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4. Februar 2008, von Maria Putzhuber

Todeslinien

Haben Sie gedacht, was ist wohl das wieder für ein blöde Meldung der Anglizismen LiebhaberInnen von MAIN und haben hingeklickt? Sehr gut!

Bis 6. 2.

Sie werden nicht erschossen, wie im Militär Gefängnis, wenn Sie die Deadline überschreiten und die Online-Umfrage der Aktion Mensch zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung nicht ausfüllen bis Mittwoch.

Aber schade wärs. Mehr als 500 Leute haben bereits mitgemacht. Der Fragebogen ist ganz gescheit, kann ich sagen und kann dabei auch gleich, bevor die Fastenzeit beginnt, Beichte ablegen, dass ich ihn auch ausgefüllt habe, ohne zur Zielgruppe zu gehören, aus purer professioneller Neugier. Ich schäme mich auch wirklich! Hoffentlich gibt es einen statistischen Messwert, der solche SünderInnen rauskalkuliert!

Machen Sie mit, aber bitte nur, wenn Sie wirklich betroffen sind!! Die Ergebnisse werden im Mai im Rahmen eines Fachkongresses vorgestellt und tragen dazu bei, Barrierefreiheit auch im Web 2.0 zu verankern!

Bis 18. 2.

Wer im Webgeschäft ist, kann – mit Behinderung oder ohne – gerne noch bis 18. 2. bei einer anderen Umfrage mitmachen: der Webworker-Umfrage 2008 der webkrauts. Da haben schon 2500 Leute ausgefüllt, die vermutlich alle wissen wollen, wie wenig sie im Vergleich zu KollegInnen verdienen. Womöglich wird auch da geschummelt und hochgestapelt. Man schämt sich ja schon vor sich selbst im Prekariat.

Bis 22. 2.

Wer WebarbeiterIn auch nicht ist, kann – hmmm – z.B. noch bis 22. Februar bei der Aktion Lebendiges Deutsch Wortvorschläge für: hotline einreichen.

Das ist eine gar nicht blöde Organisation, die ohne Deutschtümelei “für jenes unbefangene Vertrauen in die eigene Muttersprache werben (will), wie es Engländern und Franzosen, Polen, Spaniern und Italienern selbstverständlich ist”. Für Deadline schlagen sie schlicht Termin vor, nicht Stichtag oder Frist(ablauf).

Verpasst

Den Termin für Kommentare zu den WCAG 2.0 haben Sie glücklich verpasst. Jetzt können Sie nachlesen, wer aller konstruktiv gemeckert hat: archive for the WCAG 2.0 public comments mailing list.

Nie zu spät

Dafür können Sie immer noch unterschreiben, dass Sie gegen die Ausweitung der polizeilichen Überwachung auf Handys, Internet und ihre UserInnen sind: SOS Überwachung. Damit erwischst du nur die doofen Bösen, Polizei, nicht die, die wirklich gefährlich sind! Wer nicht selbst katholisch beichten oder sich exhibitionieren will, muss anonym bleiben dürfen.

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