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13. Februar 2007, von Beate Firlinger

Markenzeichen Inklusion

Special Brands for Special Needs

Im Online-Magazin brandchannel.com ist ein informativer Artikel mit dem Titel “Special Brands for Special Needs” (in Englisch) zu lesen. Der Beitrag befasst sich mit der Tatsache, dass die Marketing-Fachleute (in den USA und allgemein) die Wirtschafts- und Kaufkraft der KonsumentInnen mit Behinderungen noch unterschätzen. Nach wie vor werde dieses Marktsegment von den Unternehmen und ihren Marktingabteilungen weitgehend ignoriert, und das, obwohl der “special-needs market” heute den größten “Minderheiten-Markt” überhaupt bilde und dieser aufgrund der alternden Gesellschaft wachse.

Inklusive Marken

Glaubwürdigkeit sei eine der wesentlichen Voraussetzungen für den Aufbau einer “inklusiven Marke”, heißt es in dem Fachartikel. Daher müsse, um diese KundInnengruppen zu erreichen, mehr getan werden, als Spendenkampagnen zu unterstützen und ein soziales Image nach außenhin zu pflegen. Die Firmen sollten ihr Bekenntnis zur Inklusion auch innerhalb ihrer Organisationen aktiv umsetzen, beispielsweise indem sie behinderte oder ältere Menschen einstellen. Auch sei es kein “mystischer Prozess”, Verständnis für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, sondern ein Muss, um qualitätsvolle Produkte und Dienstleitungen für diese große KäuferInnengruppe anbieten zu können.

Service für alle

Generell sei ein offenes, inklusives Verständnis von KundInnen-Orientierung und Service angesagt, das den Wünschen aller KundInnen (also auch von jenen mit Behinderungen und deren Angehörigen) Rechnung trägt. Eine Philosophie, die sich jedenfalls im Tourismus lohnt, wie ein befragter Kommunikationsfachmann einer großen internationalen Hotelkette in dem Artikel meint. Denn nur wer sich um seine Kundschaft kümmert, gewinnt schließlich ihre Loyalität und das Vertrauen in die (inklusive) Marke.

Wie der Artikel veranschaulicht, haben Marketingmenschen wohl noch einiges zu tun, um “inklusives Branding” zu etablieren. Das gilt sicher nicht nur für die USA, sondern vor allem auch für unsere Breiten, wo der Mehrwert von Inklusion als Markenzeichen von Unternehmen, Produkten oder Dienstleistungen bislang noch kaum erkannt wurde.

Link zum Artikel: Special Brands for Special Needs (von Vivian Manning-Schaffel)

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