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2. Februar 2007, von Beate Firlinger

Der Webmontag und die Oma

Mitte Jänner fand der zweite Webmontag in Wien statt. Bei diesem Treffen im Metalab ging es um Webstandards, die Programmiersprache SPL (was immer das genau ist) und andere technische Details. Eric Eggert, umtriebiger Blogger und Initiator des Wiener Webmontags, hatte MAIN dazu eingeladen, da er auf unsere Website GEGEN UNFAIR gestoßen ist und sich für unsere Aktivitäten interessiert.

So mischte sich also Brigitta Aubrecht unter das vorwiegend junge, männliche und technophile Publikum. Mit dem Ergebnis, dass ein Webmontag zum Thema Barrierefreiheit eingerichtet werden soll. Eric Eggert findet die Idee gut, wie er in seinem Nachtrag zum Webmontag in Wien 2.0 schreibt. Wir auch. Nähere Überlegungen dazu folgen.

Am Rande sei notiert, dass sich Brigitta (so wie ich Generation 40plus) beim Webmontag ein wenig “wie eine Oma” vorgekommen ist. Umso erfreulicher daher, dass in den letzten Wochen in verschiedenen Blogs diskutiert wird, ob das Social Web eigentlich “Oma-kompatibel” ist. Die Antwort lautet definitiv Nein, wie im Weblog von praegnanz.de nachgelesen werden kann. Ein nicht unwesentliches Argument, wenn es um die Barrierefreiheit im Internet geht.

Schließlich sind derzeit in der Europäischen Union rund 20 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt. Und von den Menschen im Alter zwischen 60 und 70 sind nach Schätzung mehr als die Hälfte von einer Behinderung betroffen. Tendenz steigend. Ein zur Oma-Kompatibilität ebenfalls anregender Beitrag ist auf Werbeblogger.de zu lesen. Titel: 10 Schritte zum Web 3.0. Danke.

4 Reaktionen zu “Der Webmontag und die Oma”

  1. Gerhard

    Und wieviele der Menschen im Alter zwischen 60 und 70 Jahren nutzen das Internet oder wissen überhaupt um was es sich dabei handelt?

  2. Markus Pirchner

    Eine relativ aktuelle Zahl findet sich z.B. hier: http://www.tns-infratest.com/06_BI/bmwi/Faktenbericht_9/Abbildungen/Folie259.JPG
    Ist zwar für DE, dürfte aber in etwa die Situation in AT widerspiegeln. Also immerhin 21%.

  3. Johannes Reiss

    Da fühl ich mich ja glatt angesprochen – nicht Oma /Opa-kompatibel – wenngleich ich es nicht gern hör ;-) . Abegesehen davon aber glaub ich, dass es so gar nicht wirklich stimmt, denn Nicht-Kompatibilität bedeutet, dass es auch nicht funktioniert wenn man will. Irgendwie doch fatal und tendenziell kontraproduktiv: Web 2.0x für die unter 40jährigen, Barrierefreiheit für die Omas und Opas … dass sich Perspektiven und Wichtigkeiten mit zunehmenden Alter verschieben, ist eine andere Geschichte, hat aber mit Kompatibilität nichts zu tun ;-)
    beste Grüße johannes

  4. Beate Firlinger

    Gut zugängliche und einfach zu bedienende Internetangebote, die vielen (jungen wie alten) NutzerInnen möglichst wenig Stress bereiten – das ist für mich schon ein kompatibler Denkansatz, der bei der Gestaltung des Webs noch zu wenig berücksichtig wird.

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