29. März 2008, von Beate Firlinger
Stimmen zum Logbuch 2: Eric Eggert
Hier der Podcast Nummer 2 von der Öffentlichen Buchausgabe mit dem Webentwickler Eric Eggert. Er betreibt das Blog yatil.de und ist im logbuch accessibility mit dem Beitrag Barrierefreiheit ist mehr als Design für Blinde vetreten, in dem er einige Videos von AssistiveWare zur Computer Accessibility vorstellt.
Download: Statement Eric Eggert (mp3, 2.263 KB)
Frage Fabian Topfstedt: Warum ist Barrierefreiheit mehr als nur Design für Blinde?
Eric Eggert: Ja, also ich bin Eric Eggert von yatil.de. Barrierefreiheit ist deswegen mehr als nur Design für Blinde – oder für blinde Menschen wie es politisch korrekt natürlich heißen müsste -, weil auch alle Menschen mit ganz verschiedenen Behinderungen von Barrierefreiheit profitieren und dadurch ihren Weg im Leben gehen können. Also das Beispiel, das ich in meinem Artikel, der übrigens in diesem wunderbaren Werk auf Seite 78 zu lesen ist, da ist das Beispiel eben auch ein Journalist, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, indem er Artikel schreibt. Und das Bewundernswerte ist: Er kann sich nicht bewegen. Also, das einzige, was er bewegen kann, ist sein Daumen und mit einem Annäherungssensor kann er aber eine Maus bewegen und einen Computer benutzen. Also vor X Jahren, als es diese technischen Möglichkeiten noch nicht gab, da hätte er diese Möglichkeiten gar nicht gehabt. Er hat mittlerweile sehr große Möglichkeiten. Wenn man zum Beispiel an große Klickflächen denkt, die sind natürlich viel einfacher zu bedienen auf barrierefreien Webseiten. Wenn man nur so kleine Icons hat, dann ist das schwierig.
Frage Fabian Topfstedt: Wie wird Webdesign in fünf Jahren aussehen?
Wahrscheinlich genauso wie jetzt auch. Also ich glaube nicht, dass sich da viel ändert. Wir werden ein bisschen HTML 5 haben, ein bisschen mehr CSS 3, wir werden vieles viel einfacher machen können, was wir jetzt noch sehr umständlich machen. Wir werden vielleicht auch HTML E-Mail Newsletter barrierefrei machen können. Was im Moment effektiv unmöglich ist. Und es wird eine relativ kleine äußerliche Veränderung geben. Aber unter der Haube – mit WAI ARIA zum Beispiel, was ein Standard ist, der Benutzerelementen Rollen zuweist – wird sich auch vieles im Bereich Barrierefreiheit tun, das man oberflächlich aber leider nicht sehen kann. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass Seiten interaktiver werden. Das heißt, dass man die Möglichkeiten von modernem HTML und CSS richtig gut ausschöpfen kann, wenn dann der Internet Explorer 6 erst mal vom Markt ist.
Das Gesicht zur Stimme in der Flickr Gruppe zum logbuch accessibility.










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