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31. März 2008, von Beate Firlinger

Stimmen zum Logbuch 7: Petra Öllinger

Petra Öllinger betreibt gemeinsam mit Georg Schober das Literaturblog Duftender Doppelpunkt. Im logbuch accessibility ist der Beitrag von Georg Schober Arm dran – Über die Perspektiven der Barrierefreiheit im Netz abgedruckt, in dem es unter anderem darum geht, wie Petra Öllingers virtuelle Wohnung zugänglicher gemacht werden kann.

 
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Download: Statement Petra Öllinger (mp3, 2.699 KB)

Fabian Topfstedt: Stell dich doch kurz vor und sag mir, wie man virtuelle Wohnungen im Netz baut, und wie die dann auch noch barrierefrei werden.

Petra Öllinger: Also ich bin Petra Öllinger. Ich betreib’ gemeinsam mit Georg Schober eine virtuelle Wohnung im Internet und wir betreiben gemeinsam das Literaturblog der Duft des Doppelpunktes. Die Idee von der virtuellen Wohnung war eigentlich, dass wir uns ein bissl abheben wollten von anderen Sites und Homepages, die es gibt. Wir haben gesagt, wie machen wir das jetzt am geschicktesten, dass das irgendwie ansprechend ist. Und aufgrund dessen, dass wir sehr viel im Bereich Literatur machen, und Kultur, haben wir gesagt, bauen wir das auf, so wie eine gut bürgerliche Wohnung mit Salon und Bibliothek. Das kommt auch recht gut an, weil die Leute, sozusagen ins Vorzimmer eingeführt werden und dann in die einzelnen Räume gehen. Das war einfach so eine Idee von uns.

Das Ganze barrierefrei bzw. barrierearm zu kriegen – sehr schwierig. Weil wir die totalen Neueinsteigerinnen und -einsteiger waren. Wir haben keine Ahnung gehabt wie man das macht. Und haben eben sehr oft erlebt, dass Leute sich als Experten bezeichnen in diesem Bereich und überhaupt keine Ahnung davon haben. Und uns aber dann als Idioten darstellen, weil wir das auch nicht gewusst haben, wie das funktioniert. Also es war ein ziemlicher steiniger Weg, wirklich jemanden zu finden, der sich auskennt. Und selbst einfach – learning by doing, also beschäftigen, technisch, und schauen wie’s geht. Also, es ist ein ziemlicher Aufwand, der für uns aber total wichtig ist. Nicht nur in der Realität barrierefreie Gebäude zu bauen, sondern auch in der virtuellen. Und ich finde, das ist ein Thema, dass viel zu wenig auf’s Tableau kommt. Das ist in der Öffentlichkeit überhaupt nicht bekannt. Was es da oft für Schwierigkeiten gibt. Also, wenn jemand jetzt sehbehindert ist, oder eben sehr eingeschränkt beim Schauen, dass die das überhaupt nicht lesen können. Also da merkt man dann erst wie Seiten aufgebaut sind. Das ist ganz spannend. Also, wie auch in der Öffentlichkeit mit diesem Thema umgegangen wird. Da haben wir gesagt, das probieren wir jetzt. Und ich hab auch das Gefühl, dass ist so ein Bereich, der sich immer weiterentwickelt. Also, da ist man nie fertig mit Lernen, sondern man muss immer was dazu lernen und sich auch auseinandersetzen. Und vor allem auch wissen, was die Leute wirklich brauchen.

Fabian Topfstedt: Habt ihr Feedback bekommen von Menschen, die es sonst nicht auf euren Blog geschafft hätten? Wie war das?

Petra Öllinger: An sich sehr positiv. Dass die gesagt haben, super dass es das gibt. Wir sind ja immer drauf erpicht, dass wir vor allem Anregenungen kriegen, was man noch besser machen kann. Also jetzt, wenn wir darum bitten, Kritikpunkte einzuheimsen – ist es eher weniger. Das heißt, es ist für uns dann schwierig festzustellen, ok – wo können wir denn noch besser werden. Es sind eher so die positiven Rückmeldungen, die freuen uns natürlich auch, ja, aber so dieses, dass man sagt, okay, auf der Seite sind zu viele Überschriften oder der Text ist zu lang, dass man wirklich konkret was kriegt, das haben wir leider noch nicht und das würden wir uns total wünschen. Weil wir das Gefühl haben, hundert prozentig ist es noch nicht, ja.

Die Gesichter zum Duft des Doppelpunktes in der Flickr Gruppe zum logbuch accessibility

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