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	<title>MAIN_web &#187; Kultur</title>
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		<title>Nicht ins Dunkel</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 11:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder sorgt in der Vorweihnachtszeit die Kampagne Licht ins Dunkel des ORF f&#252;r Unmut unter Menschen mit Behinderungen in &#214;sterreich. Viele f&#252;hlen sich durch die auf Mitleid und Spendenbereitschaft abzielende Aktion diskriminiert und sehen darin eine verzerrte mediale Darstellung ihrer Lebensrealit&#228;t.
Adventkalender
Einen erhellenden Kontrapunkt dazu setzt der Adventkalender Nicht ins Dunkel, der in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder sorgt in der Vorweihnachtszeit die Kampagne <a href="http://lichtinsdunkel.orf.at/">Licht ins Dunkel</a> des ORF f&#252;r Unmut unter Menschen mit Behinderungen in &#214;sterreich. Viele f&#252;hlen sich durch die auf Mitleid und Spendenbereitschaft abzielende Aktion diskriminiert und sehen darin eine verzerrte mediale Darstellung ihrer Lebensrealit&#228;t.</p>
<h3>Adventkalender</h3>
<p>Einen erhellenden Kontrapunkt dazu setzt der <a href="http://www.franzhuainigg.at/kalender.pl">Adventkalender Nicht ins Dunkel</a>, der in einer Kooperation von Franz-Joseph Huainigg, <a href="http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=10819">BIZEPS &#8211; Zentrum f&#252;r Selbstbestimmtes Leben</a> und der <a href="http://www.behindertemenschen.at/bm/">Zeitschrift Behinderte Menschen</a> erstellt wurde. Das Motto lautet heuer: &#8220;Die Kraft des Augen-Klicks&#8221;. In 24 Adventfenstern im Internet wird dabei ein vielf&#228;ltiges und zeitgem&#228;&#223;es Bild vom Leben behinderter Menschen pr&#228;sentiert. Zu sehen sind Fotos aus Alltag, Arbeit, Freizeit, Spiel, kreativen T&#228;tigkeiten, Sport, Urlaub oder Reisen, die etwas anderes zeigen als die g&#228;ngigen Klischees von Menschen mit Behinderungen. </p>
<p>In einem Wettbewerb wird bis zum 31. J&#228;nner 2010 &#252;ber die Bilder abgestimmt. Ich war neugierig und habe heute am 1. Dezember schon <a href="http://www.franzhuainigg.at/kalender.pl?2009+1">das erste Fensterchen</a> ge&#246;ffnet &#8211; und siehe da &#8211; &#220;berraschung: Es birgt ein witziges Foto plus ein lesenswertes Statement unserer gesch&#228;tzten Kollegin Sabine Jammernegg aus Graz. Und morgen geht&#8217;s dann gleich weiter nicht ins Dunkel &#8230; </p>
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		<title>Workshop: Museum begreifen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 11:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heuer veranstaltet der &#214;sterreichische Verband der KulturvermittlerInnen gemeinsam mit dem Verein konsensio.kultur.barrierefrei.gestalten zum zweiten Mal einen Workshop, der barrierefreie Kulturvermittlung zum Thema hat. 
Termin ist der 27. November 2009 von 10:00 bis 17:00 Uhr.
Dieses Jahr steht das Thema „Museum begreifen: Kulturvermittlung f&#252;r Menschen mit Sehbehinderungen in Museen und Ausstellungen“ am Programm.
Fragen die im Laufe des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heuer veranstaltet der &#214;sterreichische Verband der KulturvermittlerInnen gemeinsam mit dem Verein konsensio.kultur.barrierefrei.gestalten zum zweiten Mal einen <span lang="en" xml:lang="en">Workshop</span>, der barrierefreie Kulturvermittlung zum Thema hat. </p>
<p>Termin ist der 27. November 2009 von 10:00 bis 17:00 Uhr.</p>
<p>Dieses Jahr steht das Thema „Museum begreifen: Kulturvermittlung f&#252;r Menschen mit Sehbehinderungen in Museen und Ausstellungen“ am Programm.</p>
<p>Fragen die im Laufe des Workshops behandelt und diskutiert werden sollen sind:</p>
<ul>
• Gehen blinde oder sehbehinderte Menschen ins Museum? </ul>
<ul>
• Wer ist diese Zielgruppe der so genannten Menschen mit Sehbehinderung? </ul>
<ul>
• Welche Formen von Sehbehinderungen gibt es und wie sehen Menschen mit einer solchen Einschr&#228;nkung? </ul>
<ul>
• Welche Bed&#252;rfnisse haben sie an die Gestaltung ihrer Umwelt? </ul>
<ul>
• Welche Angebote und Hilfsmittel schaffen einen barrierefreieren Zugang zu grafischen Informationen, geschriebenem Text oder virtuellen, realen und multimedialen R&#228;umen? </ul>
<ul>
• Wie k&#246;nnen Sie diese Zielgruppe ansprechen und erreichen und was k&#246;nnen Sie als AusstellungsgestalterIn oder KulturvermittlerIn bieten? </ul>
<p><br/>Die Besch&#228;ftigung mit diesen Fragen und die M&#246;glichkeit durch<br />
Selbsterfahrung in die Erlebniswelt blinder und sehbehinderter<br />
Menschen einzutauchen, sollen die Situation dieser Gruppe von<br />
MuseumsbesucherInnen n&#228;her bringen. </p>
<p>Ich werde den Tag gemeinsam mit Erich Schmid, der Lehrer am Bundes- Blinden-Erziehungsinstitut ist, gestalten und m&#246;chte alle Interessierten ganz herzlich zur Teilnahme am <span lang="en" xml:lang="en">Workshop </span>einladen.</p>
<h3>Zeit, Ort und Anmeldung</h3>
<p>Termin: Freitag, 27. November 2009, 10.00 – 17.00 Uhr<br />
Ort: Belvedere, Atelier Pinselstrich<br />
Unteres Belvedere, Rennweg 6, 1030 Wien </p>
<p>Kostenbeitrag:<br />
Freie Teilnahme f&#252;r Mitglieder des &#214;sterreichischen Verbands<br />
der KulturvermittlerInnen im Museums- und Ausstellungswesen.<br />
F&#252;r Nichtmitglieder € 25,- Kostenbeitrag. </p>
<p>Anmeldung und Information<br />
Brigitte Hauptner<br />
T: 0699 119 55 000<br />
M: <a href="mailto:verband@kulturvermittlerinnen.at">verband@kulturvermittlerinnen.at</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>V&#246;lkerkundemuseum neu</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2009/03/04/voelkerkundemuseum-neu/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 22:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Im November 2008 wurde das Wiener Museum f&#252;r V&#246;lkerkunde neu er&#246;ffnet. Vor einigen Wochen habe ich es endlich geschafft, es zu besuchen. Einen zweiten Eindruck konnte ich mir davon dann am Welttag der Fremdenf&#252;hrer machen. 
Gro&#223;e Erwartungen werden meist nicht erf&#252;llt. So war es auch bei meinem ersten Besuch im V&#246;lkerkundemuseum. Erwartet hatte ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im November 2008 wurde das Wiener Museum f&#252;r V&#246;lkerkunde neu er&#246;ffnet. Vor einigen Wochen habe ich es endlich geschafft, es zu besuchen. Einen zweiten Eindruck konnte ich mir davon dann am Welttag der Fremdenf&#252;hrer machen. </p>
<p>Gro&#223;e Erwartungen werden meist nicht erf&#252;llt. So war es auch bei meinem ersten Besuch im V&#246;lkerkundemuseum. Erwartet hatte ich mir moderne Museumsgestaltung mit multisensorischen Gestaltungselementen. Vorgefunden habe ich ein renoviertes Geb&#228;ude, das – so weit ich das auf den ersten Blick beurteilen kann – ganz gut berollbar sein d&#252;rfte. Die Ausstellungen selbst bekamen in den Medien gute Kritiken. Doch f&#252;r mich war es eigentlich nicht m&#246;glich, mich &#252;ber Religionen S&#252;dostasiens oder Textile Kunst zu informieren. Die Ausstellung „G&#246;tterbilder“ ist zwar mit einem <span lang="en" xml:lang="en">Audioguide </span>ausgestattet, der aber leider f&#252;r Leute, die die Nummern neben den Objekten nicht lesen k&#246;nnen, nicht bedienbar ist. Die Objekte sind fast durchwegs in Vitrinen ausgestellt. Freistehend ist eine G&#246;tterstatue, die das Interesse meines kleinen Sohnes bereits im zarten Alter von 1 ½ Jahren geweckt hat. </p>
<p>Dieser erste Eindruck entstand bei einem spontanen Museumsbesuch. Im Nachhinein konnte ich in Erfahrung bringen, dass es sich um eine Teiler&#246;ffnung des Hauses handelt. Die derzeitige Schau stellt nur einen ganz kleinen Teil des geplanten Ausstellungsbereiches dar. Vermutlich deshalb gibt es auch noch kein Besucherleitsystem, was mich auch etwas verwundert hatte.</p>
<h3>Tastf&#252;hrung am Tag der Fremdenf&#252;hrer</h3>
<p>Zuf&#228;llig erfuhr ich dann von einer Tastf&#252;hrung, die am 20. Februar im Rahmen des Welttages der Fremdenf&#252;hrer im V&#246;lkerkundemuseum stattfinden sollte.  </p>
<p>Dieses Angebot nahm ich gerne wahr und erwartete mir eigentlich eine F&#252;hrung durchs Museum. Geboten wurden Einzel- und Kleingruppenf&#252;hrungen mit Fremdenf&#252;hrerInnen zu Tast-Stationen mit Objekten aus verschiedenen L&#228;ndern. </p>
<p>Der Andrang war gro&#223;. Die vielen Besucherinnen und Besucher schienen sehr interessiert. Auch ich fand es &#228;u&#223;erst spannend von einem pers&#246;nlichen <span lang="en" xml:lang="en">Guide </span>von Station zu Station gef&#252;hrt zu werden und dort beispielsweise Textilien aus Afrika, Ger&#228;tschaften zur Maniokzubereitung aus Brasilien oder  eine Statue aus Mexiko betrachten und betasten zu k&#246;nnen.  Au&#223;erdem konnte ein japanisches Saiteninstrument unter Anleitung einer professionellen Musikerin ausprobiert und belauscht werden.  </p>
<p>Die Fremdenf&#252;hrerInnen waren &#228;u&#223;erst bem&#252;ht. Sie erm&#246;glichten es, in andere Lebenswelten hineinzuschnuppern. Was mir gefehlt hat, war der F&#252;hrungscharakter mit umfassenderen fachlichen Hintergrundinfos. In dieser Spezialf&#252;hrung konnten die Inhalte der laufenden Ausstellungen nicht vermittelt werden. Was nat&#252;rlich auch nicht das Ziel war, was aber fehlt. </p>
<h3>Alles ist offen</h3>
<p>Mir scheint es gerade f&#252;r ein Museum das sich mit anderen Kulturen besch&#228;ftigt und das Verst&#228;ndnis f&#252;r diese vermitteln m&#246;chte notwendig, Barrieren im Zugang zu den eigenen Ausstellungen zu vermeiden und damit einen m&#246;glichst gleichberechtigten Zugang f&#252;r Menschen mit unterschiedlichsten Bed&#252;rfnissen zu schaffen. Eine hervorragende Gelegenheit dazu w&#252;rde sich mit der zuk&#252;nftigen Neugestaltung des Museums bieten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sehenswert!</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2009/02/06/sehenswert/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 15:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Muesum]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Kunsthistorischen Museum l&#228;uft gerade eine Ausstellung von Bildern und Skulpturen von K&#252;nstlerInnen mit Behinderung aus den Werkst&#228;tten von Jugend am Werk.

Stadtlandschaft von Hannes Lehner
Mein Favorit ist ein mit Kugelschreiber gezeichnetes, 2m breites Stadtpanorama von Hannes Lehner. Ein Netz von Stra&#223;en durchzieht ein H&#228;usermeer in ganz eigenartiger Vogelperspektive&#8230;toll!
Ich w&#252;rde es sofort haben wollen, aber f&#252;rchte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Kunsthistorischen Museum l&#228;uft gerade eine Ausstellung von Bildern und Skulpturen von K&#252;nstlerInnen mit Behinderung aus den Werkst&#228;tten von <a href="http://www.jaw.at">Jugend am Werk</a>.</p>
<p><span class="floatbox"><img src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2009/02/stadtlandschaft_lehner.jpg"  alt="Stadtlandschaft von Hannes Lehner" class="alignnone size-full wp-image-1282" /></span><br />
<strong>Stadtlandschaft von Hannes Lehner</strong></p>
<p>Mein Favorit ist ein mit Kugelschreiber gezeichnetes, 2m breites Stadtpanorama von Hannes Lehner. Ein Netz von Stra&#223;en durchzieht ein H&#228;usermeer in ganz eigenartiger Vogelperspektive&#8230;toll!</p>
<p>Ich w&#252;rde es sofort haben wollen, aber f&#252;rchte, das ist nicht mehr ganz meine Preisklasse. Vielleicht sehe ich es eines Tages in der Albertina wieder?</p>
<p class="alignleft"><img src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2009/02/7_vision_weissenbacher_klein.jpg" alt="Vision von Thomas Weissenbacher" class="alignnone size-full wp-image-1283" /></p>
<p>Die Lithographien von <strong>Thomas Weissenbacher</strong>, hier eine mit dem Titel &#8220;<strong>Vision</strong>&#8220;, gefallen mir auch besonders gut.</p>
<p>Insgesamt ist die Ausstellung sehr sehenswert. Sie enth&#228;lt Einzelarbeiten von 20 K&#252;nstlerInnen sowie Gruppenarbeiten von 6 K&#252;nstlergruppen.</p>
<p><strong>Ausstellung KUNSTWERK<br />
Kunst von Menschen mit Behinderung<br />
aus den Werkst&#228;tten von Jugend am Werk<br />
3. bis 15. Februar 2009<br />
Kunsthistorisches Museum, Bassano Saal</strong></p>
<div class="clearleft"><br/></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ohrenschmaus</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2009/01/05/ohrenschmaus/</link>
		<comments>http://www.mainweb.at/blog/2009/01/05/ohrenschmaus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 10:16:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernschwierigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Am. 9. Dezember war die Preisverleihung f&#252;r den Literaturpreis Ohrenschmaus 2008. Und erst im Jahr darauf berichten wir dar&#252;ber. Das ist bestes Slow Blogging, obwohls blo&#223; am Zeitmangel liegt. Der von Franz-Joseph Huainigg initierte Preis f&#252;r Literatur von Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde zum 2. Mal verliehen, im Museumsquartier, hochkar&#228;tig dekoriert mit Kulturministerin Schmied und Caritasdirektor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am. 9. Dezember war die Preisverleihung f&#252;r den Literaturpreis <a href="http://www.ohrenschmaus.net">Ohrenschmaus 2008</a>. Und erst im Jahr darauf berichten wir dar&#252;ber. Das ist bestes <span lang="en" xml:lang="en"><a href="http://toddsieling.com/slowblog/?page_id=10" >Slow Blogging</a></span>, obwohls blo&#223; am Zeitmangel liegt. Der von Franz-Joseph Huainigg initierte Preis f&#252;r Literatur von Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde zum 2. Mal verliehen, im Museumsquartier, hochkar&#228;tig dekoriert mit Kulturministerin Schmied und Caritasdirektor Landau.</p>
<p>Ohrenschmaus ist ein sehr passender Titel. Die <a href="http://www.ohrenschmaus.net/texte_08/index.html">Siegertexte</a> eignen sich in ihrer Lakonie und Einfachheit besonders gut zum Vorlesen und sind ein kulinarisches Vergn&#252;gen. Gleich kann man aber auch kritisch anmerken, dass bei diesem Preis wohl die netten, kindlichen Genusstexte, die nicht anecken und nicht wehtun, die r&#252;hren und Sympathie wecken, bessere Chancen haben. </p>
<h3>Prosa</h3>
<p>In der Kategorie Prosa wurde ein schr&#228;ges M&#228;rchen ausgezeichnet: &#8220;Das gro&#223;e Herz&#8221; von Marek Janta: Der unheilbar kranke Prinz Marek muss einen Skikurs belegen, weissagt die Wahrsagerin des K&#246;nigshauses, um gerettet zu werden. Bis zur gl&#252;cklichen Eheschlie&#223;ung mit der sch&#246;nen Nadja, dem Hotelierst&#246;chterchen vom Skihotel Rumkokos, gibts gro&#223;e Verwirrungen, vertauschte Koffer, eine verlorene Krone, ein Safe voller Knallfr&#246;sche und eine b&#246;se Hexe, die sich vor Angst in Luft aufl&#246;st.</p>
<h3>Lebensberichte</h3>
<p>In der Kategorie Lebensberichte gewann J&#252;rgen Bonner den Preis mit &#8220;Ich bin J&#252;rgen, ein Genie&#8221;:<br />
Sehr plastisch beschreibt er seinen Bruder und seine Eltern &#8211; v&#246;llig simpel, nur durch das, was sie so tun. Ebenso lakonisch anschaulich werden diverse sportliche Aktivit&#228;ten und ein Discobesuch: </p>
<blockquote><p>&#8220;Da tanze ich mit den Frauen. Die blonden mit langen Haaren gefallen mir gut. Ich k&#252;sse ihre Hand. Ich bin  verklemmt und verknallt  und werde rot im Gesicht.&#8221; </p></blockquote>
<p>In S&#228;tzen wie diesem:</p>
<blockquote><p>&#8220;Mit dem Flugzeug bin ich lange &#252;ber die Welt geflogen. Brutal getraut hab ich mich.&#8221; </p></blockquote>
<p>entsteht das Bild eines jungen Mannes, der sich durch seine Behinderung eine unverdorbene reine Lebensfreude und einen ganz klaren Blick bewahrt hat. Das kindlich sonnige Gem&#252;t von geistig behinderten Menschen ist ein Klischee, aber in diesem Text wird es so erfrischend authentisch bedient, dass man es gerne glaubt. </p>
<h3>Lyrik</h3>
<p>Der Preis in der Kategorie Lyrik wurde  nicht vergeben, weil das beinahe daf&#252;r nominierte Gedicht von Astrid Lindgren abgeschrieben wurde. Eine <a href="http://www.ohrenschmaus.net/jury.html">gute Jury</a>  ist aber belesen genug, um sich nicht austricksen zu lassen: lauter renommierte AutorInnen, teils mit Kinder- und Jugendbuchpreisen ausgezeichnet, mit Felix Mitterer als Schirmherr und die Preistr&#228;ger des Vorjahres Andreas Burtscher und Herbert Offenhuber. </p>
<h3>Kein Mitleidspreis</h3>
<p>Der Anspruch des Ohrenschmaus ist auch, kein Ghettopreis zu sein, sondern tats&#228;chlich Literatur auszuzeichnen. Was immer man unter Literatur versteht, eigenst&#228;ndige Texte jedenfalls, die einen besonderen Blickwinkel und besonderes Sprachgef&#252;hl zeigen, Texte, die von mehr als pers&#246;nlichem Interesse sind und Interpretationsspielraum lassen.</p>
<p>Unweigerlich messe ich die Siegertexte an der hintersinnigen Kurzprosa des S&#252;dtiroler Dichters <a href="http://www.georgpaulmichl.com/">Georg Paulmichl</a>.  Er ist der einzige etablierte Dichter mit geistiger Behinderung, den ich kenne. An seinen Sprachwitz kommt bislang keiner heran.</p>
<p>&#220;ber 100 Texte wurden eingereicht. Mein Favorit &#8220;Hektik&#8221; von Arnold Kozak hats nur auf die &#8220;Ehrenliste&#8221; gebracht, aber das wunderbare Gedicht sei hier zur G&#228;nze zitiert, weil sich sicher nicht nur Albert Einstein darin wiedergefunden h&#228;tte: </p>
<blockquote><p><span lang="en" xml:lang="en">&#8220;One lives all one´s life under constant tension until it is time to go for good&#8221;</span></p></blockquote>
<p>schreibt er in meinem Clokalender.</p>
<h4  class="center">Hektik</h4>
<blockquote class="center"><p>Man nimmt sich was vor, es gelingt nicht<br />
Hektik<br />
Man kauft ein, das Geld ist zu wenig<br />
Hektik<br />
Man ist froher Dinge, erf&#228;hrt etwas Ernstes<br />
Hektik<br />
Es ist ein Ausflug geplant, es sch&#252;ttet<br />
Hektik<br />
Es wird etwas gesucht, es l&#228;sst sich nicht finden<br />
Hektik<br />
Es ist eine flotte Wanderung, man landet im Sumpf<br />
Hektik<br />
Es wird gegessen, man patzt sich an<br />
Hektik<br />
Man bastelt, es wird defekt<br />
Hektik<br />
Es l&#228;uft das Fernsehprogramm, Bildausfall<br />
Hektik<br />
Man braucht Trost, es kommt Stress<br />
Hektik<br />
Man will liebensw&#252;rdig sein, es kommt Brutalit&#228;t<br />
Hektik<br />
Man tr&#228;umt, die Wirklichkeit ist ernst<br />
Hektik</p></blockquote>
<h3>Leiden an sich selbst</h3>
<p>Viele Texte beschreiben das Leiden an den eigenen Einschr&#228;nkungen, so z.B. das Gedicht &#8220;Ungeduld&#8221; von G&#252;nther Berger. Es wurde auf der Schleife der Zotter Schokolade abgedruckt, die f&#252;r den Ohrenschmaus  kreiert wurde:</p>
<blockquote><p>&#8220;Schade, dass ich im Rollstuhl sitze<br />
und ungeduldig warte,<br />
dass etwas mit mir passiert.<br />
Das macht mich Innen w&#252;tend<br />
und Au&#223;en m&#246;chte ich mit dem Rollstuhl<br />
gegen etwas fahren,<br />
aber ich kann es nicht.<br />
Ab und zu bin ich traurig<br />
und mein Herz klopft.<br />
Dann nehme ich den Zauberstab<br />
und hole den Sportler zu mir.<br />
Dann bin ich froh,<br />
dass der Sportler in meinen Gedanken ist,<br />
und so gute Tore schie&#223;en kann.<br />
Dann wird die Mauer zum Tor.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert ist der Lebensbericht von Christian Aigner: &#8220;&#220;BER DAS HARTE LEBEN, WENN MAN SICH NICHT TRAUT&#8221;, der einen eigenartigen Abstraktionsgrad erreicht.<br />
Auf der Ehrenliste, der Shortlist f&#252;r den Preis, findet sich auch der Text von Martin Gr&#228;tzl. Er beschreibt nur in kurzen S&#228;tzen ein paar Fotos und macht damit aber eine ganze Lebensgeschichte vorstellbar. </p>
<h3>Authentische Texte mit Seele</h3>
<p>Der gr&#246;&#223;ere Teil der eingereichten Texten ist nicht literarisch, sondern pers&#246;nlich, alltagssprachlich, eher Kunstherapieprodukt als Kunst, auch einfach Zeugnis der Behinderung seiner AutorInnen. Es ist aber trotzdem interessant, diese Texte, besonders die Lebensberichte, zu lesen. Man erf&#228;hrt viel &#252;ber die Realit&#228;t und Wahrnehmungswelt von Menschen mit Lernschwierigkeiten, von schwierigen Lebensl&#228;ufen und durch die  Behinderung gepr&#228;gten Familienverh&#228;ltnissen, vom Leben und Arbeiten in gesch&#252;tzen Werkst&#228;tten, in Heimen und betreuten Wohnungen. </p>
<p>Spannend fand ich z.b. die wilde Lebensgeschichte von Oswald F&#246;llerer oder auch die Lebensberichte von Maria Altenberger, Andrea Hauck, Brigitte Riedl und Jasmin Skala. Arg ist der Text von Iris Grasel: &#8220;Mein Erlebnis im Spital&#8221;, eine Operationsodyssee mit dem lakonischen Fazit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das M&#246;dlinger Spital hat mich verpfuscht und ich mag das Spital nicht mehr. Ich rate jedem ab, der eine leichte Beeintr&#228;chtigung hat, dort hinzugehn.&#8221;</p></blockquote>
<h3>Literatur und Therapie, Emanzipation und Integration</h3>
<p>Der Literaturpreis Ohrenschmaus hat prim&#228;r die Funktion, Literatur zu k&#252;ren, von AutorInnen, die ansonsten aufgrund ihrer Behinderung wohl weniger bis keine &#214;ffentlichkeit bekommen w&#252;rden.</p>
<p>Er hat auch therapeutische Funktion. Viele der Texte sind unter kunsttherapeutischer Anleitung entstanden. Das ist gro&#223;artig, gut und wichtig, l&#228;sst einen aber auch &#252;ber Authentizit&#228;t, Lenkung, Zensur, Ehrgeiz von BetreuerInnen und Betreuten nachdenken. Der Text &#8220;Scheisse&#8221; von Reinhard Seisenbacher thematisiert die Produktionsbedingungen von Kunst in einer gesch&#252;tzten Werkst&#228;tte: </p>
<blockquote><p>SCHEISSE!</p>
<p>Mein Bild wurde ver&#228;ndert, ich bin erschrocken,<br />
ich &#228;rgere mich,<br />
vielleicht sollte ich mich nicht &#228;rgern,<br />
vielleicht sollte ich es auf die leichte Schulter nehmen.</p>
<p>Meine Bilder werden nicht verkauft, das setzt mich unter Druck,<br />
andere Bilder gehen besser,<br />
vielleicht sollte ich mich nicht unter Druck setzen lassen,<br />
vielleicht darf ich nicht so kompliziert denken&#8230;&#8230;</p></blockquote>
<p>Und nicht zuletzt hat der Preis emanzipatorische und integrative Funktion. Er gibt Menschen mit Lernbehinderung &#214;ffentlichkeit und ermuntert sie zur M&#252;ndigkeit. Und er gibt allen, die sich daf&#252;r interessieren, Einblick in Lebens- und Gedankenwelten, die ansonsten sehr abgeschottet von der Welt der &#8220;Normalen&#8221; sind.</p>
<p>Damit es den Ohrenschmaus auch dieses Jahr wieder geben kann, seien zum Schluss auch noch seine <a href="http://www.ohrenschmaus.net/partner.html">Sponsoren</a>  gelobt. Sie unterst&#252;tzen einen wichtigen Preis!</p>
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		<title>Kunst barrierefrei vermitteln, aber wie?</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/12/04/kunst-barrierefrei-vermitteln-aber-wie/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 11:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Mallinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber Zug&#228;nge zur Zug&#228;nglichkeit der Museumslandschaft
Am 21. November 2008 fand in der &#214;sterreichischen Galerie Belvedere eine Veranstaltung zur barrierefreien Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen statt. Titel: &#8220;Wie soll das denn bitte gehen?&#8221; Gekommen waren knapp 20 Kulturvermittlerinnen (ausschlie&#223;lich Frauen) aus renommierten Museen in Wien, Nieder&#246;sterreich und Ober&#246;sterreich, wie etwa dem Wien Museum, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>&#220;ber Zug&#228;nge zur Zug&#228;nglichkeit der Museumslandschaft</h2>
<p>Am 21. November 2008 fand in der &#214;sterreichischen Galerie Belvedere eine Veranstaltung zur barrierefreien Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen statt. Titel: &#8220;Wie soll das denn bitte gehen?&#8221; Gekommen waren knapp 20 Kulturvermittlerinnen (ausschlie&#223;lich Frauen) aus renommierten Museen in Wien, Nieder&#246;sterreich und Ober&#246;sterreich, wie etwa dem Wien Museum, dem Stift Klosterneuburg, der Sammlung Essl und dem Belvedere selbst. Als ReferentInnen waren Manfred Fischer, <span lang="en">Jo</span> Spelbrink und meine Wenigkeit geladen, um einen Einblick in die Situation behinderter Menschen im Museumsbetrieb zu geben. </p>
<h3>Was war</h3>
<p>&#8220;Kultur wird barrierefrei&#8221; lautete der mutige Titel einer Impulsveranstaltung, mit der wir von MAIN vor rund 2 ½ Jahren in &#214;sterreich ein St&#252;ck Pionierarbeit leisteten und dem Kulturbetrieb konkrete Anst&#246;&#223;e gaben. Gro&#223;es Interesse, positive Resonanz und einige Initiativen in Richtung Barrierefreiheit waren der Erfolg. Jetzt setzte der Verband der KulturvermittlerInnen gemeinsam mit dem Verein &#8220;Konsensio kultur.barrierefrei.gestalten&#8221; mit dem aktuellen <span lang="en" xml:lang="en">Event</span> eine neue Initiative. &#8220;Dieser Tag soll ein Startschuss f&#252;r mehr Barrierefreiheit sein.&#8221;, erkl&#228;rt Brigitte Hauptner, die Mitbegr&#252;nderin von Konsensio und neue Pr&#228;sidentin des Verbandes der KulturvermittlerInnen. </p>
<p>Wer ist die so genannte Zielgruppe der &#8220;Menschen mit Behinderungen&#8221;? Gehen diese Leute &#252;berhaupt ins Museum und wie erleben Menschen mit unterschiedlichen K&#246;rper- und Sinnesbehinderungen Ausstellungsangebote bzw. wie k&#246;nnen sie diese nutzen? Mit diesen Fragen haben wir uns in Impulsreferaten und Diskussionen auseinandergesetzt. Ein <span lang="en">Workshop</span> am Ende des Tages gab den Teilnehmenden dann auch noch die Gelegenheit, Barrieren in einer aktuellen Ausstellung zu entdecken und sich selbst an einer Bildbeschreibung f&#252;r blinde und sehbehinderte AusstellungsbesucherInnen zu versuchen.</p>
<h3>Was ist</h3>
<p>Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich mich f&#252;r das angefragte Impulsreferat vorbereitet habe. Zug&#228;ngliche Kulturangebote sind die Ausnahme und nicht die Regel. Das ist wie vor 2 ½ Jahren. Doch dass Menschen mit Behinderungen potenzielle Besucherinnen und Besucher sind, spricht sich zunehmend herum. So haben sich die Informationsangebote zum Thema Barrierefreiheit auf der Website des Belvederes und des Wien Museums verbessert. Das sind nur zwei positive Beispiele, die mir auf meiner Recherche begegnet sind. Um die Barrierefreiheit der musealen Websites selbst ist es dagegen nach wie vor recht schlecht bestellt. Da kann ich leider keine Glanzlichter nennen. Falls mir da etwas entgangen sein sollte, bitte ich um entsprechende Hinweise. Infos, wie es in den einzelnen Museen um die konkreten barrierearmen Angebote steht, kann ich derzeit leider noch nicht bieten. </p>
<h3>Was bleibt</h3>
<p>Bei dieser Veranstaltung wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit in einem inklusiven Sinne zu denken. Wir haben uns in den unterschiedlichen Impulsreferaten mit den unterschiedlichen Bed&#252;rfnissen von Menschen mit diversen Behinderungen besch&#228;ftigt, also welche Angebote brauchen etwa blinde oder geh&#246;rlose oder mobilit&#228;tsbehinderte Menschen in Museen, Galerien, Austellungen. Diese Ann&#228;herung hat ihre Berechtigung, weil nichtbehinderte Personen nat&#252;rlich auch verstehen sollen, wie behinderte MuseumsbesucherInnen Kulturangebote erleben. Es ist aber auch gef&#228;hrlich, denn die passende Schublade mit dem daf&#252;r gemachten Angebot f&#252;r jede Art von Behinderung, das ist f&#252;r mich noch nicht das angepeilte &#8220;Museum f&#252;r alle&#8221;. Viel mehr scheint es mir erstrebenswert, die BesucherInnen als Individuen mit unterschiedlichen Bed&#252;rfnissen, Wahrnehmungsm&#246;glichkeiten und Erfahrungen zu begreifen und im Sinne des inklusiven <span lang="en">Designs</span> Ausstellungen zu konzipieren. </p>
<p>Die Basis daf&#252;r ist Normalit&#228;t im Umgang mit behinderten BesucherInnen. So stellte eine Veranstaltungsteilnehmerin fest: &#8220;Wir d&#252;rfen keine Angst haben, wenn wir Vermittlungsangebote f&#252;r Menschen mit Behinderungen setzen und m&#252;ssen den G&#228;sten im Museum mit Normalit&#228;t begegnen. Dann gibt es kaum Probleme.&#8221; </p>
<p>Warum mir der inklusive Zugang zu Kulturangeboten so wichtig ist, liegt am Mehrwert, der f&#252;r m&#246;glichst viele Menschen geschaffen werden soll. Dieser Mehrwert bringt Menschen mit Behinderungen die Chance auf ein autonomes Kulturerlebnis. Das Bild, dass behinderte Menschen nur in Gruppen mit Begleitung ins Museum gehen, sollte nicht mehr das sein, das in den K&#246;pfen pr&#228;sent ist. Ist es aber noch. Das stand auch beim Workshop zur Diskussion. Klar, Spezialangebote, wie beispielsweise <span lang="en" xml:lang="en">Touch Tours</span> f&#252;r Gruppen von blinden BesucherInnen oder F&#252;hrungen in Geb&#228;rdensprache f&#252;r geh&#246;rlose BesucherInnen, sind nat&#252;rlich auch gefragt. Sie sollten aber erstens regelm&#228;&#223;ig stattfinden, was in vielen Museen nicht der Fall ist, und zweitens, so wie bei anderen Gruppen von BesucherInnen, auch auf deren Interessen zugeschnitten werden. Es bleibt also noch viel zu tun.</p>
<h3>Was kommt</h3>
<p>Hoffentlich weiterhin viel Interesse auf Seiten der KulturvermittlerInnen und vermehrt auch den Kultureinrichtungen und nat&#252;rlich weitere Initiativen in Richtung Barrierefreiheit. Der Wunsch der Teilnehmenden danach wurde artikuliert. </p>
<h3>Was fehlt</h3>
<p>Barrierefreiheit als strukturelles Element, das von Anfang an in der Planung und Konzeption mitgedacht wird. Das w&#252;rde die Umsetzung erleichtern und ein neues Kulturerlebnis f&#252;r alle schaffen. Das ist nichts Neues, muss aber immer wieder gesagt werden.</p>
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		<title>Kulturblog mit Ideen</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/11/16/kulturblog-mit-ideen/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 08:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ideenb&#246;rse f&#252;r das Kulturmarketing nennt sich ein neues Webprojekt, das der Kulturmanager Christian Henner-Fehr gemeinsam mit einigen KollegInnen vor kurzem gestartet hat. Das Gemeinschaftsblog widmet sich der Frage, was den Kulturbetrieb sympathisch macht und sammelt dazu gute Ideen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kulturmarketing.wordpress.com/"><br />
Ideenb&#246;rse f&#252;r das Kulturmarketing</a> nennt sich ein neues Webprojekt, das der <a href=" http://kulturmanagement.wordpress.com/">Kulturmanager Christian Henner-Fehr</a> gemeinsam mit einigen KollegInnen vor kurzem gestartet hat. Das Gemeinschaftsblog widmet sich der Frage, was den Kulturbetrieb sympathisch(er) macht und sammelt dazu gute Ideen.</p>
<h3>Drumherum</h3>
<p>&#8220;Nicht die k&#252;nstlerische Leistung steht dabei im Vordergrund, sondern das Drumherum&#8221;, hei&#223;t es dazu im <a href=" http://kulturmarketing.wordpress.com/about-2/"><span lang="en" xml:lang="en" title="&#220;ber">About</span></a> des Blogs. &#8220;Ob das nun der Regenschirm ist, den man/frau sich bei Regen ausleihen kann oder der Limousinenservice f&#252;r BesucherInnen, die am Veranstaltungstag Geburtstag haben. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und damit wir nicht immer wieder das Rad neu erfinden m&#252;ssen, stellen wir Beispiele hier im Blog vor.&#8221;</p>
<p>Mittlerweile versammelt die Ideenb&#246;rse rund zwanzig Beitr&#228;ge mit allerlei Anregungen, die dem Kulturbetrieb Schwung verleihen wollen. Die Palette reicht dabei von einfachen, kundenorientieren Dienstleistungen, etwa dem erw&#228;hnten <a href="http://kulturmarketing.wordpress.com/2008/10/21/ein-konigreich-fur-einen-regenschirm/">Regenschirm</a>, bis hin zu komplexeren Methoden im Web 2.0, etwa dem <a href="http://kulturmarketing.wordpress.com/2008/10/17/alternate-reality-game-arg/">Viralen Marketing</a>, das Kultureinrichtungen st&#228;rker nutzen k&#246;nnten, um auf ihre Angebote aufmerksam zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen. </p>
<h3>Mitmach-Idee</h3>
<p>Die im Blog ver&#246;ffentlichten Ideen sind sozusagen <span lang="en" xml:lang="en">Open Source</span>. Das hei&#223;t, es ist allen freigestellt, diese Ideen zu &#252;bernehmen, zu adaptieren oder weiter zu entwickeln, wie die InitiatorInnen erkl&#228;ren: &#8220;Vielleicht gef&#228;llt Ihnen die eine oder andere Idee und Sie beschlie&#223;en, sie einfach mal auszuprobieren. In diesem Fall w&#252;rden wir uns freuen, wenn Sie uns dar&#252;ber kurz berichten.&#8221; </p>
<p>Nat&#252;rlich steht die Plattform auch allen Interessierten offen, die selber mitbloggen wollen, um die Kulturwelt noch ein bisserl besser und bunter zu machen. Auch was die Barrierefreiheit von Kultureinrichtungen, (Museen, Theatern, Veranstaltungen, etc.)  betrifft, ist da wohl sicher die eine oder andere Anregung sehr gefragt.</p>
<p>Mir pers&#246;nlich gef&#228;llt die einfache Grundidee hinter dieser Ideenb&#246;rse. Und da ich gerne Ausstellungen besuche, habe ich mir auch schon ein paar einschl&#228;gige Gedanken gemacht, die unter dem Titel <a href=" http://kulturmarketing.wordpress.com/2008/11/15/fotografieren-erwunscht/">Fotografieren erw&#252;nscht</a> als Beitrag im neuen Blog von Christian und Co. gepostet sind.</p>
<p><span class="floatbox"><a href="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2008/11/kempinas_klein-mainblog.jpg"><img src="http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2008/11/kempinas_klein-mainblog.jpg" alt="" title="kempinas_klein-mainblog" class="alignnone size-full wp-image-1115" /></a></span>
<p class="small">Aufnahme aus der Ausstellung von Zilvinas Kempinas.<br />
Derzeit zu sehen in der Kunsthalle Wien im Museumsquartier.</p>
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		<title>Salsa Seele</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2008/03/04/salsa-seele/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 15:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[ability]]></category>
		<category><![CDATA[accessibility]]></category>
		<category><![CDATA[Salsa]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich gerade (mehr oder weniger erfolgreich) einen Salsa-Kurs f&#252;r Anf&#228;ngerInnen hinter mich bringe, habe ich im Web nach geeignetem Anschauungsmaterial gest&#246;bert. Auf YouTube bin ich f&#252;ndig geworden und auf dieses Video gesto&#223;en, das mich nicht nur wegen der t&#228;nzerischen Leistung beeindruckt.
Video Alma Salsera (Salsa Seele), Reynaldo Ojeda and Claudia Lopez, Bogotá, Kolumbien
Link: YouTube
 Privates [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich gerade (mehr oder weniger erfolgreich) einen Salsa-Kurs f&#252;r Anf&#228;ngerInnen hinter mich bringe, habe ich im Web nach geeignetem Anschauungsmaterial gest&#246;bert. Auf YouTube bin ich f&#252;ndig geworden und auf dieses Video gesto&#223;en, das mich nicht nur wegen der t&#228;nzerischen Leistung beeindruckt.</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hnsz8Uc3enE&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/hnsz8Uc3enE&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed><br/>Video Alma Salsera (Salsa Seele), Reynaldo Ojeda and Claudia Lopez, Bogotá, Kolumbien</object><br/><br />
Link: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hnsz8Uc3enE">YouTube</a></p>
<p  class="invisible"> Privates Tanzvideo, aufgenommen in einer Wohnung, der T&#228;nzer hat nur ein Bein und tanzt mithilfe einer Kr&#252;cke mit seiner Partnerin professionell Salsa nach allen Regeln der Kunst.</p>
<p>PS: Kleiner Hinweis zur Accessibility: Dies ist ein erster Versuch, ein Video von YouTube ins MAIN_blog einzubetten. Wir haben eine Kurzbeschreibung des Bildinhalts in class=&#8221;invisible&#8221; versteckt, die so &#8211; hoffentlich &#8211; von NutzerInnen mit Screenreader ausgelesen werden kann.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sehen mit Ohren</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/09/18/sehen-mit-ohren/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 05:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Putzhuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt ist ein wenig  laut auf dieser CD und so richtig genie&#223;en wird den 5 Kanal Ton wohl nur ein Ohrenmensch. Brandneu ist sie auch nicht: Sie enth&#228;lt Interviewausschnitte von 2001, war ein Kunstradiobeitrag 2005 und kam Anfang 2007 bei Extraplatte heraus.
Aber ziemlich gut ist sie und deshalb auch so komplett versp&#228;tet noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist ein wenig  laut auf dieser CD und so richtig genie&#223;en wird den 5 Kanal Ton wohl nur ein Ohrenmensch. Brandneu ist sie auch nicht: Sie enth&#228;lt Interviewausschnitte von 2001, war ein Kunstradiobeitrag 2005 und kam Anfang 2007 bei Extraplatte heraus.</p>
<p>Aber ziemlich gut ist sie und deshalb auch so komplett versp&#228;tet noch besprechenswert! Interessant zum Nachlesen sind die transkribierten Interviews im Booklet.</p>
<p>Es geht um akustische Architektur- und Raumwahrnehmung. Der Elektronikmusiker und Architekt Ulrich Troyer hat dazu sechs blinde Menschen befragt, die ihre Welt zu einem guten Teil durch H&#246;ren erfahren. Interviewsequenzen, Stadt- und Innenraumger&#228;usche wurden zu einem H&#246;rspiel vermixt, montiert und &#252;berlagert. </p>
<h3>Kochen nach Geh&#246;r</h3>
<p>Die 2003 verstorbene Behindertenaktivistin Elisabeth Wundsam erz&#228;hlt hier noch wunderbar lebendig von ihren Kocherfahrungen. Solange man die Kekse noch knistern h&#246;rt im Rohr, sind sie sicher nicht fertig. Ein Schnitzel in der Pfanne klingt „ganz dumpf und fast verzweifelt“ bevor es anbrennt, und ob die Nudeln al dente sind, h&#246;rt sie am richtigen Quatschquatsch-Ton beim Umr&#252;hren. </p>
<h3>Klang und Architektur</h3>
<p>Der Musiker Otto Lechner wundert sich, wie akustisch miserabel und unangenehm die meisten &#246;ffentlichen R&#228;ume sind, mit Materialien gebaut, die erst im 20. Jahrhundert erfunden wurden, nach 4000 Jahren baulicher Kulturgeschichte akustisch „so Schei&#223;e, dass das unglaublich ist“.</p>
<p>H&#246;chst gescheit spricht er von differierenden Raumwahrnehmungen, je nachdem wie seine inneren Resonanzen sind, vom Zusammenspiel von Temperaturempfindung, Luftzug, Nahverh&#228;ltnis von Haut und Wand oder Umgebung, dem Ger&#228;usch des Blindenstocks, das sich an W&#228;nden oder dem, was einem entgegenkommt, bricht oder nicht, und allen weiteren akustischen Informationen, aus denen er sich einen Raum konstruiert. Komplex ist auch seine Analyse der Ver&#228;nderung eines Raumes im Lauf eines Konzerts, der Raum macht auf und man wei&#223; nicht genau, was passiert ist. </p>
<h3>Echoh&#246;ren</h3>
<p>Beatrix Klinger h&#246;rt ihre Zimmerpflanzen, wenn die Bl&#228;tter gro&#223; genug sind. Die Form von Gegenst&#228;nden,  die Gr&#246;&#223;e und H&#246;he eines Raumes wird durch das zur&#252;ckkommende Echo vorstellbar. Kerstin Tischler sp&#252;rt den Widerstand von Gegenst&#228;nden in Kopfh&#246;he „irgendwie durch die Haut“, ohne sie ertasten zu m&#252;ssen, und offene T&#252;ren ziehen sie magnetisch an.</p>
<p>Auch Josef Knoll „lebt davon, Hausw&#228;nde zu h&#246;ren“, an denen er entlang geht, und hasst stark hallende R&#228;ume wie Bahnhofshallen, in denen er sich &#252;berhaupt nicht mehr orientieren kann. Man h&#246;rt sehr viel, sagt Michael Krispl, aber sei trotzdem meist zu schnell unterwegs, um nicht mit Hindernissen, die aus W&#228;nden herauswachsen, wie Postk&#228;sten oder M&#252;llk&#252;beln, zusammenzuprallen.</p>
<h3>Totale Stille ist mir unsympathisch</h3>
<p>Ger&#228;usche sind eine sinnliche Erfahrung und L&#228;rm ist Information. Josef Knoll sammelt Meeresrauschen, f&#252;r Otto Lechner ist es ein H&#246;rgenuss, in einer Kathedrale zu sitzen und eine Frau mit St&#246;ckelschuhen durchgehen zu h&#246;ren, Kerstin Tischler findet es beruhigend, einen gewissen Ger&#228;uschpegel um sich zu haben, und auch Elisabeth Wundsam hatte lieber L&#228;rm als Stille, weil sie dann wusste, was sich drau&#223;en und herinnen alles tut. </p>
<h3>Kaufen, H&#246;ren, Lesen</h3>
<p>&#8220;Sehen mit Ohren&#8221; inspiriert dazu, sich &#252;ber die eigene akustische Weltwahrnehmung Gedanken zu machen. Die Toncollage ist vielschichtig und h&#246;renswert, die Interviews sind im Booklet nachzulesen und auch elektronisch erh&#228;ltlich. Wo, das steht in Brailleschrift auf dem schneewei&#223;en Cover der CD, das eine Augenfreude ist. Die CD gibt’s auf der Webseite <a href="http://www.ulrichtroyer.com">www.ulrichtroyer.com</a> oder bei <a href="http://www.extraplatte.com">www.extraplatte.com</a> zu kaufen.</p>
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		<title>Russische Begegnung</title>
		<link>http://www.mainweb.at/blog/2007/09/15/russische-begegnung/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 13:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Firlinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[notizblog]]></category>
		<category><![CDATA[Gebärdensprache]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[pr]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Besuch aus Russland&#8221; hie&#223; es f&#252;r MAIN am vergangenen Montag, den 10. September 2007. Unsere G&#228;ste waren drei Frauen und ein Mann aus dem F&#246;derationskreis Wolga. Diese von der Wolga durchquerte Verwaltungseinheit liegt im S&#252;dwesten der Russischen F&#246;deration und wird auch &#8220;Privolzhsky Federalny Okrug&#8221; genannt. (Siehe auch Wikipedia: F&#246;derationskreis Wolga und Politische Gliederung Russlands.)
Organisiert wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Besuch aus Russland&#8221; hie&#223; es f&#252;r MAIN am vergangenen Montag, den 10. September 2007. Unsere G&#228;ste waren drei Frauen und ein Mann aus dem F&#246;derationskreis Wolga</a>. Diese von der Wolga durchquerte Verwaltungseinheit liegt im S&#252;dwesten der Russischen F&#246;deration und wird auch &#8220;Privolzhsky Federalny Okrug&#8221; genannt. (Siehe auch Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolga_(F%C3%B6derationskreis)">F&#246;derationskreis Wolga</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Gliederung_Russlands">Politische Gliederung Russlands</a>.)</p>
<p>Organisiert wurde das Treffen von Franz Kumpl, einem &#246;sterreichischen Slawisten und Russlandexperten, der die &#214;sterreich-Tour der Gruppe auch selbst begleitete. Der international t&#228;tige Sozialmanager lebt und arbeitet derzeit in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nischni_Nowgorod">Nischni Nowgorod</a>, der Hauptstadt des F&#246;derationkreises Wolga. Er ist Teamleiter eines gro&#223; angelegten Projektes mit dem Titel &#8220;Soziale Integration behinderter Menschen im f&#246;deralen Bezirk Privolzhsky&#8221;, das im Rahmen eines europ&#228;isch-russischen Kooperationsprogrammes durchgef&#252;hrt und von der Europ&#228;ischen Union finanziert wird. </p>
<h3>Selbstbestimmung</h3>
<p>Das ambitionierte Projekt startete Mitte 2005 und l&#228;uft noch bis Ende 2007. Es umfasst komplexe und vielf&#228;ltige Aktivit&#228;ten in verschiedenen Regionen des Bezirkes Privolzhsky, die sich ein Ziel setzen: eine Infrastruktur zu entwickeln und aufzubauen, die es Menschen mit Behinderungen erm&#246;glicht, als selbstbestimmte und gleichberechtigte Mitglieder der russischen Gesellschaft zu leben.</p>
<p><span class="floatbox"><a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/poster_modell.jpg' title='Modell mit Puppen, eine davon im Rollstuhl, die von Plastik umhuellt ist.'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/poster_modell.jpg' alt='Modell mit Puppen, eine davon im Rollstuhl, die von Plastik umhuellt ist.' /></a></span> </p>
<p class="small"> Poster, das beim Projekt-Wettbewerb &#8220;Eine Welt f&#252;r alle&#8221; eingereicht wurde.</p>
<p>So wurde etwa ein &#8220;Disability Resource Network&#8221; geschaffen, um die Vernetzung von Fachleuten und den Know-how-Transfer zu erleichtern, ein Modul &#8220;Empowerment f&#252;r NGOs&#8221; im Behindertenbereich gestartet oder ein neues Modell von &#8220;Rehabilitationszentrum&#8221; eingerichtet, das Angebote zur beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit k&#246;rperlichen Behinderungen setzt. (Wer mehr &#252;ber die verschiedenen Projektmodule wissen m&#246;chte, findet n&#228;here Infos auf der englischsprachigen Website zum Projekt: <a href="http://www.sid-vd.ru/?id=226"><span lang="en" xml:lang="en">Social Integration of the Disabled People in the Privolzhky Federal Okrug</span></a>.)</p>
<h3>Bewusstseinsbildung</h3>
<p>Eines der Pilotprojekte, das im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Samara">Oblast Samara</a> (einem Verwaltunsgbezirks des F&#246;derationskreises Wolga) stationiert ist, befasst sich schwerpunktm&#228;&#223;ig auch mit Bewusstseinsbildung, Sensibilisierung und Public Relations f&#252;r die Anliegen und Rechte von behinderten Menschen in Russland.</p>
<p><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/poster_rollstulfaher_wettbewerb.jpg' alt='Poster aus dem Wettbewerb, das einen Rollstuhlfahrer zeigt, der am Meer sitzt und symbolisch mit ausgestreckten Armen die Welt umarmt' />Als &#246;ffentlichkeitswirksame Aktion wurde dabei unter dem Motto &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Eine Welt f&#252;r alle">One World for Everyone</span>&#8221; ein Wettbewerb f&#252;r soziale Werbung in den Kategorien Poster, Kurzfilm, Website und Event durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Die Einreichfrist endete mit April 2007 und die Ergebnisse k&#246;nnen sich sehen lassen: 365 Einreichungen von kreativen K&#246;pfen mit und ohne Behinderungen aus allen Teilen des F&#246;derationskreises, eine Ausstellung im Samara Regional Museum, die im Juni 2007 feierlich er&#246;ffnet wurde, ein dazugeh&#246;riger Katalog, der eindrucksvoll die hohe Qualit&#228;t der Beitr&#228;ge veranschaulicht, und vier GewinnerInnen in der jeweiligen Kategorie, die von einer fachkundigen Jury gek&#252;rt wurden &#8211; womit ich sch&#246;n langsam wieder auf das eingangs erw&#228;hnte Treffen zur&#252;ckkomme. Denn als Preis f&#252;r die ersten Pl&#228;tze gab es eine &#214;sterreichreise, bei der auch der fachliche Austausch mit MAIN auf dem Programm stand. </p>
<h3>Horizonterweiterung</h3>
<p><a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/ausstellung_samara_museum_web.jpg' title='Plakat zur Ausstellung “Die Welt auf Fingerspitzen”: Aus einer Weltkugel ragen Baudenkmaeler, die von Haenden ertastet werden.'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/ausstellung_samara_museum_web.jpg' alt='Plakat zur Ausstellung “Die Welt auf Fingerspitzen”: Aus einer Weltkugel ragen Baudenkmaeler, die von Haenden ertastet werden.' /></a>F&#252;r uns war der Besuch der russischen Delegation nicht nur nett, sondern auch in jeder Hinsicht Horizont erweiternd. Denn die TeilnehmerInnen hatten viele interessante Informationen im Gep&#228;ck.</p>
<p>Beispielsweise berichtete Irina Alexandrovna, die den Wettbewerb in der Kategorie Event gewonnen hat, &#252;ber ihre Arbeit. Sie zeichnet im historisch-landeskundlichen <a href="http://www.alabin.ru/">Samara Regional Museum &#8220;Petr Alabin&#8221;</a> (Website in Russisch) als Projektmanagerin f&#252;r die Ausstellung &#8220;Die Welt auf den Fingerspitzen&#8221; verantwortlich, die blinden BesucherInnen anhand von Tastmodellen eine Reihe von Architekturdenkm&#228;lern in Samara und ber&#252;hmte Bauwerke der Weltarchitektur zug&#228;nglich macht. </p>
<p><span class="floatright"><a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/video_anton.jpg' title='Standbild aus Video-Clip, das eine junge, gehoerlose Frau zeigt, die in Gebaerdensprache spricht.'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/video_anton.jpg' alt='Standbild aus Video-Clip, das eine junge, gehoerlose Frau zeigt, die in Gebaerdensprache spricht.' /></a></span></p>
<p>Der junge Student und Videok&#252;nstler Anton &#252;berreichte uns wiederum seinen <span lang="en" xml:lang="en">Clip</span>, mit dem er den Wettbewerb in der Kategorie Video gewonnen hat. Im Mittelpunkt des Werbespots steht eine junge, geh&#246;rlose Frau, die humorvoll und in Geb&#228;rdensprache erl&#228;utert, wo es aus ihrer Sicht lang geht mit &#252;berkommenen Vorstellungen von behinderten Menschen. Anton lebt in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ischewsk">Ischewsk</a>, der Hauptstadt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udmurtien">Republik Udmurtien</a>, und will sich beruflich weiter mit &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Soziale Werbung">Social Advertising</span>&#8221; besch&#228;ftigen.</p>
<h3>Engagement</h3>
<p>&#8220;Bei uns ist die &#214;ffentlichkeitsarbeit und die Werbung im Sozialbereich noch sehr schlecht entwickelt&#8221;, erkl&#228;rte Irina Alexandrovna bei unserem Gespr&#228;ch. Wir, meine Kollegin Brigitta Aubrecht und ich, k&#246;nnen das nicht beurteilen, da wir auf dem Gebiet der russischen F&#246;deration so gut wie gar nicht bewandert sind. Aber der Eindruck, den wir durch unsere G&#228;ste gewinnen konnten, ist ein &#252;beraus guter. Jedenfalls die Beispiele und Botschaften des Wettbewerbes, die uns gezeigt wurden, brauchen den Vergleich mit &#246;sterreichischen Initiativen ebensowenig zu scheuen wie das Engagement f&#252;r eine integrative und barrierefreie &#214;ffentlichkeit und Gesellschaft, das die russischen KollegInnen an den Tag legen.</p>
<p>Danke f&#252;r diese Begegnung. Spasiba.<span class="floatbox"><br />
<a href='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/delegation_russland_web.JPG' title='Delegation aus Russland vor dem Eingang von MAIN'><img src='http://www.mainweb.at/wp-content/uploads/2007/09/delegation_russland_web.JPG' alt='Delegation aus Russland vor dem Eingang von MAIN' /></a></span>
<p class="small">Foto: Beate Firlinger</p>
<p>PS: Barrierefreies Internet war den G&#228;sten aus Russland &#252;brigens noch weitgehend unbekannt. Doch das w&#228;re ein eigenes Thema.</p>
<p>PPS: Alle Bilder von Beitr&#228;gen zum Wettbewerb sind der CD-ROM entnommen, die dem Katalog zur Ausstellung &#8220;<span lang="en" xml:lang="en" title="Eine Welt f&#252;r alle">One World for Everyone</span>&#8221; beiliegt.</p>
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