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31. März 2008, von Beate Firlinger

Stimmen zum Logbuch 8: Michael Stenitzer

Michael Stenitzer von der Agentur WIENFLUSS ist im logbuch accessibility mit einem Beitrag präsent, der sich um Accessible e-Commerce – von KatalogkäuferInnen zu Online-ShopperInnen … dreht.

 
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Download: Statement Michael Stenitzer (mp3, 3.082 KB)

Fabian Topfstedt: Einer der Mitautoren neben mir – stellst du dich kurz vor und erzählst mir, wie man Webshops barrierefrei oder barrierearm gestaltet?

Michael Stenitzer: Ja also ich bin der Michael Stenitzer. Bin von Wienfluss. Wir sind eine Agentur, die sich auf Barrierefreiheit spezialisiert hat. Eines unserer derzeit laufenden Projekte ist ein Projekt zum Thema „e-commerce Websites barrierefrei machen“. Also einerseits für Menschen mit Behinderungen, aber andererseits auch für ältere, unerfahrene Webbenutzerinnen und Webbenutzer, die unter Umständen altersbedingte, körperliche Einschränkungen haben. Das Thema Webshops ist ein ganz Spezielles. Einerseits sind das Websites, die relativ kompliziert und umfangreich sind sehr oft. Andererseits profitieren aber Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, ältere Menschen in hohem Maß vom Einkaufen im Web – theoretisch zumindest. In der Praxis ist das noch ein weitgehend unbeackertes Feld, die Barrierefreiheit dort. Wir schauen uns das Thema von einer „Nichtstandard Perspektive“ an. Also natürlich sind die Standards für Accessibility ganz ein wichtiger Aspekt, aber das sind jetzt, sag ich einmal, technische Standards. Wir brauchen aber Websites für Menschen, die sie benutzen können. Das heißt, diesen speziellen Usabilityfokus, den stellen wir in den Mittelpunkt. Das wir versuchen, also die Websites auch wirklich benutzbar zu machen. Die Produkte auffindbar zu machen, die Produkte einkaufbar, vergleichbar zu machen, den ganzen Prozess. Die sind schon auf’s Einkaufen optimiert, aber eben eher für die Mainstreamgruppe, für die Internet affine Gruppe. Und ich glaub, das ist total wichtig für diese e-commerce Betreiber, auch die anderen Zielgruppen da ins Boot zu holen.

Fabian Topfstedt: Es gibt ja fertige Shoplösungen auch. Gibt’s da besonders gute – gibt’s da besonders schlechte? Gibt’s da welche, die man empfehlen kann, wenn man jetzt gerade darüber nachdenkt, seinen e-commerce Shop – egal in welchem Umfeld, mit welchen Produkten auch immer, zu starten?

Michael Stenitzer: Also erstens einmal, denke ich mir, muss ein Webshop so wie eine Website eine individuelle Lösung sein, die man zwar natürlich auf einem guten Framework aufbauen wird, aber im Prinzip muss man sich dann ein individuelles Konzept und eine individuelle Lösung erarbeiten. Wir werden uns sicher im weiteren Projektverlauf die wichtigsten dieser Frameworks anschauen. Wir sind gerade dabei, eine erste Vergleichsmatrix aufzustellen aus Sicht der Barrierefreiheit. Und dann ein, zwei, drei hernehmen, die ein bissl genauer anschauen und mit zumindest einem dann wirklich einen möglichst barrierefreien Prototypen umzusetzen. Wir werden dann schauen, wenn wir da am Core dieses Frameworks was ändern, dann werden wir schauen, dass das auch, wenn das Open Source ist, wieder zurückfließt in das Framework, dass diese Verbesserungen sozusagen nicht nur bei uns bleiben. Aber Empfehlung kann ich jetzt in dem Sinn keine abgeben.

Das Gesicht zur Stimme in der Flickr Gruppe zum logbuch accessibility

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