13. Juni 2007, von Beate Firlinger
Hören und Fühlen
Menschen mit Hörminderung fühlen sich einsamer als Menschen, die ohne Einschränkung hören können. Zu diesem Befund kommt eine neue Studie über die Generation 40+, die Karmasin Motivforschung im Auftrag von Hansaton Hörsysteme durchgeführt hat.
Soziale Beziehungen
Wie einer aktuellen Presseaussendung anlässlich der Studienpräsentation zu entnehmen ist, beeinflusst das Hören die sozialen Beziehungen. Demnach stehen Einsamkeit und Hörminderung in einem direkten Zusammenhang. So gaben Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen drei Mal häufiger an, sich einsam zu fühlen, als Menschen ohne Hörminderung. Auf der anderen Seite würden Lebensfreude, Zufriedenheit, aktive Freizeitgestaltung und soziale Integration stark mit gutem Hören korrelieren.
Hörgeräte gegen Einsamkeit?
Mit welchen Erhebungsmethoden die Studie genau durchgeführt wurde, habe ich nicht nachrecherchiert. Das Ergebnis dürfte jedenfalls dem Auftraggeber entgegen kommen. Schließlich ist jeder zweite Österreicher / jede zweite Österreicherin über 60 Jahre von einer Hörminderung betroffen. Und nur fünfzehn Prozent davon, so die Pressemeldung, würden diese Minderung durch ein Hörgerät ausgleichen.
Ein großer Markt also für Hörgeräte, gewiss. Aber schon auch ein nachdenklich stimmender Hinweis, wie eine wachsende Anzahl von älteren Menschen alltäglich Barrieren in der Kommunikation und damit verbunden in der gesellschaftlichen Teilhabe erlebt.









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