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9. Februar 2007, von Beate Firlinger

Einsichten und Aussichten

Zweite Runde Telekom.at

Unsere Diskussion zur Unternehmenssite der Telekom Austria geht in die nächste Runde. Angeregt durch eine virtuelle Debatte in diesem Weblog, kam es nun zu einem persönlichen Treffen, das am 7. Februar 2007 bei MAIN stattfand.

Gemeinsam wollten wir der Frage auf den Grund gehen, inwieweit der Internetauftritt www.telekom.at barrierefrei zugänglich ist oder nicht. Dazu gibt es eine Reihe von technischen Details und Kritikpunkten, die in den Kommentaren zum Blogeintrag Wunschkonzert vom Oktober 2006 nachgelesen werden können.

Vom guten Gewissen zum Wissen

Zuerst die schlechte Nachricht: Die bei dem Treffen anwesenden Fachleute für barrierefreies Internet haben befunden, dass die Corporate Site der Telekom Austria noch nicht alle Mindestanforderungen für Web Accessibility erfülle, wie sie Level A der WAI Leitlinien vorschreibt. Eine neue Einsicht für die zuständige Vertreterin der Telekom, die bislang mit „guten Gewissen“ davon ausging, dass diese Grundlage für den Ausbau des barrierefreien Internetauftritts bereits gelegt worden sei.

Wie sich im Gespräch zeigte, sind aber das Wissen und die Lernbereitschaft bei den Leuten von der Telekom und der beauftragten Webagenturen durchaus vorhanden, um rasch die nächsten Schritte zu setzen. Allerdings wird es nicht ganz einfach sein, standardkonform alle Barrieren zu beseitigen. Das sei aufgrund der bestehenden Gesamtstruktur und des Designs der Site „kein Spaziergang“, meinen die von uns zugezogenen Accessibility-ExpertInnen.

Und damit zur guten Nachricht: Die Telekom möchte sich jedenfalls weiter in Richtung barrierefreies Web bewegen, wie die zuständige Fachfrau der Online-Kommunikation des Unternehmens bei unserem Treffen betonte. Das gelte insbesondere für aktuell geplante Seiten, bei deren Erstellung nun versucht werde, das Ausmaß an Zugänglichkeit und Benutzbarkeit zu erweitern (Level AA).

Von der Hütte zum Gipfel

Auf dem Weg dahin ist allerdings ein guter Routenplan erforderlich, der vorsieht, welche Etappen bis wann genommen werden können. Ebenso sind Beratung und Tests durch wirklich fachkundige Leute einzuplanen. Oder wie es einer unserer Kollegen beim Meeting bildlich formulierte: „Die Telekom möchte einen Berggipfel erklimmen, sitzt aber noch in der Hütte im Tal“.

Die Mühen dieser Tour zum barrierefreien Webauftritt werden hoffentlich durch die gute Aussicht von oben belohnt. Könnte doch sein, dass das Breitband-Image der Telekom an Bandbreite gewinnt, wenn das größte österreichische Telekommunikations-Unternehmens barrierefreie Kommunikation zu einer vorrangigen Agenda erklärt.

Eine Reaktion zu “Einsichten und Aussichten”

  1. virtual bites » Blog Archive » Borniert

    [...] Oder machen Sie es wie die Telekom Austria. [...]

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