re Kabarettprogramm von  Gerhard Bronner &amp; Co, sondern nach wie vor um die Accessibility Blog Parade.</p>
<p>Das &#8220;Brettl vor&#8217;m Kopf&#8221; hat aber durchaus etwas mit Accessibility bzw. dem Fehlen derselben  zu tun, etwa dort, wo es als Symbol f&#252;r die nicht sichtbaren Barrieren  in unseren K&#246;pfen steht.</p>
<h3>Weg mit dem Brett</h3>
<p>Wie ein Brett empfindet man aber auch diverse Barrieren vor allem im Internet, die wie ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Zutritt verboten&#8221; wirken.</p>
<p>Die seitens der diversen Behindertenvertretungen ge&#228;u&#223;erte Forderung nach besserer Zug&#228;nglichkeit und Einhaltung der WAI-Richtlinien sind un&#252;berh&#246;rbar. Und diese Forderung hat ja unbestritten Berechtigung, werden doch immer mehr Gesch&#228;ftsf&#228;lle online abgewickelt. Man denke etwa an die vielen Online-Shops,  Bank&#252;berweisungen oder auch die j&#228;hrlich f&#228;llige Steuererkl&#228;rung.</p>
<h3>Vom Brettl zur Vorlegeplatte</h3>
<p>Darum erwartet man als ohnehin beeintr&#228;chtigter Benutzer nat&#252;rlich von WebanbieterInnen und Web-DienstleisterInnen ein H&#246;chstma&#223; an Know-how &#252;ber die eigenen N&#246;te &#8211; und  nat&#252;rlich auch &#252;ber die N&#246;te anderer behinderter Menschen &#8211; &#252;ber umfassende Barrierefreiheit eben.</p>
<p>W&#228;hrend also gerade aus den Reihen der diversen Selbsthilfegruppen nach acht Jahren G&#252;ltigkeit der WAI-Richtlinien ein immer ungeduldiger werdendes F&#252;&#223;escharren zu vernehmen ist, blickt man oft genau in diesen Kreisen kaum &#252;ber den eigenen Rand des &#8220;Jausenbrettls&#8221; hinaus. Bei einem Seitenblick auf die Webauftritte von Behindertenorganisationen zeigt sich n&#228;mlich oft genug, dass dort wohl die Bed&#252;rfnisse der eigenen Leute einigerma&#223;en zufriedenstellend ber&#252;cksichtigt wurden, man aber einen alles andere als offenen Blick f&#252;r die Bed&#252;rfnisse anderer  behinderter Menschen hat &#8211; ein paar Vorzeigebeispiele m&#246;chte ich von dieser Kritik gerne ausgenommen wissen, auch wenn ich sie nicht namentlich aufz&#228;hle.</p>
<p>Angesichts dieses mitunter eingeengten Blickfelds wundert es auch wenig, wenn auch f&#252;r die vorrangigen Ziele der WebanbieterInnen und deren Priorit&#228;tensetzungen nicht gen&#252;gend Verst&#228;ndnis vorhanden ist.</p>
<p>Vielleicht liegt es ja in der Natur der Sache, dass Menschen mit erschwertem Zugang zu Diensten, die f&#252;r andere selbstverst&#228;ndlich sind, mit allen Mitteln um eine Verbesserung der eigenen Situation k&#228;mpfen m&#252;ssen und darum vorwiegend auf die eigenen Bed&#252;rfnisse fokussiert  sind. Sobald man sich dessen aber bewusst wird, beginnt sich der Horizont auch schon zu weiten und mit einem vorsichtigen Blick &#252;ber den eigenen Tellerrand hinaus bemerkt man erst das Angebot auf dem Pr&#228;sentierteller anderer, der f&#252;r alle etwas bereit h&#228;lt.</p>
<h3>Ein reichhaltiges Buffet</h3>
<p>Ob nun Grafiker, Datenbank-Programmierer, CSS-Spezialist, Shop-Inhaber, Beh&#246;rde, Power-User oder behinderte AnwenderInnen &#8211; ein H&#246;chstma&#223; an Zug&#228;nglichkeit wird trotz aller gesetzlicher Rahmenbedingungen nur dann erreicht werden k&#246;nnen, wenn alle bereit sind, die Bed&#252;rfnisse anderer erst einmal kennen zu lernen, sich damit  auseinander zu setzen und sie so gut es geht auch zu ber&#252;cksichtigen.</p>
<p>Dies gilt gleicherma&#223;en f&#252;r die Verantwortlichen der Webauftritte und die damit betrauten DienstleisterInnen wie auch f&#252;r die NutzerInnen des Webs.</p>
<h3>Barrierefreiheit beginnt im Kopf</h3>
<p>Die eigenen Vorstellungen umzusetzen oder umgesetzt zu wissen, ist sicher befriedigend. Noch erfolgreicher ist es jedoch, die Erfordernisse vieler zu harmonisieren, auch wenn dies gelegentlich den Verzicht auf die Umsetzung kleinerer eigener W&#252;nsche bedeuten mag. Echte Erfolgsrezepte sind eben h&#228;ufig auf gro&#223;e Kompromissbereitschaft aller Beteiligten zur&#252;ck zu f&#252;hren. Warum sollte dies im Bereich Accessibility also anders sein.</p>
<p>Bauen wir also unsere Barrieren im Kopf ab, blicken wir &#252;ber den Tellerrand hinaus und vernetzen wir unsere Erkenntnisse.</p>
<p>Wenn ich nicht ganz irre, dann ist genau das die Aufgabe dieser Accessibility Blog Parade.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gesetz und Urteilsverm&#246;gen</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/15/gesetz-und-urteilsvermoegen/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 13:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Papst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Blog Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[accessibilityblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[e-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ersten Beitrag zur Accessibility Blog Parade hat Jan Erik Hellbusch bereits verst&#228;ndlich definiert, was Barrierefreiheit meint und auch f&#252;r wen.
Wie aber Stefan Blanz in einem weiteren Beitrag zur Blog Parade glaubhaft aufzeigt, rufen auch scheinbar klare Antworten weitere Fragen hervor, z.B. die nach dem Begriff Behinderung.

Behindert sein &#8211; behindert werden
Wer vor dem Gesetz als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im ersten Beitrag zur Accessibility Blog Parade hat Jan Erik Hellbusch bereits verst&#228;ndlich definiert, was Barrierefreiheit meint und auch f&#252;r wen.</p>
<p>Wie aber Stefan Blanz in einem weiteren <a href="http://www.blanzelot.de/2007/accessibility_blog_parade/">Beitrag zur Blog Parade</a> glaubhaft aufzeigt, rufen auch scheinbar klare Antworten weitere Fragen hervor, z.B. die nach dem Begriff Behinderung.</p>
<p><span class="floatbox"><a href="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif"><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif' alt='Banner 468 x 60, statisch: ueber barrieren im netz. 10.10. bis 11.11.2007. Accessibility Blog Parade. ' /></a></span></p>
<h3>Behindert sein &#8211; behindert werden</h3>
<p>Wer vor dem Gesetz als behindert gilt, ist einigerma&#223;en definiert, wer tats&#228;chlich bei der Benutzung des Informationsmediums Internet durch bestehende Barrieren behindert wird, l&#228;sst sich nicht ganz leicht feststellen.</p>
<p>Sicher ist, dass Webseiten, die nach den Zug&#228;nglichkeits-Richtlinien (zumindest Level AA) gestaltet sind, auch von Menschen, die auf assistive Technologien angewiesen sind, leichter benutzbar sind als Webseiten, die diese Richtlinien nicht ber&#252;cksichtigen. Dennoch ist die richtliniengetreue Erf&#252;llung aller m&#246;glichen Check-Punkte noch lange keine Garantie, dass sich die Zielgruppen auch zurechtfinden.</p>
<p>Neben Kenntnis der Richtlinien und der Gesetzeslage brauchen WebanbieterIn und Agentur daher mehr als eine lange Todo-Liste, deren Punkte nach und nach abgehakt werden k&#246;nnen, n&#228;mlich Verst&#228;ndnis und Know-how &#252;ber assistive Technologien und deren Einsatz in der Praxis, verbunden mit der Ber&#252;cksichtigung allgemein bekannten Anwenderverhaltens aus den Erkenntnissen diverser Usability-Studien. Auf eine dieser Studien, die speziell mit AnwenderInnen von <span lang="en" xml:lang="en">Screen Readern</span> gemacht wurde, sei hier erinnert, vereint sie doch beides: Erkenntnisse &#252;ber Accessibility und Usability:<br />
<a href="http://www.access-for-all.ch/de/userreport.html">Erfahrungsberichte mit Internetauftritten und Vorlesesoftware</a></p>
<p>Die folgenden &#220;berlegungen m&#246;chte ich nicht als Interpretation gesetzlicher Bestimmungen verstanden wissen, sondern eher als einen Appell an das Urteilsverm&#246;gen des einzelnen Menschen, ob nun WebanbieterIn, Agentur oder NutzerIn.</p>
<h3>Spielraum f&#252;r Interpretation</h3>
<p>Sowohl die WAI-Richtlinien als auch Gesetze wie das E-Government-Gesetz oder das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz sind als Rahmen zu verstehen, innerhalb dessen ein gewisser Spielraum genutzt werden kann. Dies gilt f&#252;r den Begriff Behinderung ebenso wie den Begriff der Barriere.</p>
<p>Die Frage ist also nicht so sehr, wer rein aus Gesetzessicht als behindert gilt, sondern wer im Alltag durch auftretende Barrieren tats&#228;chlich behindert wird. Die im Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz verwendete Formulierung &#8220;Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenst&#228;nde, Systeme der Informationsverarbeitung sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie f&#252;r Menschen mit Behinderungen in der allgemein &#252;blichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grunds&#228;tzlich ohne fremde Hilfe zug&#228;nglich und nutzbar sind&#8221; liefert eigentlich schon den wichtigsten Hinweis, ab wann eine Behinderung anzunehmen ist.</p>
<p>&#8220;&#8230; in der &#252;blichen Weise &#8230;&#8221; bedeutet etwa, dass jemand, der Webseiten prinzipiell nur mittels Tastatur bedienen kann, dies nicht nur auf Seite A k&#246;nnen muss, sondern auch auf Seite B. Ist dies bei B nicht m&#246;glich, liegt eine Barriere vor, die beseitigt werden muss.</p>
<p>Schon aus diesem Beispiel kann daher entnommen werden, dass die WAI-Richtlinien auf die Nutzbarkeit in der &#8220;allgemein &#252;blichen Weise&#8221; abgestimmt sind, ohne Art und Grad der Behinderung n&#228;her zu pr&#228;zisieren. Wenn also jemand aufgrund einer k&#246;rperlichen Einschr&#228;nkung die Maus nicht nutzen kann und auf die Bedienung mittels Tastatur angewiesen ist, f&#228;llt diese Person vermutlich auch dann unter den Begriff der Behinderung, wenn diese im Gesetz nicht exakt definiert ist.</p>
<p>&#8220;&#8230; in der &#252;blichen Weise &#8230;&#8221; beinhaltet aber auch die Verpflichtung der NutzerInnen, die bestehenden technischen M&#246;glichkeiten im zumutbaren Rahmen auch zu nutzen. Wer also an v&#246;llig veralteter Software oder &#252;berholten Arbeitstechniken festh&#228;lt, obwohl er/sie dies &#228;ndern k&#246;nnte, behindert sich zweifellos selbst, denn Sturheit und Tr&#228;gheit z&#228;hlen sicher nicht zu den anerkannten Behinderungen.</p>
<h3>Der Mensch ist das Ma&#223;</h3>
<p>Erlaubt also die Behinderung grunds&#228;tzlich die Nutzung des Internets, wenn die Seiten nach den WAI-Richtlinien gestaltet sind und &#8220;in der &#252;blichen Weise&#8221; gesurft wird, liegt vielleicht nicht eine k&#246;rperliche Behinderung im gesetzlichen, jedoch im faktischen Sinne vor, n&#228;mlich eine Behinderung durch Umst&#228;nde.</p>
<p>Ziel der Accessibility ist unbestritten die M&#246;glichkeit &#8220;ohne fremde Hilfe und ohne erheblichen Mehraufwand <strong>in der &#252;blichen</strong> Weise eine Webseite benutzen zu k&#246;nnen. Richtlinien und Gesetze sind Hilfsmittel, um dieses Ziel zu erreichen.</p>
<p>F&#252;r den Erfolg entscheidend ist aber letztlich das Urteilsverm&#246;gen der SeitenanbieterInnen, SeitengestalterInnen und letztlich auch der NutzerInnen.</p>
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		<title>Sinn f&#252;r Barrierefreiheit</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/10/sinn-fuer-barrierefreiheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Eric Hellbusch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Blog Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[accessibilityblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkung Beate Firlinger:
Unsere Accessibility Blog Parade ist er&#246;ffnet. Das MAIN_blog &#246;ffnet f&#252;r dieses Webereignis seine Logins f&#252;r eine Reihe von GastautorInnen. Den Auftakt macht ein grundlegendes Statement von Jan Eric Hellbusch, einem DER Accessibility Experten in Deutschland. Er betreibt eine h&#246;chst informative Website zum Thema Barrierefreies Webdesign und eine Website Sinn f&#252;r Barrierefreiheit. Jan Eric [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorbemerkung Beate Firlinger:</p>
<p>Unsere Accessibility Blog Parade ist er&#246;ffnet. Das MAIN_blog &#246;ffnet f&#252;r dieses Webereignis seine <span lang="en" xml:lang="en">Logins</span> f&#252;r eine Reihe von GastautorInnen. Den Auftakt macht ein grundlegendes Statement von Jan Eric Hellbusch, einem DER Accessibility Experten in Deutschland. Er betreibt eine h&#246;chst informative Website zum Thema <a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/">Barrierefreies Webdesign</a> und eine Website <a href="http://2bweb.de/services/">Sinn f&#252;r Barrierefreiheit</a>. Jan Eric Hellbusch ist &#252;brigens am 19. Oktober 2007 einer der Vortragenden der Veranstaltung <a href="http://www.accessiblemedia.at/wp-content/themes/am/veranstaltung07.html">A-Tag 07 Barrierefreie Medien </a>von accessible media in Wien. </p>
<p><span class="floatbox"><a href="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif"><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/banner2_accessibility_blogparade_468x60_statisch.gif' alt='Banner 468 x 60, statisch: ueber barrieren im netz. 10.10. bis 11.11.2007. Accessibility Blog Parade. ' /></a></span></p>
<h2>Was bedeutet Barrierefreiheit?</h2>
<p>In dieser Accessibility Blog Parade geht es vor allem um die barrierefreie Webgestaltung und deshalb steht der Mensch mit einer Behinderung stets im Vordergrund. Dass die Barrierefreiheit auch anderen n&#252;tzt, ist gar keine Frage. Wer aber Barrierefreiheit verallgemeinert und Behinderte nicht an erste Stelle stellt, sollte vielleicht die folgenden Gedanken zur Begriffskl&#228;rung beachten.</p>
<p>Immer wieder ist im Web zu lesen, dass es sich bei dem Begriff &#8220;Barrierefreiheit&#8221; um eine falsche &#220;bersetzung des englischen Begriffes &#8220;Accessibility&#8221; handele und dass wir eher &#252;ber &#8220;Zug&#228;nglichkeit&#8221; und &#8220;Erreichbarkeit&#8221; diskutieren sollten. Es mag sein, dass es auch solche &#220;bersetzungen f&#252;r &#8220;Accessibility&#8221; gibt, aber bei &#8220;Web Accessibility&#8221; wird sogar beim <span lang="en" xml:lang="en">World Wide Web Consortium</span> die Behinderung als Ausgangspunkt definiert:</p>
<p><span lang="en" xml:lang="en">&#8220;Web accessibility means that people with disabilities can use the Web. More specifically, Web accessibility means that people with disabilities can perceive, understand, navigate, and interact with the Web, and that they can contribute to the Web.&#8221; </span></p>
<p>Um es mit <span lang="en" xml:lang="en">Tim Berners-Lee</span>, dem W3C Direktor und Erfinder des World Wide Web, zu sagen: &#8220;Die Macht des Webs liegt in seiner Universalit&#228;t. Zugang durch Alle unabh&#228;ngig von einer Behinderung ist ein essenzieller Bestandteil.&#8221;</p>
<p>Die Zug&#228;nglichkeit eines Webauftritts ist dann gegeben, wenn die Inhalte von allen erreicht und verstanden werden k&#246;nnen. Allerdings wird die Nutzbarkeit eines Webauftritts erst durch den Nutzer / die Nutzerin beurteilt werden k&#246;nnen. Es ist die Nutzbarkeit, die die Barrierefreiheit von der reinen Zug&#228;nglichkeit unterscheidet.</p>
<p>Die Barrierefreiheit wird auch in vielen europ&#228;ischen Gesetzen definiert. Beispielsweise wird im deutschen Behindertengleichstellungsgesetz &#8220;Barrierefreiheit&#8221; unmittelbar mit der Nutzung durch Menschen mit Behinderungen verkn&#252;pft:</p>
<p>&#8220;Barrierefrei sind [...] gestaltete Lebensbereiche, wenn sie f&#252;r behinderte Menschen in der allgemein &#252;blichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grunds&#228;tzlich ohne fremde Hilfe zug&#228;nglich und nutzbar sind.&#8221; Folgende Begriffe sind dabei von Bedeutung:</p>
<h3>gestaltete Lebensbereiche</h3>
<p>Alles, was von Menschen gestaltet wird, kann unter dem Aspekt der Barrierefreiheit betrachtet werden. Die gestalteten Bereiche sind als Gegensatz zu nat&#252;rlichen Bereichen (wie ein Fluss oder ein Wald) zu betrachten, wobei eine Br&#252;cke &#252;ber den Fluss oder ein Waldweg wieder gestaltete Bereiche sind. Ohne Zweifel geh&#246;ren Webangebote zum gestalteten Lebensbereich.</p>
<h3>zug&#228;nglich und nutzbar</h3>
<p>Die Zug&#228;nglichkeit z.B. zu einem Geb&#228;ude alleine reicht nicht f&#252;r die Barrierefreiheit aus, das Geb&#228;ude muss auch sinnvoll nutzbar sein. Ein Geb&#228;ude mit Rampen kann f&#252;r RollstuhlfahrerInnen zug&#228;nglich gemacht werden, aber wenn der Fahrstuhl in den ersten Stock nicht breit genug f&#252;r den Rollstuhl ist, dann ist das Geb&#228;ude nicht sinnvoll nutzbar. Im Web ist das &#228;hnlich: Die Zug&#228;nglichkeit alleine reicht nicht aus, die Angebote m&#252;ssen auch von Menschen mit Behinderungen sinnvoll genutzt werden k&#246;nnen, um barrierefrei zu sein.</p>
<h3>in der allgemein &#252;blichen Weise</h3>
<p>Dieser Passus bedeutet, dass es keine Sonderl&#246;sungen geben darf. Ein Geb&#228;ude ist nicht barrierefrei, wenn es zwar zug&#228;nglich ist, aber der Rollstuhlfahrer / die Rollstuhlfahrerin nicht durch den Haupteingang, sondern durch einen Nebeneingang hinein kann. Im Web bedeutet dies, dass es keine &#8220;barrierefreie&#8221; Versionen eines sonst nicht barrierefreien Auftritts geben darf, sondern dass die Standardangebote von vorne herein zug&#228;nglich und nutzbar sein m&#252;ssen.</p>
<h3>ohne besondere Erschwernis</h3>
<p>Die Nutzung gestalteter Bereiche darf nicht mit zus&#228;tzlichen H&#252;rden belastet werden. Die vorherige Anmeldung eines Rollstuhlfahrers / einer Rollstuhlfahrerin beim Hausmeister eines Geb&#228;udes zur Sicherstellung der rechtzeitigen Bereitstellung einer Rampe ist ein Beispiel eine Erschwernis. Auch im Web gibt es Beispiele f&#252;r besondere Erschwernisse, wenn z.B. die Inhalte nicht mit der gewohnten Software betrachtet werden k&#246;nnen und andere Anwendungen installiert und konfiguriert werden m&#252;ssen.</p>
<h3>grunds&#228;tzlich ohne fremde Hilfe</h3>
<p>Die Selbstst&#228;ndigkeit m&#246;glichst vieler Menschen mit Behinderungen muss beachtet werden. In einem Fahrstuhl muss der Rollstuhlfahrer / die Rollstuhlfahrerin die Tasten bedienen und ein sehbehinderter Mensch muss das Display lesen k&#246;nnen. Auch im Web muss vorausgesetzt werden, dass die Nutzung selbstst&#228;ndig erfolgen kann. Obwohl die Nutzung des Webs bei bestimmten Behinderungsarten den Einsatz von speziellen Hilfsmitteln voraussetzt, so ist ein Angebot nur dann wirklich barrierefrei, wenn entweder die Nutzung mit diesen Hilfsmitteln m&#246;glich ist oder &#8211; im Falle des Versagens &#8211; geeignete alternative Hilfsmittel vom Anbieter bereitgestellt werden.</p>
<h2>Gebrauchstauglichkeit</h2>
<p>Barrierefreies Webdesign bedeutet also, dass Menschen mit Behinderungen ein Webangebot uneingeschr&#228;nkt und selbstst&#228;ndig nutzen k&#246;nnen. Gerade die Nutzbarkeit fordert jedoch, dass die Barrierefreiheit von Webauftritten noch ein Schritt weiter als die reine Zug&#228;nglichkeit geht: Die Nutzung muss auch mit den F&#228;higkeiten und den Hilfsmitteln behinderter NutzerInnen m&#246;glich sein. Es handelt sich um eine Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung.</p>
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		<title>Nachlese Medienworkshop</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/10/08/nachlese-medienworkshop/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 04:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag, den 4. Oktober 2007, fand in den R&#228;umlichkeiten von MAIN der Workshop „Zwischen Verkl&#228;rung und Vorurteil – Sichtweisen von Behinderung in den Medien” statt. Diese Weiterbildungsveranstaltung f&#252;r Medienmenschen wurde von MAIN gemeinsam mit dem &#214;sterreichischen Journalisten Club (&#214;JC) und dem &#214;sterreichischen Zivil-Invalidenverband (&#214;ZIV) organisiert. (Siehe auch Pressecorner im MAIN_web: OTS-Aussendung von MAIN)
Anlass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag, den 4. Oktober 2007, fand in den R&#228;umlichkeiten von MAIN der Workshop „Zwischen Verkl&#228;rung und Vorurteil – Sichtweisen von Behinderung in den Medien” statt. Diese Weiterbildungsveranstaltung f&#252;r Medienmenschen wurde von MAIN gemeinsam mit dem <a href="http://www.oejc.at/">&#214;sterreichischen Journalisten Club (&#214;JC)</a> und dem <a href="http://www.oeziv.at/">&#214;sterreichischen Zivil-Invalidenverband (&#214;ZIV)</a> organisiert. (Siehe auch Pressecorner im MAIN_web: <a href="http://www.mainweb.at/presse/aussendungen/behinderung-in-den-medien/">OTS-Aussendung von MAIN</a>)</p>
<p>Anlass f&#252;r den Workshop gab der <a href="http://www.oeziv.org/index.php?lang=1&#038;f=text&#038;nID=1289&#038;sna=">&#214;ZIV Medienpreis 2007</a>, der heuer zum zweiten Mal herausragende Medienberichte &#252;ber Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben und in der Wirtschaft auszeichnet. Die Preisverleihung geht am 15. November 2007 bei der &#214;ZIV Medienpreis-Gala &#252;ber die B&#252;hne. Als Mitglied der Jury bin ich schon gespannt, welche Beitr&#228;ge eingereicht wurden und pr&#228;miert werden.</p>
<h3>Erwartungen</h3>
<p>Zum Workshop am 4.10.2007 haben sich rund 20 Personen eingefunden, die durchaus kontroversiell &#252;ber ihre Erfahrungen, Erwartungen und Empfehlungen zur Berichterstattung &#252;ber Menschen mit Behinderungen debattierten. Als Vertreter der Medien waren Fred Turnheim (&#214;JC Pr&#228;sident) und Claus Reitan (Chefredakteur &#214;sterreich) G&#228;ste am Podium. Als betroffene ExpertInnen brachten Mag.a Dorothea Brozek (Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin <a href="http://www.wag.or.at/">Wiener Assistenzgenossenschaft</a>), G&#252;nter Roiss (<a href="http://www.oeglb.at/">&#214;sterreichischer Geh&#246;rlosenbund</a>) und Mag. Michael Krispl (<a href="http://www.service4u.at/blickkontakt/index.php">Verein Blickkontakt</a>) ihre Sichtweisen zum Thema ein. </p>
<h3>Fragen</h3>
<p>Meine Aufgabe war es, die Diskussion zu leiten und mit inhaltlichen Impulsen zu stimulieren. Angeregt durch die <a href="http://www.barcamp.at/Home">BarCamps</a> und andere offene, lockere und meiner Meinung nach sehr sinnvolle Veranstaltungkonzepte, bereitete ich keinen fixen Vortrag vor. Ich strukturierte den Workshop mit insgesamt zehn Fragen, die ich mit Fakten und Zitaten erg&#228;nzte und in den Raum stellte:</p>
<p>1. Wie kommen Menschen mit Behinderungen in den &#246;sterreichischen Medien vor?<br />
2. Aus welcher Perspektive wird Behinderung in den Medien betrachtet und dargestellt?<br />
3. Welche Rollen werden behinderten Menschen in der Berichterstattung zugeschrieben?<br />
4. Wie wirken sich massenmediale Beitr&#228;ge auf die Selbstbilder von behinderten Menschen aus?<br />
5. Inwieweit k&#246;nnen die Medien dem Wunsch nach einer alltagsnahen Darstellung von Menschen mit Behinderungen nachkommen?<br />
6. Was zeichnet sprachlich sensible, korrekte und nicht diskriminierende Medienberichte aus?<br />
7. Welche Erfahrungen gibt es im Umgang von Medien und Menschen mit Behinderungen?<br />
8. Werden Betroffene als ExpertInnen in eigener Sache wahrgenommen und gezeigt?<br />
9. Wie kann der Blick gesch&#228;rft, der Dialog verbessert und der Perspektivenwechsel eingeleitet werden?<br />
10. Welche Ideen und Strategien gibt es, um das Bewusstsein f&#252;r eine zeitgem&#228;&#223;e Berichterstattung zum Komplex Behinderung zu heben?</p>
<h3>Antworten</h3>
<p>Die Antworten auf diese Fragen waren vielf&#228;ltig und keineswegs einhellig. Dennoch kam die Gesp&#228;chsrunde zu einem substanziellen Ergebnis: Wir planen gemeinsam mit dem &#214;sterreichischen Journalisten Club eine offene Arbeitsgruppe einzurichten. Dieses Forum soll den Dialog zwischen Medien und Menschen mit Behinderungen f&#246;rdern und das komplexe Spannungsfeld von Medien, Behinderung und Gesellschaft genauer unter die Lupe nehmen.</p>
<h3>Studie</h3>
<p>Viele Aspekte blieben beim Workshop naturgem&#228;&#223; unterbelichtet und w&#228;ren Gegenstand weiterer medien- oder kulturwissenschaftlicher Betrachtungen. Zur Frage, wie Menschen mit Behinderungen in den &#246;sterreichischen Medien dargestellt werden, gibt es bislang erst einige wenige empirische Erhebungen und qualitative Untersuchungen. Dazu z&#228;hlt vor allem die Diplomarbeit &#8220;Darstellungen von Behinderung in der Tagespresse&#8221; von Christiane Galehr (Leopold-Franzens-Universit&#228;t Innsbruck, 2005). Diese Studie sei hier allen empfohlen, die sich intensiver mit der Materie befassen m&#246;chten. Sie kommt unter anderem zu folgendem Befund: </p>
<p>&#8220;Bez&#252;glich der sozialen Konstruktion von Behinderung … in den untersuchten Tageszeitungen zeigt sich, dass … die behinderten Menschen haupts&#228;chlich in Zusammenhang mit ihrer Behinderung als klassifizierbares Wesensmerkmal in Erscheinung treten. Damit ist gemeint, dass behinderte Menschen gegenw&#228;rtig zwar h&#228;ufig in die Berichterstattungen eingebunden werden, die Behinderung als das besondere Darstellungselement aber nach wie vor im Vordergrund steht. Dadurch werden behinderte Menschen h&#228;ufig auf ihre Behinderung reduziert und damit sozusagen durch die Hintert&#252;r diskriminiert und instrumentalisiert.&#8221;</p>
<p>Die gesamte Diplomarbeit kann online nachgelesen werden: <a href="http://bidok.uibk.ac.at/library/galehr-medien-dipl.html">Darstellungen von Behinderung in der Tagespresse</a>, in der bidok, der digitalen Volltextbibliothek des Instituts f&#252;r Erziehungswissenschaften der Universit&#228;t Innsbruck.</p>
<h3>Literatur</h3>
<p>Auch das MAIN_web bietet weiterf&#252;hrende Literatur zum Thema. So findet sich in unserer neu gestalteten Infothek <a href="/wissen/">MAIN_wissen</a> unter Publikationen ein Zugriff auf die Online-Version des <a href="/wissen/publikationen/mainual-handbuch-barrierefreie-oeffentlichkeitsarbeit/">MAINual &#8211; Handbuch Barrierefreie &#214;ffentlichkeit</a>, das MAIN 2005 herausgebracht hat. Unter dem Motto &#8220;<a href="/mainual/teil_2_image_innovativ.html">Image innovativ</a>&#8221; beinhaltet der 2.Teil des Buches verschiedene Beitr&#228;ge &#252;ber Medien, &#214;ffentlichkeit und Behinderung. </p>
<p>Alt, aber gut, ist das <a href="/wissen/publikationen/buch-der-begriffe/">Buch der Begriffe</a>, ein W&#246;rterbuch zu Sprache, Behinderung und Integration, das ich im Jahr 2003 mitherausgegeben habe. Ein Nachschlagewerk f&#252;r alle, die nach Anleitungen f&#252;r einen nicht-diskriminierenden, respektvollen Sprachgebrauch suchen. </p>
<h3>Workshop Salzburg</h3>
<p>Abschlie&#223;end sei hier auch nochmals auf den Workshop &#8220;behindert, besonders, bed&#252;rftig …?&#8221;  am 23. Oktober 2007 in Salzburg verwiesen, bei dem es ebenfalls um korrekte Sprache, zeitgem&#228;&#223;e Bilder und nicht diskriminierende Darstellungsformen in Medien und &#214;ffentlichkeitsarbeit gehen wird. (Siehe auch Beitrag im MAIN_blog: <a href="/blog/2007/09/16/an-die-floskel-gefesselt/">an die Floskel gefesselt &#8230;</a>)</p>
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